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3. Liga, Gruppe 4: FCE - SV Rümlang 4:1 (1:1)

Geschrieben von Mathijs Kläy am .

Effretikon trotz erneutem Rückstand mit souveränem Sieg
An diesem verregneten Samstagabend empfing Effretikon den Tabellenneunten aus Rümlang. Der SVR hatte in der Winterpause einen markanten Umbruch getätigt, kamen doch mit dem neuen Trainer auch ca. 15 neue Spieler zum Absteiger der letzten Saison. Mit nur sechs Punkten aus der Hinrunde schien dieser Schritt bitter nötig, um nicht sogar in der Tiefe der 4. Liga zu verschwinden. Rümlang startete dann auch perfekt in die Rückrunde und konnte aus den ersten vier Spielen starke zehn Punkte erspielen. Gegen die Spitzenteam aus Embrach und Niederweningen war dann allerdings nichts mehr zu holen. Effretikon konnte sich also auf den 5:1 Auswärtssieg aus der Hinrunde nichts einbilden und wusste um die erstarkte Rümlanger Truppe.

Wenn man beim FCE von einer Stammelf reden will, dann wären es aktuell wohl ungefähr diese 11 Akteure welche heute auf dem Platz standen. Das Tor hütete wie immer in dieser Saison Keeper Kläy, vor ihm verteidigten von links nach rechts Heimgartner, Schanz, Müller und Peter. Die Doppelsechs bildeten Dabic sowie Shahinaj, über die Flüger stürmten Danko und Zulfikari. In der Spitze starteten mit Romario und Fahrni die beiden besten Effretiker Torschützen dieser Saison. Einziger kurzfristiger Ausfall war jener von Stürmer Panzer, ansonsten konnte man auf die bewährten Kräfte zählen.

Pünktlich zum Beginn hatte es wieder angefangen zu regnen, es hiess also möglichst schnell auf Matchtemperatur zu kommen. Es starteten beide Team etwa ausgeglichen in die Partie und so konnte keiner das Spiel so richtig an sich reissen. Effretikon versuchte den Ball zu halten, was durch das hohe Anlaufen der Gäste nicht einfach war. So waren es dann auch die Rümlanger, welche zuerst im gegnerischen Strafraum auftauchen. Nach einem durcheinander im Sechzehner wurde der Ball nach rechts aussen gespielt, wo einer im grünen Trikot auftauchte und den Ball halbhoch und scharf ins Zentrum bugsierte. Die Gästestürmer verpassten zwar die Flanke, doch der Ball prallte Effretikons Dabic ans Knie und von dort ins Netz. Effi lag also, wie vor Wochenfrist, bereits bevor eine Viertelstunde gespielt war im Rückstand. Die Reaktion des Heimteams war allerdings wiederum eindrücklich! Noch während sich die Gäste beim Jubeln befanden, unterstütze sich das Heimteam lautstark gegenseitig. Man wusste wie lange noch Zeit war diesen Fehlstart zu korrigieren. Es dauerte dann gerade einmal sechs Minuten, ehe sich Fahrni und Romario durchkombinierten und letzterer im Strafraum zu Fall gebracht wurde. Ein glasklarer Penalty, dies sah auch der Schiedsrichter so. Auch wenn das altbekannte Sprichwort sagt «der gefoulte soll nie selber schiessen» schnappte sich Romario die Kugel und verwertete souverän zum Ausgleich. Effretikon gewann mehr und mehr die Kontrolle über das Spiel, doch auch Rümlang machte weiterhin einen guten Job. Müller vergab die nächste grosse Chance per Kopf und auf der anderen Seite konnte ein abgelenkter Schuss Kläy nicht wirklich beunruhigen. Es war noch nicht das Spiel der vielen Chancen, ein paar Minuten vor der Pause lag der Ball aber wieder im Tor der Gäste. Ein Flankenball von Peter wurde zuerst von Fahrni verpasst, doch da lauerte ja noch Romario. Dieser scheiterte zwar an Keeper Hasani, aber Fahrni drückte den Ball über die Linie. Wichtige 2:1 Führung, dachten alle. Der Schiedsrichter hatte aber etwas dagegen und zeigte zum Verwundern aller eine Abseitsposition an. Nichts war es mit der Führung und so gingen die Teams mit dem 1:1 in die Pause.

