Chlausturnier 2017 - Spielpläne online

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3. Liga, Gruppe 4: Effretikon – Glattfelden 2:1 (2:0)

Geschrieben von Heinz Minder am .

Effretikon sorgte am Ende selbst für Spannung
Effretikons 17jährige Sturmspitze Uche Anioke sorgte nach 31 Minuten im Heimspiel gegen Glattfelden für das erste Drittliga-Meisterschaftstor des FC Effretikon in der Saison 2017/18. Vor der Pause erhöhte Adrian Fahrni zum leistungsgerechten 2:0 Halbzeitstand. Ein unnötiges Penaltygeschenk an den enttäuschenden Gast aus Glattfelden sorgte fünf Minuten vor Ende noch für Spannung. Effretikons Nerven standen der Prüfung stand – Effretikon startete mit einem hoch verdienten 2:1 (2:0) Heimsieg in eine neue Meisterschaft.

Effretikon ist der Start in die neue Meisterschaft im Gegensatz zu den zwei letzten Jahren erfolgreich gelungen. Aller guten Dinge sind Drei. Nach den Niederlagen gegen Dübendorf 2 und im Vorjahr bei Uster 2, konnte Effretikon nun erstmals wieder mit einem «Dreier» in eine neue Saison starten. Das klare Schlussfazit diesmal zu Beginn. Es war ein mehr als hoch verdienter erster Heimsieg der Effretiker, denn diese zeigten an diesem Sonntagmorgen – vor versammelten Mitgliedern der Supporter-Vereinigung, welche traditionell das 3. Liga, Gruppe 4: Effretikon – Glattfelden 2:1 (2:0)erste Heimspiel zum Anlass nimmt, seinen alljährlich beliebten Supporter-Brunch durch zu führen.

Wo steht man vor einer neuen Saison
Natürlich kannten beide Mannschaften ihre eigentliche Standortbestimmung nicht. Glattfelden hatte den Vorteil, dass man am letzten Wochenende wenigstens im Rumox-Cup die Generalprobe durchziehen konnte. Glattfelden setzte sich in Wülflingen erfolgreich durch. Abgesagt wurde hingegen das Auswärtsspiel der Effretiker in Turbenthal, wo der Viertligist nicht antreten konnte, oder wollte. Sei’s drum. Der Viertligist hat das nicht ausgetragene Cupspiel jetzt 0:3 verloren.

Gegner im Cup erfolgreich – Effretikon mit Zwangspause
Glattfelden schien bestrebt, gut vorbereitet ins das erste Spiel steigen zu können. Weit vor Gastgeber Effretikon lief sich das Gästeteam im Eselriet warm. Beim Heimklub fehlte Standard-Keeper Mathjis Kläy ferienbedingt, womit Marvin Rutz zu seiner Drittliga-Meisterschaftspremiere kam. Der 18jährige machte seine Arbeit hervorragend, agierte weitsichtig und musste keine schwierigen Momente bestehen. Rutz war hingegen in der Schlussphase machtlos gegen den von Simo Slavnic getretenen Foulpenalty (führte in der 85. Minute zum 1:2 Anschlusstreffer).

Effretiker selbstsicher und mit viel Selbstvertrauen..
Effretikon begann selbstsicher und hatte bereits in der Startphase ein Übergewicht an Ballbesitz zu vermelden. Schon ab Beginn überraschte es etwas, wie defensiv orientiert der Gast schien. Glattfelden zog sich sehr weit in die eigene Hälfte zurück. Taktische Massnahme? Wollte man aus einer gesicherten Abwehr heraus kontern? Diese Frage wurde während 95 Minuten nicht komplett beantwortet, denn Glattfelden vermochte zu einem Zeitpunkt der Partie einen oder zwei Gänge höher zu schalten. Selbst als den Gästen durch besagten Elfmeter noch knappe fünf Minuten vor Schluss der 1:2 Anschlusstreffer gelangt, schaffte Glattfelden die Tempoverschärfung nicht mehr.

…und deutlich mehr Ballbesitz
So waren es die Platzherren, welche zur Freude des heimischen Publikums, das Spieldiktat klar führten. Effretikon liess den Ball gekonnt in den eigenen Reihen zirkulieren, konnte zum Erstaunen auch viele Klein-Klein-Aktionen durchführen, anderseits dann wieder mit weiten Pässen auf die Flügel das Spiel aufreissen. Kurz: Die Mannschaft von Flakon Hamili und Urs Rhyner war wesentlich variabler und kreativer in ihren Offensivbemühungen als der statisch wirkende Gast. Effretikon zeigte ansprechende Kombinationen und erspielte sich auch ein klar deutlicheres Chancenplus als das über weite Strecken passiv und ungefährlich wirkende Glattfelden.

