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2. Liga, Gruppe 2: FCE - FC Uster 1:2 (0:1)

Geschrieben von Mathijs Kläy am .

Effretikon mit später Niederlage im Heimspiel gegen Uster
Bereits stand das zweite Heimspiel in dieser Saison an. Bei warmen 26 Grad empfing der FCE heute einen der beiden Absteiger aus der 2.Liga interregional, den FC Uster. Wer beim Spiel Absteiger gegen Aufsteiger zu favorisieren ist, muss man wohl niemandem erklären. Uster war allerdings gleich in dieser Saison gestartet wie die Effretiker. Nach zwei Spielen standen beide Teams mit drei Punkten da.

Effi startete praktisch gleich in die Partie wie vor Wochenfrist in Wallisellen, einziger Wechsel war auf der Sechserposition, wo heute Shahinaj anstelle von Zulfikari spielte. So sah Effretikons Aufstellung folgendermassen aus. Kläy im Tor, vor ihm von links nach rechts Steiner, Lienhard, Müller und Heimgartner. Die Doppelsechs mit Dabic und Shahinaj, und vorne wieder das Quartett aus Romario, Bärtschi, Emrulahi und Panzer.

Die Gäste zeigten ab der ersten Minute, dass Sie hier und heute Vollgas um die drei Punkte spielen würden. Effretikon zeigte sich durch das hohe Pressing des FCU verunsichert und konnte den Ball kaum in den eigenen Reihen halten. Man überstand diesen ersten Ansturm aber noch ziemlich schadlos, so kam Uster zwar immer wieder gefährlich Richtung Tor, allerdings ohne wirkliche Torchancen herauszuspielen. Es brauchte einen Lapsus von Heimgartner, dem ein Rückpass zu Kläy völlig missriet und so Usters Kuelo alleine vor Kläy auftauchte. Kuelo legte den Ball zurück zu einem mitgelaufenen Mitspieler, dessen Schuss von Effi geblockt werden konnte. Der Ball landete allerdings wieder bei einem Roten, doch hier war Kläy zur Stelle und entschärfte die Kugel. Uster fand nun aber immer wieder den direkteren Weg aufs Tor. Eine Freistossflanke von Barreiro wurde länger und länger, am zweiten Pfosten wurde der Ball zurückgeköpft und dann scheiterte Kuelo an der Oberkante der Latte. Kläy wäre hier aber wohl auf dem Posten gewesen. Anders sah es kurze Zeit später aus, als wiederum ein Freistoss von Barreiro hinter Kläy ans Lattenkreuz klatschte. Das Heimteam konnte sich spätestens jetzt glücklich schätzen noch nicht im Hintertreffen zu sein. Weiterhin hatte man grösste Mühe sich in die Nähe des Gästesechzehners durchzuspielen und als Bärtschi für einmal Platz auf dem linken Flügel hatte, versprang ihm der Ball, der für den im Zentrum freistehenden Romario gedacht war. Es wirkte so, als könne das Heimteam heute nur über Standardsituationen überhaupt gefährlich werden. So kam Lienhard dann auch zu Effi’s bester Chance, als er nach einem Eckball per Volley abzog aber klar über Tor zielte. Es war schon fast Pause und im Lager der Effretiker hätte man dieses Unentschieden nur zu gerne in die Kabine genommen. Ein letzter langer Ball wurde von Stürmer Dzepo verlängert, Bokir setzte sich vehement gegen Heimgartner durch und bezwang Kläy aus kürzester Distanz.

Coach Halimi war zurecht stinksauer über die Leistung seines Teams. Viel zu ängstlich, viel zu wenig Überzeugung, so sein Fazit. Er reagierte auch personell, nahm die beiden Flügel Bärtschi und Emrulahi vom Platz, für Sie kamen Danko und Murati. Effretikon war wie vor einer Woche schon einige Augenblicke vor dem Gegner auf dem Platz und man schwor sich im Kreis nochmals ein. Man wollte nun eine Reaktion zeigen und bei diesem Spielstand war ja noch alles möglich.

Tatsächlich wurde das Spiel des Heimteams nun besser. Bereits wenige Sekunden nach Wiederanpfiff wurde Danko lanciert, brachte den Ball scharf in den Strafraum wo Panzer nur knapp verpasste. Das Spiel wurde nun offener, doch die besseren Chancen hatte weiterhin Uster. Ein Geschoss von Kuelo aus der Distanz konnte Kläy gerade noch so zu Ecke klären. Kurz darauf wäre aber auch Effretikons Keeper machtlos gewesen, als Rama freigespielt wurde und die Kugel an den rechten Innenpfosten setzte. Das Gehäuse war heute eindeutig ein Freund des Heimteams. Als wiederum nur wenige Minute später Dzepo seinen Kopfball von Kläy stark aus dem Winkel gefischt sah, wäre das 2:0 überfällig gewesen. Trotzdem war Effretikon in Sachen Spielanteilen nun ebenbürtig, es fehlte aber an der letzten Überzeugung in der gegnerischen Hälfte. So stand es weiterhin nur 1:0 und man hoffte im Eselriet natürlich auf den Lucky Punch. Ganz nach dem Motto «wer sie vorne nicht macht, kriegt sie irgendwann hinten». Eine Viertelstunde vor Schluss fand ein weiter Einwurf Danko im Strafraum. Dieser legte gekonnt ab auf den aufgerückten Dabic und dieser versenkte den Ball tatsächlich unten links zum Ausgleich. Uster war nun natürlich gereizt und zeigte sich noch offensiver. Viele hohe Bälle flogen nun in Effi’s Strafraum, doch das Innenverteidigerduo Lienhard, Müller wehrte sich nach Kräften. Effretikon kam nun zu guten Konterchancen, welche aber meistens etwas gar früh zu Ende waren. Fünf Minuten vor Schluss setzte sich Murati auf dem Flügel durch und fand im Zentrum Romario. Er legte sich den Ball auf den linken Fuss und zog ab, doch im allerletzten Moment warf sich ein roter dazwischen. Das hätte den Spielverlauf natürlich vollkommen auf den Kopf stellen können. Nur kurze Zeit später klingelte es dann aber doch noch einmal im Gehäuse des Heimteams. Effi stand zu weit auseinander, so dass Uster viel Freiheiten auf der rechten Seite genoss. Ein sauber vorgetragener Angriff wurde in den Rücken der Abwehr gespielt. Bokir schoss zwar noch Müller an, doch dann war Dzepo zu Stelle und schoss aus wenigen Metern ein. Uster spielte dieses Resultat dann äusserst souverän herunter. Nach einer doch eher kurzen Nachspielzeit pfiff der nicht immer sicher wirkende Schiedsrichter diese Partie ab.

Ein absolut verdienter Sieg der Gäste und doch waren die Effretiker natürlich enttäuscht, war man doch so nahe an einem Punktgewinn. Es gilt die richtigen Schlüsse aus dieser Partie zu ziehen und vorallem von nun an bereits in der ersten Hälfte bereit zu sein. Für den FCE geht es am Donnerstag in einer Woche weiter, dann trifft man auf den zweiten Absteiger der Gruppe, den FC Dübendorf. Anspielzeit auf dem Zelgli ist um 20:15.