Einmal mehr wusste man in der Kabine, dass man noch mehr kann als das bisher gezeigte. Es würde wieder ein Geduldsspiel werden, was auch von Trainer Halimi nochmals erwähnt wurde. Effi war entschlossen in dieser zweiten Halbzeit nochmals eine Schippe draufzulegen, das merkte man den Jungs an. Einen Wechsel nahm Halimi vor, für den erschöpften Zulfikari (momentan im Fastenmonat Ramadan) kam Steiner auf den rechten Flügel. 

Genau jener Steiner hatte nach wenigen Sekunden seine erste Aktion, als er den Ball in den Rückraum der Abwehr spielte. Danko kam herangerauscht und knallte den Ball an die Latte. Das Heimteam wirkte nun wacher und energischer und konnte somit das Spielgeschehen sofort an sich reissen. Bei Rümlang schwanden die Kräfte, so dass man das hohe Pressing aus der ersten Hälfte nicht weiterführen konnte. Steiner war eine Belebung auf dem Flügel und konnte sich immer wieder gegen seinen Gegenspieler durchsetzen. Meistens war man in den Abspielen in Tornähe leider noch zu ungenau. Die nächste dicke Chance besass Fahrni nach Vorarbeit von Steiner. Aus aussichtsreicher Position traf er den Ball nicht wunschgemäss, weshalb Hasani parieren konnte. Effi versuchte sich immer wieder und wurde in der 67’ Spielminute belohnt. Ein Flankenball von Danko bugsierte Rümlangs Captain an die eigene Lattenunterkante. War der Ball da schon hinter der Linie? Romario wars egal, er stand bereit und drückte den Ball definitiv über die Linie. Gross der Jubel beim Heimteam, endlich war die Führung gelungen. Der SVR konnte darauf nicht reagieren und blieb weiterhin ohne gefährlichen Abschluss in Halbzeit Zwei. Stattdessen war es wieder Romario, der alleine auf das Tor ziehen konnte, jedoch an Hasani scheiterte. Effretikon nahm nun die nächsten Wechsel vor, für Peter kam Emrulahi und Danko wurde durch Sentürk ersetzt. Wenige Minute später fand ein hoher Ball Kläy’s den Kopf von Fahrni, welcher perfekt verlängerte. In der Spitze spekulierte Sentürk richtig, zog am herauseilenden Hasani vorbei und vollstreckte zum 3:1. Die Vorentscheidung? Rümlang kam kurz darauf zur ersten Chance seit langem, doch Schanz blockte den Ball in extremis auf Kosten eines Eckballes. Nach diesem Eckball fiel plötzlich Rümlangs Salluce im Strafraum und der Schiri zeigte nach einigen Sekunden auf den Punkt. Wieso der Rümlanger fiel, wusste niemand so genau. Salluce munierte eine Berührung am Fuss, der Schiedsrichter wollte allerdings ein Stossen gesehen haben. Wie auch immer, Elfmeter für die Gäste und die Chance wieder ins Spiel zu finden. Ljatifi schnappte sich den Ball und versuchte es unten rechts. Kläy ahnte diese Ecke und parierte den nicht sonderlich gut geschossenen Penalty. Der Abpraller landete nochmals bei Ljatifi, doch mit vereinten Kräften konnte Effi die Szene bereinigen. Riesen Jubel beim Heimteam!

Kurz darauf war dann auch für Romario Schluss, für Ihn kam Schärz. Genau dieser hatte kurz darauf die Gelegenheit zum 4:1, als Hasani einen Fahrni Schuss direkt in seine Füsse prallen liess. Er war wohl zu überrascht und setzte den Ball aus wenigen Metern am Tor vorbei. Er bekam in der Nachspielzeit allerdings nochmals zu eine Topchance, als ihn Shahinaj mit einem schnell ausgeführten Freistoss auf die Reise schickte. Dies liess sich Schärz nun nicht nehmen und schlenzte den Ball in Danko Manier, so seine eigenen Worte, zum 4:1 ins Gehäuse.

Die nächsten drei Punkte sind also im trockenen und man darf vor allem mit dem gezeigten in Hälfte Zwei zufrieden sein. Verfolger Bülach gewann sein Spiel gegen Neftenbach mit 2:0, weshalb das Polster vier Runden vor Schluss immer noch fünf Punkte beträgt. Ebenfalls siegreich war Embrach im Spitzenspiel bei Niederweningen und folgt somit einen Punkt hinter Bülach. Genau dieses Embrach ist auch der nächste Gegner der Effretiker. Am nächsten Sonntag um 15:00 ist in Embrach also wieder Spitzenspiel angesagt!