Schülerturnier 2019
Spielpläne für das FCE-Schülerturnier 2019 vom Samstag, 29. Juni sind online.

Hier zu den Infos..



3. Liga, Gruppe 4: FCE - FC Kloten 9:5 (2:4)

Geschrieben von Mathijs Kläy am .

EIN TEAM, EIN ZIEL – MISSION ERFÜLLT Cool Lächelnd Zunge raus
Im letzten Heimspiel dieser Saison traf Effretikon auf den FC Kloten. Doch es war kein gewöhnliches Verabschieden angesagt, so wie es in den letzten Jahren der Fall war. Nein, dies könnte ein Tag werden, welcher in die Geschichte des FC Effretikons eingeht. Als man 2014 aus der 2.Liga abstieg, erhoffte man sich diesen Tag wohl etwas früher. Leider verschwand man im Mittelfeld der 3.Liga und hatte jeweils nichts zu melden in Sachen Aufstieg. Nach dem Abstieg und im Jahr danach fand beim FCE allerdings auch ein grosser Umbruch statt. Viele langjährige Leistungsträger verliessen das Team und so hiess es, etwas Neues aufzubauen. Von den jungen Zweitligaerfahrenen um Fahrni, Danko, Kläy oder Schanz wurde verlangt, mehr Verantwortung zu übernehmen. Dies war zu Beginn nicht immer einfach, doch ich denke alle sind daran gewachsen und können diese Rolle unterdessen top ausfüllen.

Geholfen haben da natürlich auch sehr erfahrene Spieler wie Panzer oder auch Shahinaj, welcher zum FCE zurückkehrte. Nicht zu vergessen all die jungen Wilden, welche angeführt von Romario in den ersten Jahren Aktivfussball ein wenig Lehrgeld zahlen mussten, aber unterdessen fester und wichtiger Bestandteil der 1.Mannschaft sind! Die Ausgangslage war klar, mit einem Sieg würde Effi den Aufstieg perfekt machen! 
Das Team traf sich an diesem Samstag bereits um 14 Uhr, um ein gemeinsames Mittagessen einzunehmen. Man merkte allen an, dass man den Anpfiff nicht mehr erwarten konnte.

Perfekte Kulisse
Das Wetter war perfekt und als man dann endlich auf den Platz lief wurde man von einer tollen Kulisse empfangen. Um die 300 Leute hatten sich eingefunden um ein, soviel vorneweg, denkwürdiges Spiel zu erleben.

Effretikon startete in der Defensive mit dem gleichen Personal wie in den letzten Wochen. Vom Quartett in der Offensive fiel aber Romario durch seine Fussverletzung aus dem Niederweningen Spiel aus und Sentürk weilte in den Ferien. Somit starteten Zulfikari und Emrulahi als Ergänzung zu Fahrni sowie Danko.

Für ein Grossteil der Mannschaft war dies das erste Aufstiegsspiel in Ihrer Aktivkarriere. Da war natürlich klar, dass eine gewisse Anspannung und Nervosität herrschte. Trotz allem ist absolut nicht zu erklären, was in der ersten Halbzeit passierte. Nach etwas mehr als einer Minute verlor Emrulahi den Ball in der Vorwärtsbewegung und Kloten konterte. Stürmer Weiss zog überraschend aus grosser Distanz ab. Was wohl ein Lob über Kläy werden sollte misslang und der Ball setze bereits vor Effretikons Keeper auf. Dieser war völlig überrascht und musste den Ball passieren lassen. Eine, sagen wir mal, ziemlich unglückliche Aktion des Effretiker Schlussmannes. Kaum hatte das Spiel also begonnen, schon lag der Favorit zurück. Effretikon brauchte eine Weile um sich von diesem Schock zu erholen. Man hatte viel Ballbesitz zu verzeichnen, doch trat offensiv noch nicht in Erscheinung. Nach zwanzig Minuten schien Effi dann angekommen in diesem Spiel. Eine Flanke von Dabic fand vor dem Tor Fahrni, welcher sich im Luftkampf gegen Keeper Crispi durchsetzte und den Ausgleich erzielte. Kurz darauf kombinierten sich das Heimteam in den Strafraum, Torschütze Fahrni kam zum Abschluss aber scheiterte diesmal an Crispi.

Eine weitere Chance zur erstmaligen Führung bekam man durch einen seitlichen Freistoss. Zulfikari entschied sich für die Variante, den Ball in den Rückraum auf Danko zu legen. Leider blieb es beim Versuch und Kloten ahnte das Ganze. Sofort schalteten sie in den Kontermodus und rannten in einem drei gegen drei auf die Effretiker Defensive zu. Emrulahi liess sich zu leicht abschütteln so das schnell ein drei gegen zwei entstand. Mit einem Doppelpass wurde Peter ausgespielt und Klotens Weiss schob aus wenigen Metern eiskalt ein. Coach Halimi schäumte auf der Bank und bereitete bereits erste Wechsel vor. Effretikon war durch den abermaligen Rückstand in Schockstarre und dies zeigte sich beim nächsten Klotener Angriff. Ein Flankenball konnte Müller abfangen, doch sein Klärungsversuch landete direkt bei einem Spieler in Rot. Aus knapp 16 Meter hatte dieser keine Probleme und versenkte die Kugel via Innenpfosten zum 1:3.

