2. Liga, Gruppe 2: FC Brüttisellen/Dietlikon - FCE 0:0

Geschrieben von Mathijs Kläy am .

Gerechte Punkteteilung im Derby bei Brüttisellen
Zum ersten Mal seit über einem Jahr musste man in Effretikon zwei Pflichtspiele hintereinander als Verlierer vom Platz. Bedenkt man aber, dass diese zwei Niederlagen gegen den aktuellen Zweit- und Drittplatzierten der 2.Liga Gruppe entstanden sind, ist es noch nicht weiter schlimm. Mehr zu denken dürfte die Defensive Leistung aus diesen beiden Partien geben, hat man da doch gleich 10 Tore kassiert. Gegen den FC Brüttisellen wollte man zum einen hinten wieder einmal die Null halten, zum andern aber, auf die Siegesstrasse zurückkehren.

In diesem Spiel gegen einen direkten Konkurrenten um den Ligaerhalt, musste Coach Halimi auf einige wichtige Spieler verzichten. Zum langzeitverletzten Fahrni gesellten sich heute die angeschlagenen Stankovic und Shahinaj. Ausserdem fehlte Steiner krankheitshalber und Zulfikari war aufgrund seiner Gelb-Roten Karte gegen Diessenhofen gesperrt. Als Rechtsverteidiger sprang Schneller für Steiner ein und neben Dabic agierte für einmal Romario auf der Doppelsechs. Vorne sollten Danko, Panzer, Murati und Anioke Gefahr ausstahlen. Besonders für die beiden letztgenannten ein spezielles Spiel, ging es doch gegen den Ex-Verein.

Die Gastgeber in grün starteten leicht besser in die Partie. Effretikon brauchte ein paar Minuten um ins Spiel zu finden, anschliessend entstand eine sehr ausgeglichene erste Hälfte. Zu den ersten 45 Minuten gibt es auch nicht wirklich viel zu schreiben. Für Effretikon hatte Anioke die beiden besten Chancen, als ihm der Ball jeweils im Strafraum vor die Füsse viel. Der erste Versuch landete direkt in den Händen von Keeper Hirzel, beim zweiten hatte Effis Rückkehrer ein wenig zu viel Rücklage, so dass der Ball über die Latte zischte. Den schönsten Angriff der Gäste vollstreckte Dabic nach 35 Minuten zum vermeintlichen Führungstreffer, wurde aber vom Schiedsrichter aufgrund einer Abseitsstellung zurückgepfiffen. Auch das Heimteam konnte sich nicht wirklich Chancen erarbeiten. Nach 23 Minuten forderte man nach einem Zweikampf zwischen Dabic und Zecirovici vergeblich einen Penalty. Strittige Szene, aber Effi hätte sich wohl über einen Pfiff nicht beklagen können. Kurz vor dem Pausenpfiff dann noch der gefährlichste Abschluss des Heimteams, Evangelisti verzog etwa einen halben Meter am Lattenkreuz vorbei.

Ein Teilziel hatte man zur Pause zumindest erreicht, hinten stand immer noch die Null. Man wollte allerdings mehr als ein Unentschieden. Auch Halimi forderte sein Team auf, schneller und energischer den Weg in die Spitze zu suchen. Für Panzer kam Jevtic in die Partie, Murati spielte von nun an in der Spitze und Romario rückte etwas nach vorne.

Brüttisellen hatte sich nun anscheinend vorgenommen vorne draufzugehen und hatte somit in den ersten Minuten der zweiten Hälfte leichte Vorteile. Ein paar Minuten nach Wiederanpfiff dann auch endlich eine richtig dicke Chance in diesem Spiel. Über links kombinierte sich das Heimteam durch, bis Amzai im Strafraum blank war. Vor Kläy legte er den Ball quer auf Ben Mahfoudh, welcher eigentlich nur noch einzuschieben brauchte. Heimgartner blockte dessen Abschluss allerdings kurz vor der Linie per Monstergrätsche. Wer nun auf mehr solcher Szenen hoffte, wurde enttäuscht. Es entwickelte sich wieder der gleiche Krampf wie in der ersten Hälfte. Es fehlte auf beiden Seiten die letzte Durchschlagskraft. Bei Effretikon war weiterhin Anioke der gefährlichste, scheiterte aber bei seiner besten Chance am herauseilenden Hirzel. Je länger das Spiel dauerte, desto mehr nahm dieses Unentschieden form an. Beide Teams wollten zwar den Siegtreffer und wurden von Ihren Coaches nach vorne gepeitscht, doch allmählich ging beiden Mannschaften auf dem tiefen Platz merklich die Puste aus. Das Spiel plätscherte nun vor sich hin und es waren nur noch wenige Minuten auf der Uhr. Plötzlich verlor Dabic als letzter Mann den Ball 40 Meter vor dem Tor. Brüttisellens Santos stürmte alleine in Richtung Effretiker Tor. Unter Druck gesetzt von drei nachsprintenden Effretikern schloss Santos etwas überhastet ab und scheiterte an Kläy, der per Hechtsprung zur Ecke klärte. Dies war der letzte grosse Aufreger in dieser Partie, welche schlussendlich gerechterweise 0:0 endete.

Ein Punkt, der irgendwie beiden Mannschaften nicht wirklich weiterhilft. Nichts desto trotzt weiss man zu diesem Zeitpunkt natürlich noch nicht, wieviel dieser eine Punkt noch wert sein wird. Für Effretikon war wichtig, die Defensive Stabilität wieder zu erlangen. Leider hat man heute auch zum ersten Mal in dieser Saison kein Tor erzielt, weshalb keine drei Punkte herausschauten. Weiter geht’s für den FCE nächsten Sonntag. Um 11:15 empfängt man im heimischen Eselriet den FC Schaffhausen 2.