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vom 25. bis 29. April 2022

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Juniorinnen Db – ein eindrücklicher Steigerungslauf

Geschrieben von L. Pescante und A. Sahli am .

Wer hätte das gedacht? Vor weniger als zwei Jahren, als sieben Girls auf einer schlecht gemähten Quartierwiese in Illnau ein erstes Mal zusammenkamen. Für ein improvisiertes Training mit klapprigen Kleintoren und zusammengesammelten Bällen aus dem Quartier. Die eben zu Ende gegangene Rückrunde der Juniorinnen Db wurde zur perfekten Saison. 9 Spiele – 9 Siege – 93 : 24 Toren. Für uns Trainer aber noch viel erfreulicher ist die Entwicklung, welche die Spielerinnen durchgemacht haben. Waren wir zu Beginn froh, wenn ein einfacher Pass ankam, zeigen die Mädchen inzwischen auch schon mal eine flüssige Kombination mit überzeugendem Torabschluss. Auch wenn der Fokus immer auf dem Spielerischen lag, war es doch auffällig, dass unser Team – obwohl alle Spielerinnen im jüngeren D-Jahrgang sind und noch ein weiteres Jahr in dieser Kategorie bleiben dürfen – punkto Fitness, Wille und Einsatzbereitschaft den Gegnerinnen das Leben schwer machten. Es gibt noch viel zu tun, aber die Basis für eine Fortsetzung der Erfolgsgeschichte ist gelegt.

Alle sieben Girls, welche im Herbst 2016 eine neue Ära bei den Effretiker Juniorinnen einläuteten, sind nach wie vor dabei. Sechs davon in den Juniorinnen Db und ein Mädchen aufgrund des Alters bei den Juniorinnen E. Auf die neue Saison hin werden sie wieder vereint auflaufen. Inzwischen durch viele weitere Mädchen ergänzt und verstärkt. Als die Juniorinnen Db vor knapp einem Jahr in ihre erste D-Saison gestiegen sind, wussten wir überhaupt nicht wo wir standen. Alle Spielerinnen waren diese Saison im jüngeren von zwei Jahrgängen. Einige hatten erst gerade mit dem Fussball begonnen. Das Auftaktspiel an einem Freitagabend (auf Wunsch des Gegners) gegen den späteren Gruppensieger haben wir nach grossem Kampf und einem Schülerturnier vom gleichen Tag bei grosser Hitze in den Beinen mit 1:5 verloren. Aber es fühlte sich gut an, da der Gegner offensichtlich stärker einzuschätzen war als wir und wir konnten zwei Drittel mithalten. In den darauf folgenden Spielen zahlten wir Lehrgeld und verloren teils zurecht teils aber auch unnötig. Dann kam Ende September das Spiel gegen Kloten. Dieses Spiel wollten wir unbedingt gewinnen und das Team tat alles dafür. Es rannte und ackerte, spielte und schoss wie nie zuvor. Es war ein Auf und Ab und zum Schluss gewannen wir mit einer grossen Willensleistung und einem Siegtreffer kurz vor Spielschluss (aus unserer Sicht) verdient mit 5:4. Dies war der Auftakt zu einer unglaublichen Siegesserie, welche bis zum Ende der eben abgelaufenen Rückrunde hielt.

Mit diesen sieben Girls startete alles im September 2016

Stetiger Steigerungslauf
Trotz der Erfolge konnten wir immer allen Spielerinnen ihre verdiente Einsatzzeit geben. Je länger die Saison dauerte, desto ausgeglichener wurden die Leistungen. Jede Spielerin hat sich auf ihrem Niveau deutlich verbessert und wir konnten mehr und mehr alle Spielerinnen auf verschiedenen Positionen einsetzen. Es ist bezeichnend, dass in der abgelaufenen Saison sieben von zwölf Spielerinnen mindestens ein Drittel im Tor standen und gar elf von zwölf Spielerinnen mindestens ein Tor erzielt haben. Der im Herbst einsetzende Steigerungslauf nahm auch im Winter seinen Fortgang. War das heimische Chlausturnier zum Auftakt der Hallensaison mit Rang 6 noch eine wahre Katastrophe – es stimmte weder spielerisch noch punkto Einsatzbereitschaft – steigerten wir uns am Turnier in Uzwil und mussten uns erst im kleinen Final geschlagen geben. Im dritten Turnier in Pfäffikon wurden wir uns erst im Final bezwungen und zum Abschluss der Hallensaison in Rüti standen wir verdientermassen zuoberst auf dem Treppchen.

Doppelbelastungen
Viele Spielerinnen waren in der Rückrunde doppelt gefordert. Da unsere Da-Juniorinnen mit Personalmangel zu kämpfen hatten, wurden viele Db Girls mit zusätzlichen Einsätzen an Wochentagen konfrontiert. Sie lieferten auch in diesen Zusatzeinsätzen eine tadellose Leistung. Überhaupt war unsere grosse Stärke die hohe Präsenz in den Trainings. Nur Verletzungen, Krankheiten und Schulanlässe hielten die Spielerinnen von einigen wenigen Trainingseinheiten ab. Ansonsten konnten wir uns immer auf unsere Juniorinnen verlassen. Und dafür gebührt ihnen ein riesiges Kompliment mit der Hoffnung, dass es auch in der kommenden Saison im gleichen Stil weitergeht. Gleichzeitig durften wir umgekehrt bei Abwesenheiten unserer Spielerinnen auch die eine oder andere Verstärkung von den Juniorinnen Da und E in Anspruch nehmen. Die Zusammenarbeit unter den Trainern war absolut vorbildlich.


