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3. Liga, Gruppe 4: FC Embrach - FCE 0:5 (0:3)

Geschrieben von Mathijs Kläy am .

Effretikons Machtdemonstration in Embrach
Tabellenführer Effretikon war an diesem Sonntagnachmittag zu Gast beim Tabellendritten aus Embrach. Was vor einer Woche noch wie ein absoluter Aufstiegskampf aussah, hatte sich unter der Woche leicht revidiert. Embrach hatte im vorgezogenen Spiel der 20 Runde eine empfindliche Niederlage gegen Volketswil einstecken müssen und sich somit aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet. Trotzt allem erwartete man eine enge Partie zwischen den beiden FCE’s.
Effretikon nahm gegenüber dem Rümlangspiel vor Wochenfrist nur eine kleine Änderung vor, statt Zulfikari startete heute Sentürk auf dem rechten Flügel. Allen im Effretiker Lager war die Wichtigkeit dieses Spieles bewusst, wollte man Verfolger Bülach doch gar nicht erst rankommen lassen.

In den letzten beiden Spielen hatte Effi den Start jeweils verschlafen und beide Male den frühen Rückstand hinnehmen müssen. Nicht so in diesem Spiel. Effi startete stark und hätte nach vier Minuten bereits in Führung gehen können, doch Danko verstolperte den Ball wenige Meter vor dem Tor. Nur wenige Zeigerumdrehungen später war es wieder Effretikons linker Flügel, der mit links abzog und an Schnidrig im Tor des Heimteams scheiterte. Den Nachschuss des aufgerückten Heimgartners konnte ein Verteidiger auf der Linie klären. Embrach hatte in den Startminuten nichts zu melden und bekundete Mühe den Ball in den eigenen Reihen zu halten. So passierte nach zehn Minuten das unvermeidbare, als Sentürk mit einem Flankenball aus dem Halbfeld Fahrni lancierte, dieser den Ball mit der Brust mitnahm und anschliessend regelrecht ins Gehäuse drückte!

Mit der Führung im Rücken würde es für die Gäste noch einfacher werden, dachte man. Dem war leider nicht so, Effi liess es etwas ruhiger angehen und hatte einige unnötige Ballverluste zu vermelden. Besonders Müller hatte zu Beginn Mühe mit der sehr stumpfen Unterlage, doch mit dem Wechsel von Stollen auf Nocken kam die Sicherheit wieder zurück. Embrach hatte nun etwas mehr vom Spiel und kam auch zu Abschlüssen, welche allerdings meist zu unpräzise waren und Kläy vor keine Probleme stellten. Effretikon tauchte weiterhin gefährlich vor dem Embracher Tor auf, liess in dieser Phase aber die absolute Kaltschnäuzigkeit vermissen. So verlief das Spiel bis zum Ablauf der ersten halben Stunde eher ruhig, ehe die Gäste erneut zuschlugen. Embrachs Innenverteidiger wurde einmal mehr schon im Spielaufbau gestört, so dass dieser sich im Dribbling versuchte. Danko schnappte sich den Ball und vollstreckte zum 2:0. Effretikon gewann nun wieder klar die Oberhand in diesem Spiel und strebte den nächsten Treffer an. Es dauerte dann auch gerade einmal fünf Minuten, ehe Danko wieder durchbrach und Schnidrig zur Parade zwang. Sein Abpraller landete beim heranstürmenden Fahrni, welcher sich vom störenden Verteidiger nicht beindrucken liess und resolut vollstreckte. Die Vorentscheidung! Die Gäste hätten zur Pause auch gut und gern mit 2,3 Toren höher führen können, die grösste Chance vergab Romario kurz vor der Pause, als er vor dem Tor völlig freistehend einen aufspringenden Ball nicht richtig traf.

