Chlausturnier 2019 - ab sofort anmelden

An den Wochenenden vom 16. November bis 15. Dezember findet wieder das beliebte Chlausturnier des FC Effretikon statt.
Jetzt einen Platz sichern und sofort anmelden. Hier zu den Infos und zur Online-Anmeldung 



2. Liga, Gruppe 2: FC Wallisellen - FCE 1:3

Geschrieben von Mathijs Kläy am .

Effretikon dank starker 2. Halbzeit zum ersten Saisonsieg
Der FCE reiste an diesem heissen Augustsonntag nach Wallisellen zum ersten 2.Liga Auswärtsspiel seit einigen Jahren. Nachdem man sich vor Wochenfrist den Zürchern aus Oerlikon beugen musste, wollte man heute unbedingt eine Reaktion zeigen und sich so in der neuen Liga anmelden. Aufgrund Bauarbeiten rund um den Rasenplatz Wallisellens war heute, bei knapp 30 Grad, Kunstrasen angesagt. Sicherlich nicht die beste Kombination, doch die Jungs aus Effretikon wollten dies als Ansporn nutzen.

Das FCE Trainerduo Halimi/Bierbrodt musste heute bereits auf einige Positionen umstellen. Schneller (Fussverletztung / Rückkehr unbekannt) sowie Fahrni (Knieverletztung / ca. 6 Wochen Out) hatte es im Spiel gegen Oerlikon erwischt. Ausserdem sass Murati diesmal zu Beginn auf der Bank. So sah Effretikons Aufstellung folgendermassen aus. Kläy im Tor, vor ihm von links nach rechts Steiner, Lienhard, Müller und Heimgartner. Unverändert die Doppelsechs mit Dabic und Zulfikari. Romario rückte für Fahrni ins Zentrum, über die Flügel kamen Bärtschi und Emrulahi und in der Spitze spielte wie gewohnt Panzer. Shahinaj und Danko waren zurück aus den Ferien und besetzten die starke Effretiker Bank.

Die Gäste mussten sich durch diese Umstellungen erst etwas finden, so dass Wallisellen besser in die Partie kam und das eigene Passspiel besser aufziehen konnte. In der ersten Viertelstunde kam es zu keinen Nennenswerten Szenen vor den beiden Toren. Beiden Mannschaften sah man an, ja nicht in Rückstand geraten zu wollen. Bei diesen äusseren Bedingungen wird es immer sehr schwer, wenn man anrennen muss. Nach Ablauf dieser ersten Phase des Abtastens kam das Heimteam immer besser auf. Brembilla kam am Sechzehnerrand an den Ball, setzte sich gut durch und prüfte Keeper Kläy ein erstes Mal. Effi fand in der Offensive weiterhin nicht statt und musste daher aufpassen hinten nichts anbrennen zu lassen. Ein Weitschuss fand den Weg in die Arme von Kläy und auch der Abschluss von Moor aus aussichtsreicher Position konnte Effretikons Captain nicht weiter beunruhigen. Nach etwa 25 Minuten pfiff der Schiedsrichter zur ersten Trinkpause. Halimi versuchte sofort Einfluss auf sein Team zu nehmen da er merkte, dass es so nicht lange gutgehen konnte. Leider griffen diese Worte überhaupt nicht, Effi verschlief den Neustart nach der Trinkpause komplett. Das Heimteam spielte sich über die rechte Angriffsseite durch und konnte Tugay in Szene setzten. Dieser tauchte wenige Meter vor dem Effretiker Gehäuse auf und zog ab. Kläy parierte diesen Abschluss noch reflexstark, doch Brembilla war wacher als die Gäste und vollstreckte den Abpraller per Halbvolley.