Dimita neutralisiert und abgemeldet
Bei Glattfelden schien vieles bis alles auf die eigentlich einzige Sturmspitze Luca Dimita ausgerichtet. Doch punkto des ehemaligen Challenge-League-Spielers und Top-Knipsers Dimita hatten die Effretiker eben ihre Hausaufgaben entsprechend seriös und gut gemacht. Dimita war entweder bei Dario Schanz oder Avni Shahinaj nicht nur bestens aufgehoben, nein, vielmehr klassisch neutralisieret. Ein, zwei- vielleicht auch drei Mal versuchte der Ausnahme-Stürmer einen Torschuss (allerdings nur aus grösserer Distanz). Seine Abschlussversuche landete allesamt weit vom Tor entfernt im- oder über dem Ballfang. Dimita selbst war mit seiner Leistung (und Torausbeute) mehr als unzufrieden und haderte in den letzten zehn Minuten auch mit einigen Schiedsrichterentscheidungen, als ihn Ismail Abou Zeid jeweils aus Offsidestellung zurückpfiff.

Anioke aus vollem Lauf erfolgreich
Nach zwölf Minuten prüfte Dylan Ngari den gegnerischen Keeper erstmals. Andermatt musste zum zweiten Eckball klären. Dann war es Adrian Fahrni, welcher den Abschluss suchte, den Ball aber links neben das Tor ins Aus setzte. In einer der wenigen guten Aktionen, bediente Simo Slavnic den halblinks laufenden Dimita, welcher aber zu kraftvoll und zu hoch das Leder über den eisernen Ballfang setzte (26.). Besser machte es kurz drauf auf der anderen Seite Uche Anioke. Effretikons Stürmer gewann ein kurzes Laufduell und Zweikampf mit Kevin Blaser und hämmerte aus vollem Spurt heraus das Leder unhaltbar für Daniel Andermatt in die Maschen (31.).

Reaktion des Gegners blieb aus
Trotz des 0:1 Rückstandes kam praktisch keine Reaktion von Seiten des ersten Gastes im Eselriet. Effretikon konnte weiterhin den Ball kontrollieren und die eigenen gefälligen Kombinationen aufbauen. Auf gekonnte Vorlage von Romario Giger kam dann Adrian Fahrni zwie Minuten vor der Pause zum Abschluss – und traf. Selbst der Zweitore-Vorsprung war zu diesem Zeitpunkt ein völlig verdienter Spielstand, einfach deshalb, weil die Effretiker mehr zum optisch guten Spiel beitrugen und Glattfelden weiterhin im Halbschlaf agierte. In der Nachspielzeit vor der Pause kam Effretikon zu einer weiteren vielversprechenden Möglichkeit. Andermatt konnte am Schluss nur noch in Extremis zu einem weiteren Eckball klären, doch wurde dieser wegen des verspäteten Pausenpfiffes dann nicht mehr ausgeführt.

Chancenauswertung liess zu wünschen übrig
Vergeblich wartete man auf eine Tempoverschärfung des Gastes nach der Pause. Effretikon erspielte sich viele weitere Möglichkeiten und war dem dritten Treffer weit näher als Glattfelden dem Anschluss. «Wir müssen noch Torgeiler werden», so das Fazit von Effretikons Trainer Flakon Hamili. «Wir haben heute sehr gut gespielt. Meine Mannschaft hat das umgesetzt, was wir verlangten. Einzig unsere eigene Chancenauswertung war schlecht. Doch daran werden wir noch arbeiten». Effertikon sorgte dann noch selbst für Spannung, weil trotz des Lattenknallers von Uche Anioke (50.) und weiteren vielversprechenden Optionen das 3:0 nicht fallen wollte (auch Fahri vergab die vorzeitige Matchentscheidung), auf der anderen Seite aber ein völlig unnötiger Foulpenalty, clever herausgeholt durch Josuha Suber und von Simo Slavnic sicher verwandelt (85.), in der Schlussphase noch etwas Neven vom Heimklub verlangte. «Auch solche kritischen Phasen, in die wir uns heute selbst brachten, müssen wir besehen können», so Trainer Hamili. «Wichtig ist, dass wir heute mit einem Sieg in eine schwere Meisterschaft starten können. Jeder weitere Punktekampf wird für uns zum Finalspiel».

Standing Ovation durch FCE-Supporter
Im Verlaufe der zweiten Halbzeit nahmen Hamili/Rhyner erwartungsgemäss zahlreiche Auswechslungen vor. So rochierten nun viele Spieler auf ihren Positionen. Das Treffen verflachte etwas. Spannend blieb einzig die Frage, ob den Effretikern das alles beruhigende dritte Tor, oder Glattgelden doch noch der Anschlusstreffer gelingen würde. Schliesslich kams fast wie befürchtet und geschildert. Mit einem Happy-End ging die Startrundenpartie zu Ende und die erfreuten Supporter bedankten sich mit einer Standing-Ovation beim siegreichen Team für eine starke Kollektivleistung.