Nun hatte Halimi genug und es kamen Steiner und Panzer für Zulfikari sowie Emrulahi. Viel besser wurde es nicht, zu verunsichert war man ab diesem Zeitpunkt. Als man fünf Minuten vor der Pause das nächste Tor kassierte, schien das Spiel entschieden. Ein Eckball wurde an den vorderen Pfosten getreten, wo Heimgartner seinen Gegner aus den Augen verlor und dieser aus kurzer Distanz nur noch einzunicken brauchte. Im letzten Angriff vor dem Pausenpfiff bediente Fahrni dann allerdings noch Panzer, welcher zumindest einmal verkürzen konnte.

Eine Standpauke, die Wirkung zeigte
Was in der Kabine abging, dies kann man sich wohl denken. Die Standpauke von Halimi sollte Wirkung zeigen. Das System wurde geändert und man spielte fortan mit nur drei Verteidigern und der totalen Offensive. Schärz kam für Peter in die Partie. Wieder unten auf dem Feld stand das Team nochmals zusammen und man schwor sich, nun den vielen Zuschauern endlich zu zeigen was man draufhat!
 

Was sich dann in der zweiten Halbzeit abspielte, war etwas vom verrücktesten was man in den letzten Jahren im Eselriet erlebt hat. Effretikon startete schwungvoll und man merkte, dass hier noch etwas möglich ist. Fünf Minuten nach Wiederanpfiff wurde Panzer lanciert, setzte zum Lob an doch traf nur die Latte. Schärz war mitgelaufen und kam an den Ball, setzte ihn aber kläglich am leeren Tor vorbei. Ein enttäuschtes Raunen ging durch die Zuschauer und viele hatten nach dieser Aktion eine Wende wohl abgeschrieben. Was nun aber passierte, ist kaum in Worte zu fassen! Steiner brachte den Ball scharf ins Zentrum, wo Panzer stand und ihn mit aller angesammelter Wut in die Maschen drosch. Nur drei Zeigerumdrehungen später stand Schärz wieder alleine vor dem Tor und diesmal liess er sich die Chance nicht nehmen, der Ausgleich war perfekt!

Richtig verrückt
Als wäre dies alles nicht schon verrückt genug, schlug Dabic eine Minute später einen Freistoss hoch in den Strafraum auf Fahrni. Dieser verlängerte per Kopf und da stand Shahinaj, der die Kugel Volley unter die Latte donnerte. Das Spiel war innerhalb von sieben Minuten auf den Kopf gestellt, Effi führte 5:4 und das Eselriet explodierte. Was für eine Phase des Heimteams! Es dauerte weitere sechs Minuten, bevor die nächsten Jubelstürme durchs Eselriet brandeten. Fahrni hatte auf links Danko angespielt, dieser zog in die Mitte und legte für Panzer auf, welcher sein drittes Tor an diesem Tag erzielte. Als kurz darauf Klotens Serge mit gelbrot vom Platz flog, hatte sich innerhalb von zwanzig Minuten alles geändert. Effretikon befand sich nun kurz vor dem Aufstieg. Die letzten Zweifel, welche aufgrund des speziellen Spielverlaufes sicherlich noch vorhanden waren, beseitigte Fahrni nach 75 Minuten. Zum zweiten Mal an diesem Abend sprang er höher als Keeper Crispi und stellte auf 7:4. Da es das Spiel der offenen Tore war, fielen bis zum Schluss noch drei weitere Treffer. Panzer machte sich zum Vierfachtorschützen und Dabic traf per Elfmeter zum ersten Mal im Trikot der Effretiker. Der Schlusspunkt gehörte dann noch Kloten. Eine Freistossflanke lenkte Stürmer Erenoglu klar mit der Hand ins Tor. Einzig der Schiedsrichter wollte dies nicht gesehen haben, doch dass war an diesem Abend nebensächlich.

An der Seitenlinie hatten die Feierlichkeiten bereits begonnen und alles wartete auf den Abpfiff. Dann war es soweit! Auf die schlechteste Halbzeit der Saison folgte eine der besten und so war man am Ende am Ziel: DER AUFSTIEG WAR PERFEKT!! 

Rückblickend auf diese Saison darf man sicherlich von einem verdienten Aufstieg sprechen. Nur eine Niederlage sowie fünf Unentschieden stehen fünfzehn Siegen gegenüber. Verfolger Bülach hat Effi allerdings bis zum Schluss alles abverlangt und ebenfalls eine starke Saison gespielt. Gratulation dazu und viel Glück in der nächsten Saison.

Keeper Kläy stattete anschliessend etwa die Hälfte des Teams mit Liverpool Shirts aus und als die Reds ebenfalls siegten stand einer langen Nacht noch weniger im Weg Cool 

Ahja und übrigens… Chrigi Panzer FUSSBALLGOTT!!!!