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Juniorentrainingswoche extrem

Geschrieben von André Sahli am .

Seit bald 30 Jahren organisiert der FC Effretikon in der zweiten Frühlingsferienwoche die sehr beliebte Juniorentrainingswoche. Wir haben schon viel erlebt – auch Wetter technisch. Aber die diesjährige Ausgabe kann als schwierigste aller Zeit bezeichnet werden. Auf wenig Sonne folgte viel Regen und am Ende gar Schnee. Nur dank der tollen Infrastruktur, welche wir hier in Effretikon geniessen, dem Entgegenkommen der städtischen Angestellten und Erfahrung konnten wir die Woche auf eine Art und Weise durchführen, dass die Kids fast nichts von den Schwierigkeiten merkten. Darum möchte ich an dieser Stelle ein ganz grosses Dankeschön an die Stadt Illnau-Effretikon, an die Schulhausabwarte im Eselriet – dieses Jahr insbesondere an Kurt Bertschinger und das Personal im Sportzentrum – dieses Jahr insbesondere an Dani Heim. Wir hatten dieses Jahr einen markanten Anstieg an Teilnehmer. Ein Trend, der sich fortsetzt ist auch, dass die Teilnehmer/innen immer jünger werden. Hatten wir bis vor kurzem noch eine Gruppe ganz Kleine, waren es dieses Jahr schon deren drei. 

Bilder sagen manchmal mehr als tausend Worte. Darum erst mal die Aufarbeitung der Woche Tag für Tag.

180 erwartungsfrohe Kinder bei herrlichem Wetter. Es sollte der einzige wettertechnische Lichtblick dieser Woche bleiben.

Trotz (leichtem Regen trainieren alle Kinder draussen. Für solche Fälle haben die Mamis schliesslich Regenkleider und Ersatzwäsche eingepackt. Auch die Teegirls bleiben standhaft und werden teilweise vom Winde verweht.

Nichts geht mehr draussen. Sintflutartige Regenfälle und die Enten übernehmen das Eselriet. Alle gehen in die Turnhallen im Schulhaus Eselriet und das für Freitag geplante Abschlussturnier wird erstmals schon Mitte Woche ausgetragen.

Etwas weniger Regen aber deutlich kälter. Die Grossen gehen nochmal auf den Kunstrasen, während die kleineren ihr Domizil für den Rest der Woche in den Vielen Turnhallen in Effretikon aufschlagen.

Erneut geht draussen gar nichts mehr – nicht mal mehr auf dem Kunstrasen. 10cm Schnee sorgen für erneute Planänderungen. Die Kleinen bleiben in der Halle. Die Grossen beenden die Woche in der Zur Fussballhalle umfunktionierten Eishalle.

Der Tag danach und der Spuk ist vorbei. Der Schnee ist geschmolzen und die 250 gewaschenen Markierwesten können bei schönstem Wetter draussen zum Trocknen aufgehängt werden.

Nachdem im März und Anfang April schon frühsommerliche Temperaturen geherrscht hatten, war die Befürchtung es könne auf die Trainingswoche hin zu einem Wetterwechsel kommen gross und allgegenwärtig. Dass es aber so kommen würde, damit hat niemand rechnen können. Wenigstens der Start am Montag war gut. Trocken und sonnig, nicht zu heiss und nicht zu kalt. Damit war’s aber auch schon vorbei mit den positiven News von der Wetterfront. Das absolute Highlight war der Wintereinbruch am Freitag mit einer geschlossenen 10cm Schneedecke. Die Organisation der Trainingswoche ist mittlerweile Routine und die Verantwortlichen wissen kennen die Abläufe und den richtigen Zeitpunkt für alle Vorbereitungsarbeiten. Die einzige wirklich wichtige und grosse unbeeinflussbare Komponente ist das Wetter.  Dieses verlangte sowohl dem Organisator, als auch der Küchencrew und allen Leiterinnen und Leiter alles ab. Es hiess innerhalb kürzester Zeit umdisponieren, Alternativen zu finden und sicher zu stellen, dass alle irgendwo Fussballspielen können.

