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Fussball: FC Effretikon – Vorrundenbilanz 2017/18

Geschrieben von Heinz Minder am .

Wir haben neun Punkte verschenkt
Der FC Effretikon beendete die Vorrunde der Saison 2017/18 mit 17 Punkten aus elf Partien auf dem vierten Zwischenrang, hinter Embrach (11/18), dem Zweitrangierten und überraschenden Niederweningen (11/25) und dem souveränen ungeschlagenen Tabellenführer Wallisellen, der mit 29 Punkten die Gruppe 4 klar dominierte und anführt. Obschon Effretikon vom Verband in eine Gruppe ohne Aufsteiger – andere Gruppen weisen gar drei Liganeulinge aus(!) – eingeteilt wurde, ist Trainer Flakon Halimi nicht ganz zufrieden mit dem Abscheiden seiner Mannschaft in der ersten Saisonhälfte. «Die 17 Punkte sind für unser Staff zu wenig. Uns fehlen die verschenkten 9 Punkte».

Vor Jahresfrist wies Drittligist Effretikon in einer wesentlich leichteren Gruppe nach seiner Vorrunde drei Siege, zwei Remis und sechs Niederlagen, sowie ein Torverhältnis von 16:24 Toren aus. Nun, in einer klar stärkeren Gruppe, wo die Hälfte der Vereine im Hinblick auf ihr Saisonziel 2017/18 allesamt Ambitionen auf einen Spitzenplatz anmeldeten, sieht die Bilanz erstaunlicherweise mit fünf Siegen, zwei Remis und vier Niederlangen und dem positiven Torverhältnis von 22:17 durchaus erfreulicher aus. Und wie ist der Teamchef selbst mit der Rangierung seiner Truppe zufrieden? Flakon Halimi: «Wenn man zurückblickt, muss man sagen, dass wir sehr zufrieden sind. Wir haben die starken Gegner ärgern können und den einen oder anderen die Punkte abknüpfen können. Was uns natürlich fehlt ist die Konstanz. Daran müssen wir sehr hart arbeiten».

Hoch in Tabelle stehen
Hat die Mannschaft von Flakon Halimi und Urs Rhyner damit das gesteckte Ziel erreicht, oder nicht (ganz)? «Unser Ziel war es, so hoch in der Tabelle zu stehen, wie möglich. Wir hatten dies intern angesprochen und unser Team klargemacht, dass wir unser Ziel NICHT erreicht haben. Wenn wir Zurückblicken, haben wir drei Spiele verschenkt, aber wenige auch glücklich gewonnen».

Der Sonntags-Schocker von Niederweningen
Eines jene drei Spiele, in denen die Effretiker unter ihrem Budget blieben, war wohl das erste Auswärtsspiel der laufenden Saison. Mit einem 2:1 Heimsieg über Glattfelden war Effretikon am Sonntag, 20. August 2017 in die Meisterschaft gestartet. Dann mussten die Zürcher Oberländer eine Woche später nach Niederwenigen fahren. Zu jener Mannschaft, die in den letzten zwei Jahren viel Mühe in der Drittliga-Meisterschaft bekundete. Der ehemalige Zweitligist überraschte aber an jenem Sonntag um 10:15 Uhr die Effretiker eiskalt. Diese reisten schon teils verspätet an und schienen das Spiel gegen Niederweningen auch nicht gerade lustvoll anzugehen. Die Partie endete mit einer knallharten Bruchlandung – Effretikon verlor 0:2. Gleich nach Spielschluss gab es auf dem Platz bereits die erste, harte Manöverkritik. Die Spieler mussten sich klare Worte zu Gemüte führen. Trainer Flakon Halimi war vom Auftritt seiner Spieler bitter enttäuscht. Auch sein Assistent Urs Rhyner konnte kritische Worte nicht zurückhalten. Die beiden Teamverantwortlichen versuchten die Spieler aus ihren Träumen auf den Boden der harten Realität zu holen. Es folgte das nächste Heimspiel gegen Bülach. Die Effretiker verloren gegen den letztjährigen Zweitliga-Absteiger 2:4. Zwei Niederlagen in Folge – oder: drei Spiele – drei Punkte.

In Seuzach so stark wie selten
Im weiteren Verlauf rehabilitierte sich Effretikon. In der Wochentags-Partie auswärts gegen Seuzach zeigten die Zürcher Oberländer das beste Spiel seit langem und rangen die Reservisten des Erstligisten auf dessen Terrain verdientermassen 2:0 nieder. Nach einem Schritt vorwärts – folgte im nächsten Heimspiel gegen Elgg bereits wieder ein Rückschritt. Effretikon unterlag mit 2:3 – wohl auch eines jener Spiele, wo Flakon Halimi meinte, seine Mannschaft hätte diesen Match gewinnen müssen.