Nun musste mehr kommen von den in blau spielenden Gästen. Bärtschi konnte sich über links für einmal gut durchsetzen, seine Flanke stellte FCW Keeper Muggler zwar vor Probleme, doch kein Effretiker stand bereit den Abpraller zu verwerten. Weiterhin aber hatte man Probleme, den Ball über einen längeren Zeitraum in den eigenen Reihen zu halten. Halimi reagierte bereits und brachte Murati für Emrulahi. Ein Freistoss von Dabic flog deutlich übers Tor und Romario scheiterte, mit der besten Gästechance der ersten Halbzeit, am stark reagierenden Muggler. Das Heimteam kam ebenfalls noch zu Abschlüssen, Kläy war aber jeweils auf dem Posten.

In der FCE Kabine war man überhaupt nicht zufrieden mit der Leistung. Man wusste das man in der zweiten Hälfte viel mehr zeigen musste. Halimi sprach vor allem den Ballbesitz an, welchen man besonders in der eigenen Hälfte stark verbessern musste. Eine kurze und knappe Ansage und die Gäste waren bereits einige Minuten vor dem Gegner zurück auf dem Platz. Ausserdem wurde Bärtschi durch Sommerneuzugang Jevtic ersetzt.

Effretikon kam dann auch besser aus der Pause, allerdings ohne vorerst richtig gefährlich zu werden. Es brauchte wie so oft im Fussball eine Standartsituation um zum Torerfolg zu kommen. Ein seitlicher Freistoss, getreten von Dabic, segelte hinter die Abwehr der Gastgeber, wo Romario bereitstand und vollstreckte. Nach 52 gespielten Minuten begann diese Partie wieder bei null. Natürlich hatte der FCE nun das Momentum auf seiner Seite und konnte dies je länger das Spiel dauerte umso mehr nutzen. Hinten liess man in der zweiten Halbzeit ausser ein paar Fernschüssen welche das Tor verfehlten gar nichts mehr zu. Selber konnte man immer wieder kleine Nadelstiche setzen. Murati erlief einen langen Ball von Kläy, setzte sich auf dem Flügel durch und bediente in der Mitte Panzer, welcher den Ball aber nicht richtig traf. Nach einer Stunde brachte Halimi mit Shahinaj und Gashi nochmals frische Kräfte. Besonders durch die Hereinnahme Shahinaj’s und dessen zusätzlicher Präsenz in der Luft hatten die Gäste nun eine neue Option geschaffen, jene des langen Balles. So versuchte man nun die richtige Mischung aus kontrolliertem Ballbesitz und schnellen Umschaltens zu finden. Genau dies wurde von Halimi während der zweiten Trinkpause (70’) angesprochen. Effretikon wirkte nun wacher, konnte sich aber die ganz grossen Chancen weiterhin nicht erarbeiten. Jevtic wurde ein ums andere Mal aus dem Offside zurückgepfiffen und als er einmal auf halblinker Position auftauchte ohne dass der Linienrichter seine Fahne hob, scheiterte er mit seinem wuchtigen Volley am gut reagierenden Muggler. Fünf Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit suchte Kläy mit einem langen Abschlag wieder einmal Shahinaj. Dieser wurde zuerst von der Hintermannschaft des FCW noch geblockt, doch Shahinaj setzte vehement nach und luchste dem Innenverteidiger den Ball ab. So zog er alleine Richtung Muggler und blieb vor dem Tor eiskalt. Endlich die Führung für den FCE. Nun stellten sich alle auf eine Schlussoffensive der Gastgeber ein, doch diese wurde von Effi im Keim erstickt. Müller brachte einen weiten Einwurf in den Strafraum, Heimgartner verlängerte und am zweiten Pfosten stand Murati völlig blank und drosch den Ball zu Entscheidung in die Maschen!

Effretikon kam also nach einer klaren Leistungssteigerung nach der Pause zum ersten Sieg in der neuen Liga. Natürlich gibt es immernoch einiges zu verbessern, was allen bewusst ist. Vorallem Leistungen wie in der ersten Hälfte werden von anderen Gegnern noch härter bestraft. Nun darf man sich aber über den schlussendlich verdienten Sieg freuen und dann heisst es volle Konzentration auf den FC Uster. Anspielzeit gegen den Absteiger aus der 2.Liga Interregional ist am nächsten Samstag um 18:00 im heimischen Eselriet.