Essen an drei verschiedenen Orten
Das Küchenteam rund um Claudia Bienz hat normalerweise klare Abläufe. Nach dem Verteilen der Pausenverpflegung wird im Festzelt für 110 Kinder und Leiter gedeckt und um 11.30 wird das Essen geliefert. Anschliessend strömt die erste Schicht ins Zelt und 20 Minuten später ist der erste Spuk vorbei und es wird abgeräumt und für die zweite Schicht gedeckt. Danach wird aufgeräumt abgewaschen und zu guter Letzt ist die Küchencrew bevor der Küchentag sich zu Ende neigt und das Clubhaus wieder auf Vordermann gebracht wird. Dieses Jahr ging dieser Plan nur am Montag und noch so halbwegs am Dienstag auf. Am Mittwoch wurde im Materialraum des Turnhallen im Schulhaus Eselriet die Infrastruktur für die Essen aufgebaut. Da dort aber die Platzverhältnisse nicht mit denjenigen des Zeltes mithalten konnten wurden laufend 10er Grüppchen an einen der fünf 10er-Bänke eingelassen. Nachdem dies geklappt hat, wurde am Donnerstag erneut umdisponiert. Die Hälfte hat wiederum im Schulhaus gegessen und die andere Hälfte im Clubhaus, da das Zelt unter Wasser stand. Als am Freitag wegen dem Schnee rund ums Clubhaus nichts mehr ging, blieben die Kleinen gleich im Schulhaus und für die Grossen wurde im Foyer des Sportzentrums angerichtet. Diese Wechsel waren auch für den Caterer eine Herausforderung, da das Essen ständig in unterschiedlichen Mengen an verschiedene Orte gebracht werden musste. Das ganze Küchenteam sowie die vielen Teegirls haben sich aber als super flexibel herausgestellt und die Situation bravurös gemeistert.

Premiere in der Eishalle
Wegen dem Schnee am Freitag musste ein bis dahin unbekanntes Notfallszenario aus dem Hut gezaubert werden. In der Eishalle ist von Frühling bis Herbst jeweils ein spezieller Belag ausgelegt, welcher für Rollhockey gebraucht wird. Dadurch ist der harte Betonboden etwas gedämpft und erwies sich als gute Alternative zum Fussballspielen im Schnee und Pflotsch. Am Freitag führten die Grossen in der Eishalle ein zweites Turnier durch. Angezogen waren sie aber wie im Winter, da es in der teilweise offenen Halle beinahe Kälter zu sein schien als draussen. Der Abschluss am Freitag, welcher normalerweise auf der Tribüne stattfindet wurde kurzerhand auf die Rampe bei den Garderoben im Sportzentrum verlegt. Diese erlebte mit über 400 Kindern und Eltern sowie allen Helfern und Trainern ihre Kapazitätsgrenze. Kaum war die Trainingswoche vorbei herrschte wieder wunderbares Frühlings-, ja gar Frühsommerwetter. Am Tag danach konnten auf den Fussballplätzen bereits wieder Meisterschaftsspiele bei ausgezeichneten Bedingungen stattfinden.

Schwieriges Jahr
Auch wenn die Kinder und Eltern vermutlich nicht viel davon gemerkt haben, war die Trainingswoche dieses Jahr keine leichte Übung. Während wir in den Jahren zuvor keine Probleme hatten, genügend Leiter zu finden, war es diesmal ein hartes Stück Arbeit, um die rund 26 Leiterinnen und Leiter pro Tag zu finden. Und dies ausgerechnet in einem Jahr, in welchem die Teilnehmerzahlen erstmals wieder so deutlich angestiegen sind. Es gab auch vereinzelt Kinder, welche von ihren Eltern bewusst in ein Ferienprogramm gesteckt worden sind, obwohl sie dies selber nicht wollten. In dieser Form haben wir das noch nie so erlebt. Zu guter Letzt wurden auch noch ein Teil der Erinnerungs-T-Shirts zu spät geliefert. Diese werden erst in den nächsten Wochen nachgeliefert. Ach ja, die T-Shirts waren dieses Jahr erstmals pink. Viele Jahre lang haben die Mädchen nach einer Mädchenfarbe verlangt. Und da die Anzahl Mädchen stetig steigt, sollten sie dieses Jahr ihre Farbe haben. Was bei einigen Jungs prompt zu empörten Reaktionen führte.

 

Für nächstes Jahr wünschen wir uns endlich mal wieder stabiles Frühlingswetter, viele fröhliche und begeisterungsfähige Kinder, genügend Leiter, gewohnt gutes Essen und keine Verletzungen. Ach ja, wenn sich dann irgendwann mal ein Nachfolger für das Amt des Organisators finden lassen würde, käme das demselben durchaus entgegen.

 

André Sahli

Organisator Juniorentrainingswoche