Starkes Lebenszeichen in Kloten…
Und was passierte nach dem 2:3 gegen Elgg? Effretikon fegte eine Woche später auswärts Kloten mit 6:0 vom Platz. Was für ein zweites Gesicht? Heute Top – morgen Flop. Halimi: «Einmal Hui, einmal Pfui». Dies war eben die von den beiden Teamverantwortlichen angesprochene «fehlende Konstanz». Auf – und ab – wie auf der Geisterbahn. Was war die positive Überraschung in diesen ersten elf Spielen? – welche die Negative? Flakon Halimi: «Die grösste positive Überraschung war, dass wir von Verletzungen verschont wurden. Ebenso konnten wir gegen Gegner wie Seuzach 2, Kloten 1, und natürlich auch gegen Wallisellen unsere Leistung abrufen. Negativ war leider die ungenügende Konstanz, in der die hohe Anzahl kassierter Tore uns stark ärgert».

…und frühe Selbstzufriedenheit in Oberglatt
Nach dem 6:0 in Kloten, mühte sich Effretikon eine Woche später in Oberglatt mehrheitlich über die 90 Minuten Spielzeit, sah anfangs wie der sichere Sieger aus, baute dann aber in den zwei Halbzeiten wieder einmal schnell ab. Nach klarem 3:0 Vorsprung, realisiert durch Anioke (1. Minute), dem von Giger verwandelten Foulpenalty zum 2:0 (32.) und dem dritten Treffer (Shahinaj/45. Minute), legten die Effretiker wieder einmal eine schnelle und frühe Selbstzufriedenheit an den Tag und mussten am Ende noch hart ackern, um gegen die immer besser aufkommenden Gastgeber noch zu einem 5:2 Sieg zu kommen. Wieder gab es eine harte Manöverkritik. Wieder hatten die Effretiker – und dies innerhalb eines Spieles – ihr zweites Gesicht gezeigt. Was wäre möglich, wenn?

1:1 Heimremis gegen ungeschlagenen Tabellenführer
Diese Frage beantworteten die Oberländer in ihrem Heimspiel gegen Wallisellen, das als überheblicher, ungeschlagener Tabellenführer im Eselriet auftauchte sich am Ende mit einem 1:1 Remis begnügen musste. Abermals ein stark verändertes Effretikon – gegenüber einer Woche zuvor kaum wieder zu erkennen. Und getreu seiner Inkonstanz und hervorragenden Leistung gegen das starke Wallisellen, gab es eine Woche später abermals einen Tiefschlag in die Magengrube. Bei nasskalter Witterung, passte sich Effretikon dem Wetter an und zeigte in Embrach eine lustlose Darbietung und kassierte mit 0:6 eine brutale Niederlage. Eben. Hui – und Pfui innerhalb einer Woche. Dank eines knappen 1:0 Heimsieges über die Reservisten des FC Bassersdorf holten sich die Effretiker noch drei wichtige Pflichtpunkte vor der Winterpause.

17 Punkte sind zu wenig
Effretikon überwintert mit 17 Punkten auf dem vierten Zwischenrang – so gut wie nie zuvor. Konnte man das so erwarten in dieser «starken Hammergruppe»? «Hand aufs Herz. Die 17 Punkte sind für unseren Staff zu wenig. Uns fehlen die verschenkten neun Punkte. Es ist kein Wunschkonzert, aber die jüngste Truppe der Nation in dieser Liga hat trotzdem Tolles verbracht», lobte Flakon Halimi. «Diese Gruppe ist wirklich eine ‘Hammergruppe’. Das Vorbild der Meisterschaft ist klar der FC Wallisellen, da dieser jeden Gegner ernst nimmt und sich in jedem Spiel wieder auf ein Neues Motiviert. Ebenso wollen wir unsere Pfähle in diese Richtung einschlagen. Nein, wir wollen nicht, wir müssen! Man nennt das auch eine gewisse Professionalität an den Tag legen».