Was diese Effretiker Mannschaft auszeichnet, ist unter anderem das selbstkritische beachten der eigenen Leistung. So wurde in der Gästekabine trotzt 3:0 Führung heftig diskutiert, was man besser machen könnte und vor allem auch die Phase zwischen erstem und zweitem Treffer kritisch beäugt. Coach Halimi beruhigte dann sein Team und zeigte auf, was in Hälfte Zwei noch angepasst werden müsse. Personell hiess dies zur Halbzeit Feierabend für
Heimgartner und Sentürk, für die beiden kamen Steiner sowie Panzer. Wichtig war für Effi, sich nicht zu sicher zu fühlen.

Wer nun ein Aufbäumen der Embracher erwartet hatte, sah sich getäuscht. Das Heimteam war weiterhin weit davon entfernt zum Torerfolg zu kommen. So schalteten die Effretiker nun merklich ein paar Gänge zurück und behielten die Spielkontrolle trotzdem in den eigenen Händen. Auch zu Torchancen kamen die Gäste weiterhin in Regelmässigen Abständen. Danko scheiterte aus kurzer Distanz, Shahinaj scheiterte nach seinem Solo nur knapp und Müller konnte seinen Kopfball nicht genug drücken, so dass er übers Tor flog. Nach etwa einer Stunde kam dann auch Embrach zur ersten richtig gefährlichen Aktion. Paradiso zog aus etwa 25 Metern per Halbvolley ab, doch Kläy konnte den strammen Schuss gerade noch so über die Latte lenken. Kurze Zeit war dann die definitive Entscheidung Tatsache. Panzer wurde im 16er gelegt und Romario zeigte sich vom Elfmeterpunkt wie immer kalt wie eine Hundeschnauze und versenkte zum 4:0. Bei Effretikon begann nun das grosse Wechseln, so dass am Ende alle 18 im Kader stehenden Spieler Ihre Einsatzminuten erhielten. Am Spielgeschehen änderte sich indes nicht wirklich etwas, Embrach hatte sich endgültig aufgegeben. Bei Effi passte durch die vielen Wechsel auch nicht mehr allzu viel zusammen, so dass das Spiel nun so vor sich hinplätscherte. Rund zehn Minuten nach dem Treffer Romarios starteten die Gäste einen nächsten vielversprechenden Angriff über die linke Seite. Der Ball landete am Ende bei Zuflikari, welcher mit dem herausstürmenden Schnidirg zusammenprallte. Der Ball landete vor den Füssen von Müller, welcher keine Mühe bekundete diesen im verlassenen Tor unterzubringen. Embrach kam dann noch zur besten Chance des Spiels, allerdings unter gütiger Mithilfe von Keeper Kläy. Dieser versuchte sich kurz vor Schluss noch in der Disziplin Dribbling und scheiterte auf ganzer Linie. De Fillipo schnappte sich die Kugel und hatte das freie Tor vor sich. Aus einigermassen spitzem Winkel traf er es allerdings nicht, eine bezeichnende Szene für den Auftritt des Heimteams.

Effretikon liess heute zu praktisch keinem Zeitpunkt Zweifel daran aufkommen, wer heute als Sieger aus dieser Partie gehen würde. Ein überzeugender Auftritt des Tabellenführers gegen ein enttäuschendes Embrach, welches nun auch rechnerisch keine Chance mehr auf den Aufstieg hat. Effretikons letzter Verfolger Bülach gewann seine Partie bei Bassersdorfs Reserven souverän mit 4:1, so dass weiterhin das fünf Punkte Polster besteht. Nächste Woche besteht theoretisch die erste Chance auf den Aufstieg, sollte man die nächsten drei Punkte holen und Bülach nicht gewinnen. Da Bülach gegen den Tabellenvorletzten Veltheim 2 spielt, darf dies zumindest angezweifelt werden. Effretikons Gegner nächste Woche heisst Niederweningen. Mit dem FCN hat man noch eine dicke Rechnung offen, hat man da doch die bisher einzige Saisonniederlage kassiert. Spielbeginn ist am nächsten Samstag um 18:00 im Eselriet