Anstossen auf die perfekte Saison

Grosser Zusammenhalt trotz Reibereien
Es ist in jeglicher Hinsicht ein ganz spezielles Team, welches wir diese Saison begleiten durften. Die Spielerinnen mit sehr unterschiedlichen Stärken und Eigenschaften kamen sich immer mal wieder in die Haare. Ein friedlicher Abschlussmatch im Training – Fehlanzeige. Schlicht und einfach unmöglich. Das was andere Teams am liebsten machen – nämlich mätschle – das ging bei uns einfach nicht. Egal in welcher Zusammenstellung – irgendjemand war immer unzufrieden. Das vorangegangene Training, mit Übungen, Laufspielen, Technikdrill etc. – Tip Top. Aber mätschle – unmöglich. Sobald das Team aber auf dem Platz oder an Turnieren einem gemeinsamen Feind (sprich Gegner) gegenüberstand und ein gemeinsames Ziel verfolgen konnte, klappte es (mit wenigen Ausnahmen) wie am Schnüürchen. Das Besondere an diesem Team ist - und das mussten wir ihnen immer mal wieder vor Augen führen – dass jede Spielerin eine ganz spezielle Rolle im Ganzen hat. Fehlt ein Glied in der Kette, passt es nicht mehr. Es hat die Aggressivleader gebraucht – auch wenn sie den anderen hin und wieder tierisch auf die Nerven gegangen sind. Es braucht die ruhigen und ausgeglichenen Spielerinnen, um das Gleichgewicht im Team zu bewahren. Es braucht die Kämpferinnen, welche hin und wieder das technische Feingefühl vermissen liessen, es aber unseren Gegnerinnen unendlich schwer gemacht haben. Und es braucht auch Spielerinnen, welche noch nicht ganz so weit sind, mit ihrer Geduld Fortschritte zu machen für die anderen aber ein tierisch gutes Vorbild gewesen sind. Und neben dem Platz haben sich die Girls ebenfalls gefunden. Es müssen nicht alle beste Freundinnen sein. Aber es braucht Respekt und Akzeptanz.


Danke
Wir Trainer wollen Danke sagen für eine unglaublich coole Saison und einem Gruppensieg in der Rückrunde als Höhepunkt. Wir wollen den Girls Danke sagen für den Einsatz, den sie Woche für Woche geleistet haben. Wir wollen auch den Eltern Danke sagen, welche geholfen haben unsere Regeln durchzusetzen, die regelmässig Fahrdienste und dafür gesorgt haben, dass die Spielerinnen uns so oft im Training zur Verfügung standen (das ist übrigens der Schlüssel zum Erfolg). Wir wollen auch dem FCE danke sagen, der es uns ermöglicht, den Mädchen- und damit auch den Frauenfussball in unserem Verein weiterzubringen und uns ein supercooles Trainingsweekend in Willisau ermöglicht hat.


Sieg im Spitzenkampf gegen Uster sicherte den vorzeitigen Gruppensieg

Der nächste Schritt
Ein kurzer Blick in die Zukunft sei uns erlaubt. Schon vor den Sommerferien geht es mit dem neuen Team los. Da der Fussballverband neu nur noch 9er Fussball (bisher 9er und 7er) bei den Juniorinnen D anbietet, reicht es in der Vorrunde der neuen Saison nicht mehr für zwei D-Teams. Wir werden voraussichtlich ein Kader von rund 20 Spielerinnen haben, da fast das komplette Juniorinnen E Team zu uns stossen wird. Wir wollen im Cup so weit wie möglich kommen und damit zusätzliche Spiele generieren. Wir haben uns in der Meisterschaft in der 1. Stärkeklasse (es gibt neu zwei Stärkeklassen) angemeldet und wir werden versuchen mit zusätzlichen Testspielen dafür zu sorgen, dass alle ihre Einsatzzeit bekommen. Gleichzeitig machen wir derzeit Mitgliederwerbung und hoffen, dass wir einige Neuzugängen verbuchen können im Herbst, damit vielleicht im Frühling allenfalls ein zweites Team zur Meisterschaft angemeldet werden kann. Die Trainings werden aber aller Voraussicht nach die ganze Saison in Form eines D-Pools mit allen abgehalten. Wir wollen alle Spielerinnen ermutigen, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen. Wir wollen weiterhin ‚Sport‘ treiben und dazu gehört Leistungsbereitschaft und Fitness. Der Fokus soll aber weiterhin auf der Technik und der Weiterentwicklung des Spielverständnisses liegen. Und nicht zu vergessen, wir wollen gemeinsam weiterhin Spass haben, denn dieser ist die wichtigste Voraussetzung für Erfolg.

André und Luca - Trainer Juniorinnen Db

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Sieg Spitzenkam...