Ein mehr als zufriedenes Trainerduo
«Ich bin natürlich sehr zufrieden», so Flakon Hamili nach gewonnenem Heimspiel. «Das Team hat heute genau das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben». FCE-Trainer Hamili lobte «die Laufbereitschaft meiner Spieler», dazu auch, dass «wir auch bereit waren, mit- und für einander zu kämpfen». Hamili sprach zudem von «einer harten Vorbereitung, die hinter uns lag». Vor Spielbeginn hatte bereits Rainer Bierbrodt durchblicken lassen, dass «wir in den vergangenen Wochen wirklich intensiv trainieren». Effretikons neuer Konditionstrainer liess durchblicken, dass «noch ein langer und harter Weg vor uns liegt und wir natürlich längst noch nicht dort sind, wo wir eigentlich hinwollen». Weiter meinte Effretoikons einstiger Aktivspieler Bierbodt, er seit «höchst zuversichtlich vor dem heutigen ersten Heimspiel» und er glaubte, dass «wir alle guten Mutes in die neue Meisterschaft steigen». Hamili nach dem Spiel: «Man sah heute, dass wir im Vergleich zum Gegner läuferisch stärker und mit dem Kombinationsspiel besser waren». Einziger Schwachpunkt den Effretikons Tainer ausmachen konnte: «Unsere schlechte Chancenauswertung. Wir hätten heute den dritten Treffer unbedingt und früh machen müssen». Was er im Startrundenspiel vermisst habe sei «die Tor-Geilheit». Daran müsse er mit seiner Mannschaft noch hart arbeiten «und daran werden wir uns in den kommenden Spielen noch verbessern müssen». «Wir haben uns am Ende selbst noch unter Druck gesetzt», bemerkte Hamili treffend. «Wir haben aber die Ruhe nie verloren und gesamthaft betrachtet auch keine unnötigen Karten kassiert». An letzterem wolle Effretikon in dieser Saison ebenfalls hart arbeiten. «Zuversichtlich stimmt mich, dass es in dieser harten Gruppe zahlreiche Favoriten gibt, welche sich dann auch gegenseitig die Punkte abnehmen».

Jeder Einsatz zählt
Zufrieden mit dem ersten Punktespiel war auch Fabian Danko, obwohl dieser nicht über die komplette Spielzeit im Einsatz war. «Wenn man mit einer solch schweren Knieverletzung wieder zurückkommt, ist jeder Teileinsatz wichtig. Hauptsache. Das Knie hält». Auch Danko war eher überrascht «wie sich das mir einen athletischen Gesamteindruck hinterlassende Glattfelden über 90 Minuten so diskret verhalten konnte».

Heinz Minder, Illnau

Matchtelegramm
Effretikon – Glattfelden 2:1 (2:0).- Sportplatz Eselriet (Effretikon).- SR: Ismail Abou Zeid (Wetzikon).- 95 Zuschauer.- Tore: 31. Anioke 1:0. 43. Fahrni 2:0. 85. Slavnic 2:1 (Foulpenalty).- Effretikon: Rutz; Aregger, Shahinaj, Schanz, Bannwart; Zulfikari; Fahrni, Ngari; Giger, Baah; Anioke.- Ergänzungsspieler: Serbinis, Schärz, Yanik Meier, Veomani, Bärtschi, Danko.- Glattfelden: Andermatt; Kere, Vo Tuan, Blaser, Umiker; Pajaziti, Bollier; Suta, Slavnic, Hiltebrand; Dimita.- Ergänzungsspieler: Volkart, Hübscher, Surber, Gasser.- Bemerkungen: Effretikon ohne Panzer (im Aufbau), Ulrich und Santoro (beide kein Aufgebto), Kläy (Ferien), Schneller (verletzt), Zgraggen (abwesend), Dario Bader aus dem Kader ausgeschieden, Lemm (ebenfalls mit Geburtstat am ersten FCE-Heimspiel/verletzt).- Glattfelden ohne Marra, Halabaku und Kunz.- Der Effretiker Jahjo Zulfikarti feiert seinen 22. Geburtstag.- 50. Lattenknaller Anioke.- Effretikons Keeper Marvin Rutz mit 3. Liga-Meisterschaftspremire.- Verwarnungen: 37. Shahinaj (Foul), 45. Umiker (Foul).- Eckballverhältniss: 5:4 (2:3).- FVRZ Präsident Sandro Stroppa unter den Zuschauern.- Nächstes Spiel des FC Effretikon: Niederweningen – Effretikon (Sonntag, 27. August 2017/Spielbeginn: 10 Uhr).-