Chlausturnier 2017 - Spielpläne online

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3. Liga, Gruppe 4: Seuzach 2 – Effretikon 0:2 (0:1)

Geschrieben von Heinz Minder am .

Effretikons beste Saisonleistung
In der vorgezogenen Meisterschaftspartie der 4. Runde vermochte Seuzach seinen Überraschungscoup vom vergangenen Sonntag (1:0 Auswärtssieg beim ungeschlagenen Embrach) nicht zu bestätigen. Die Mannschaft von Reto Schlittler und Heros Dal Ben unterlag Effretikon vor heimischer Kulisse 0:2 (0:1). Beide Treffer der Zürcher Oberländer markierte Uchenna Anioke. Effretikons 17jährige Sturmspitze traf unmittelbar vor der Pause und auf krassen Abspielfehler von Seuzach Keeper Dominic Kessler hin (67.) per Doppelpack.

Dabei sah für die Seuzacher Reservisten im ersten Abschnitt optisch alles gut aus. Die Platzherren stürmten meist über die linke Seite und entwickelten über diese Flügelposition starken Druck auf den Gegner. Nach zehn Minuten war es Anioke, welcher Kessler erstmals prüfte. Für Seuzach waren es Lauber (5.) und Schalcher, welche ansatzweise Seuzach gefährlich vor das gegnerische Tor brachten. Die Hereingaben vor das Tor konnten die Einheimischen einerseits nicht wunschgemäss verwerten, andererseits agierte diesmal Effretikons Hintermannschaft, merklich gestärkt und fehlerfrei und liess sich nicht überlisten. Nach halbstündigem Spiel brachte Tobias Egli einen Distanzschuss hinter der Mittellinie gefährlich vor das Effretiker Tor, doch verpasste Haas den Abschluss (33.). Dann eine weitere gute Aktion des Heimklubs. Freistoss für Seuzach. Fabian Schalcher, zusammen mit Marc Vögeli und Martin Lauber ein Trio der ersten (Erstliga)-Mannschaft, hämmerte den Flatterball direkt auf das Tor, wo Kläy per Faustabwehr auch diese Möglichkeit unschädlich machte (37.). Heros Dal Ben: «Wir hätten zur Pause 3:1 führen müssen», doch beim Seitenwechsel hiess es dann 0:1. Notabene auch mal über die linke Seite konterte Effretikon kurz vor der Pause. Verteidiger Aregger (aus den Ferien zurück), bediente Fahrni, dieser lancierte Anoike und diesmal zögerte Effretikons einzige Sturmspitze nicht lange und erwischte Kessler zum 1:0 (44.).

Seuzachs temposchnelles Flügelspiel
Flakon Halimi, gestand, dass Seuzach zwar optisch einige sehr starke Akzente über die linke Seite zu setzten vermochte. «Stimmt», pflichtete Effretikons Trainer bei. «Bislang hatten wir in dieser Meisterschaft noch keinen Gegner, der so stark über die Flügel Druck auf zu setzten vermochte». Für Halimi aber auch ein Grund, weil «Seuzachs Verstärkungen der ersten Mannschaft diesbezüglich das Zünglein an der Waage spielten und hier den Unterschied im läuferischen Bereich ausmachten». Doch dann lobte Halimi gleichzeitig seine eigene Truppe. «Wir haben zur Halbzeit den Verlauf des ersten Durchganges analysiert und ich habe meiner Mannschaft gesagt, wie man diese gefährlichen gegnerischen Aktionen auf der linken Position stoppen und eliminieren kann». Nach dem Seitenwechsel habe dann seine Elf diesbezüglich etwas Ruhe gehabt, denn «von Seuzach kam im zweiten Abschnitt nicht mehr viel».

Uchenna Anioke traf im richtigen Augenblick
Das 0:1 aus Sicht der Platzherren, respektive die 1:0 Führung Effretikons vermochte das Treffen nur leicht zu beruhigen. Effretikon spielte weiter hoch konzentriert und diszipliniert und liess sich dies Mal zu keinen Fehlern verleiten. Selten so kompakt hat man die Mannschaft von Flakon Halimi und Urs Rhyner gesehen. Zum Zeitpunkt, als das Duo Halimi/Rhyner die stark verunsicherte Mannschaft nach Ostern übernahm, klappte plötzlich alles wieder. Fünf Siege – in Folge. Für Halimi war klar, dass «unsere Hintermannschaft unsere eigentliche Lebensversicherung ist. Die Vierer-Abwehr steht und funktioniert blendend». Davon war aber in den ersten drei Spielen nicht so die Rede. Effretikons souveränes Auftreten mit einem äusserst stabilen Defensivkonzept, wankte in den ersten drei Spielen. Dazu kamen besagte Fehler, ja teils generöse Geschenke an die Gegner. Doch davon war dienstags in Seuzach überhaupt nichts mehr zu sehen.

