Frauen 1: FC Phönix Seen- FC Effretikon 4:0 (1:0)

Geschrieben von Joelina Meier am .

 

Ein Satz mit X, das war wohl nix…

Nach dem ersten drei-Punkte Erfolg der Rückrunde letzten Sonntag – wurde aber auch langsam Zeit – gegen den FC Diessenhofen, war das Ziel des heutigen Zusammentreffens, den gewonnenen Aufschwung mitzunehmen und als Antrieb zu verwenden, um den nächsten Sieg einzufahren. Der FC Phoenix Seen empfing uns Punkt 15:00 Uhr mit sonnigem Wetter und guten Rasenverhältnissen im Steinacker, Winterthur. Vor Spielanpfiff trichterte uns unser Cheftrainer, Patrik Meier, ein, dass heute ein anderes Spiel auf uns wartet als noch vergangene Woche. Ein Spiel mit Schnelligkeit, viel Druck seitens Gegner, ein Spiel, bei welchem grosser Wille, Laufbereitschaft und Kampfgeist gefordert wird. Was für uns ein Leichtes sein sollte, denn wir trainieren seit gut rund vier Jahren nichts anderes, als grosse Laufbereitschaft, schnelles Passing und einfache kurze Pässe, welche eine gewisse Schnelligkeit in das Spiel bringen. Gute Voraussetzung, wie sieht es dann in der Umsetzung aus?

Nach bereits fünf Minuten kristallisierte sich heraus, dass Phoenix Seen über zwei sehr körper- und laufstarke Stürmerinnen verfügt, welche auch stets der Hauptfokus des ganzen Spielaufbaus des Gegners waren. Sprich, unsere Verteidigung war stark gefordert, da zig weite Bälle nach vorne geschwartet wurden, wo «zack» die zwei Sturmspitzen gierig warteten und unschön nahe an unseren Torwart, Natascha Frieden, kamen. Nun stellte sich die Frage, wo waren wir und was zauberten wir? Naja, zaubern ist wohl die falsche Wortwahl, nennen wir es «versuchen». Wir versuchten unser Spiel von hinten aufzubauen, über die Seite in die Tiefe zu gelangen und dann vor dem Tor unsere Goalgetterin, Sol Bufalini, passgenau zu finden. Gelingen wollte es uns aber nicht wirklich. Wir hatten Mühe, richtig in das Spiel zu gelangen und die Überhand zu erlangen. Stets waren wir beschäftigt, die gegnerischen Versuche abzuwehren, unser Spiel aufzubauen und dann folgte bereits wieder der ungenaue Pass und ein Konterangriff war die Folge. So in etwa wurde auch das Führungstor zum 1:0 für Phoenix Seen erzielt. In der 30 Minute konnten wir den Ball nicht schön aus unseren Reihen befördern, verhaspelten uns und erzwangen einen unnötigen Ballverlust nahe 16er, der direkt ausgenutzt und verwertet wurde. Bitter – aber die Führung sicherlich nicht unverdient, da Phoenix Seen eine bessere Spielpräsenz hatte. Dies wurde auch so in der Halbzeit festgestellt und zur Kenntnis genommen.

Diskussionslos musste unverzüglich mehr Biss, Genauigkeit und Laufbereitschaft in die zweite Halbzeit einfliessen und vor allem einen erwähnenswerten Abschluss auf das gegnerische Tor, was 45 Minuten (!!!) nicht passierte. Mit zwei Auswechslungen zum Wiederanpfiff kamen zwei Power-Spielerinnen zum Einsatz, die für die Gefahren vor dem gegnerischen Tor sorgen sollten. Doch auch die neuen Kräfte konnten das Spiel nicht kehren und sich gross einbringen, sodass nach wie vor Phoenix Seen das Zepter in der Hand hielt. In der 62. Minute dann der ausbauende Führungstreffer, in der 70. Minute das 3:0 und kurz darauf in der 76. Minute wurde das Endresultat erzielt mit 4:0. Von unserer Seite gibt es leider nichts Positives zu vermerken, denn unsere Torchancen waren an einer Hand abzählbar und passierten erst nach dem 4:0 Stand. Nach Abpfiff der Partie verliessen wir schnurstracks und jede in ihren eigenen Gedanken vertieft, frustriert und mit hängenden Köpfen den Platz.

Am heutigen Fussballsonntag fehlte es uns nicht nur an der Passgenauigkeit, sondern auch am Willen, dem Biss und Kampfgeist. Wir hatten keine Spielpräsenz und aufgrund des stetigen Drucks des Gegners hatten wir Mühe, überhaupt ins Spiel zu finden, denn wir waren nervös und verhaspelten uns des Öfteren. Klar gibt es schlechtere Tage, aber dennoch gibt es Redebedarf und einiges, welches anzupacken und zu verbessern gilt. Denn wir können und wollen solch eine Niederlage nicht einfach hinnehmen!! Nun gilt es das Spiel abzuhacken, den Kopf zu heben und die Fehler ausführlich zu analysieren und fortan zu vermeiden. Bevor ich unter dieses Spiel komplett einen Schlussstrich ziehen kann, müssen wir traurigerweise zwei Verletzte vermelden…Nadine Baker sowie Simone Obrist haben sich in der zweiten Halbzweit je eine Verletzung zugezogen. Vor allem Letztere scheint es unglücklicherweise gröber erwischt zu haben und ein MRI ist ausstehend. Es wäre ein sehr grosser Verlust für das Team…, aber hoffen wir das Beste! In diesem Sinne wünschen wir beiden ganz gute und schnelle Genesung und hoffen auf eine positive und milde Diagnose!