Spieler vermissten das Glück gegen Bülach…
Flakon Halimi: «Meine Spieler waren nach der 2:4 Heimniederlage vom vergangenen Sonntag gegen Bülach enttäuscht und haderten mit dem Schicksal und suchten nach den Gründen für die Niederlage. Einige fragten sich, warum wir kein Glück hatten». Er habe dann seinen Spielern klar gesagt, dass «das Glück nicht nach einem guten Match kommt. Glück muss man sich erkämpfen und immer wieder bestätigen». Glück sei aus seiner Sicht, «wenn ich sagen kann, dass wir alle gesund sind. Glück ist, dass wir alle für- und miteinander da sind». In Seuzach sei auch gefordert gewesen, dass «wir auch unnötige Läufe machen». Das Team habe alles verstanden, «ist heute super vorbereitet nach Seuzach gekommen, auch wenn das zu einem Dienstagsspiel und auswärts noch dazu in der Region Winterthur mit starkem Abendverkehr, schwierig gewesen ist». Doch seine Spieler «haben verstanden, wie wichtig eine gute und seriöse Matchvorbereitung ist». Im Spiel selbst, «haben meine Leute sich hoch konzentriert an unsere taktischen Vorgaben gehalten und diese voll und ganz auf dem Platz umgesetzt».

Effretikons Lebensversicherung wieder mal stabil und kompakt
Seuzach suchte den Ausgleich, ohne allerdings Mathijs Kläy ernsthaft in Verlegenheit bringen zu können. Dafür passierte dann seinem Gegenüber Dominic Kessler ein matchentscheidender Fehler. Sein missglückter Auskick landete direkt in den Füssen des lauernden und spekulierenden Uchenna Anioke. Wieder fackelte das FCE-Talent nicht lange und reüssierte rechts tief (67.). Reto Schlittler: «Dieser zweite Treffer hat uns heute das Genick gebrochen». Effretikon besass diesmal auch wieder einige Alternativen und starke Optionen auf der Auswechselbank und konnte im Verlaufe des Spieles frische und starke Ergänzungsspieler zum Einsatz bringen. Die Gäste blieben auch trotz fünf vollzogenen Auswechslungen weiterhin kompakt und vergaben am Ende noch einen höher möglichen Auswärtserfolgt. Flakon Halimi zeigte sich Schluss höchst beeindruckt über die starke Kollektivleistung seiner Truppe. Der FCE-Trainer meinte, es sei nicht nur die bislang beste Saisonleistung (vier Spiele) gewesen, «sondern und das freut mich besonders, der wohl stärkste Auftritt meiner Mannschaft seit wir Effretikon übernommen haben». Es erfreue ihn ein Glücksgefühl, «Trainer dieser Mannschaft sein zu dürfen». Effretikon habe in diesem vorgezogenen Punktespiel sowohl läuferisch, wie punkte Konzentration «mit Abstand das Beste gezeigt. Meine Spieler blieben ruhig, liessen sich zu einen unnötigen Diskussionen mit dem Schiedsrichter ein und haben mit- und für einander gefightet über die gesamte Spieldistanz». Auf dieser starken Kollektivleistung «müssen wir nun aufbauen. Es darf für uns keine Gewohnheitssache werden. Im nächsten Match müssen wir diese Leistung klar bestätigen können».

Dem Heimklub das Leben schwer gemacht
Flakon Halimi war etwas überrascht, dass «Seuzach kein Konzept gegen uns gefunden hat. Wir haben dem Heimklub das Leben schwer gemacht. Und Halimi meinte weiter: «Wir waren vorbereitet. Seuzach vielleicht auch der Meinung nach dem Auswärtssieg in Embrach, es könnte gegen uns zu einem Selbstläufer werden. Wenn man aber in dieser Hammergruppe nicht in jedem Match von der ersten Sekunde an bereit ist, hat man praktisch schon verloren».

Verdiente Pause für die Illauer-Dorfchilbi

Seinen Spielern gönnte er nun die «Illauer-Chilbi. Dann haben wir noch eine Woche Zeit, um uns auf den nächsten Match vor zu bereiten».

Bestätigung gegen Elgg wird erhofft und Cupspiel am 3. Oktober
Effretikons Cuppartie des 16. September ist wegen des Engagement von Bassersdorf gegen den FC Zürich verschoben und wird nun am Dienstag, 3. Oktober nachgeholt. «Ich freue mich auf die weitere ausgeglichene Meisterschaft in dieser Hammergruppe», so die Aussage von FCE-Trainer Halimi dessen Team im nächsten Treffen auf Elgg stossen wird.

Heinz Minder, Seuzach

Matchtelegramm
Seuzach – Effretikon 0:2 (0:1).- Sportplatz Rolli (Seuzach).- 65 Zuschauer.- Tore: 44. Anioke 0:1. 67. Anioke 0:2.- Seuzach: Kessler, Egli, Ehrensperger, Vögeli, Egg; Schalter, Müller, Gillioz, Renggli; Haas, Lauber.- Ergänzungsspieler: Thurnheer, Luchsinger, Neukomm, Jug, Kammacher.- Effretikon: Kläy; Aregger, Schanz, Shahinaj, Bannwart; Zulfikari; Danko, Fahrni, Giger, Veomani; Anioke: Ergänzungsspieler: Rutz; Schärz, Amoako, Ngari, Yanik Meier, Bärtschi.- Bemerkungen: Effreikon ohne Serbinis, Panzer, Schneller, Lemm.-Verwarnungen: 51. Ehrensperger (Foul), 60. Müller (Reklamieren), 63. Fahrni (Foul9, 68. Shahinaj (Foul), 71. Haas (Reklamieren), 72. Zulfikari (Foul).- Eckballverhältnis 6:3 (2:1).-