Vorbereitung richtig nutzen
Und wie geht es jetzt beim FC Effretikon weiter? «Wir werden die Vorbereitung für die Rückrunde nutzen, um an unsere Leistungen anzuknüpfen und um unser Stellungsspiel zu verbessern». Flakon Halimi darauf angesprochen, wie Effretikon in der kommenden Winterpause trainiert? «Der Start unserer Vorbereitung war bereits am 15.01.2018. Wir trainieren in der Vorbereitung drei Mal in der Woche. Kondition, Kraft und Schnellkraft ist uns anfangs sehr wichtig, um die nötige Leistung abrufen zu können. Danach folgt dann der Spielaufbau mit individuellen Stellungsspielen. Für Leistung steht ab dem Februar unser Fitnesstrainer Rainer zur Verfügung. Er wird sich dem Thema mit höchster Priorität annehmen und wird die Spieler mit speziellen Übungen an ihre Grenzen bringen. Dabei steht Rainer auch die Halle zur Verfügung, um bei den Spielern alles abzuverlangen was von Nöten sein wird, um die Rückrunde erfolgreich abzuschliessen».

Assistent Urs Rhyner muss Räder zusammenbringe
Alles was beim FC Effretikon unter der Kennung ‘Koordination und Organisation’ steht, fällt, gemäss Trainer Flakon Halimi «beim Assistent Urs Rhyner an, der die verschiedenen unterschiedlichen Räder zusammenbringt, um eine Einheit zu bilden» Der Hauptteil bleibe aber klar «bei ihm hängen», wie Trainer Flakon Halimi weiter aussagte. «Aber mit der nötigen Unterstützung der beiden Assistenten und dem Elan des Trainers, sollten wir mindestens wieder einen guten Schritt nach vorne machen können».

Spieler sollten in Winterpause Köpfe lüften
Was unternimmt das Team in der wettkampffreien Zeit? «Natürlich wünschen wir uns, dass jeder sich etwas bewegt. Sei es mit etwas Joggen, Schwimmen oder Velo fahren. Aber das Familienleben ist ebenso wichtig und sollte nicht ausser Acht gelassen werden. Optimal ist es natürlich, wenn man sich sportlich engagiert, indem man die Familie oder Partner geradewegs miteinbezieht». Effretikon plant ein gemeinsames Trainingslager. «Wir fliegen vom 6. bis 11. März nach Lissabon», bestätigte der Trainer. Die Effretiker beteiligten sich in der Winterpause an keinen (Hallen)-Turnieren. «In der Winterpause haben wir unsere Spieler mitgeteilt, dass sie ihre Zeit für ihre Familie und verwandte Freunde nutzen sollen. Sie sollen ihre Köpfe lüften und sich mit anderen Dingen beschäftigen».

Sieben Vorbereitungsspiele
Effretikon will sich mit einigen Trainings- und Testspielen auf die zweite Saisonhälfte vorbereiten. «Für unser Staff war es wichtig, dass wir so viele Spiele wir möglich organisieren konnten. Vor allem 2 Liga Teams. Wir wollen, dass unsere Truppe im Rhythmus bleibt. Ziel ist natürlich, dass jeder seine Chance bekommet und dass jeder mindestens eine Halbzeit spielen kann». Flakon Halimi freute sich, behaupten zu können, dass wir doch sehr gute Gegner an Land ziehen konnten». 

Die Termine der Spiele und Gegner:
27.Januar: Match FC Töss 3. Liga 18:00 Uhr @Home   
3. Februar: Match Rümlang 2. Liga in Rümlang 18:00 Uhr
10. Februar: Match Urdorf 2. Liga 18:00 Uhr @Home
17. Februar: Match in Stäfa 2. Liga 16:00 Uhr
24. Februar: Match in Regensdorf 2. Liga 13:30 Uhr
3. März: Match Mönchaltorf 4. Liga 18:00 Uhr @Home
17. März: Match Pfäffikon 1. 3. Liga @Home 18:00 

Erwartungen
Was erwarten Flakon Halimi und Urs Rhyner von den elf anstehenden Rückrundenspielen? «Ganz ehrlich. Wir wollen in sämtlichen Spielen unsere Leistungen abrufen und alles für den Sieg machen. Wir arbeiten für dieses Ziel in der Vorbereitung sehr hart!». Zum Kader meinte der Teamchef: «es wird sich sicher etwas verändern».«Die Mannschaft, die man jetzt kennt, wird anders auftreten. Im positiven Sinne natürlich», wie Flakon Halimi betonte.

Sehen Potenzial in ferner Zukunft
Und Flakon Halimi auf die kurz- und langfristigen Ziele angesprochen, ob mit dem Vorstand bereits Gespräche über eine Vertragsverlängerung geführt wurden:  «Wir (der Staff) wollen uns auf diesem Weg beim gesamten Vorstand und bei allen Verantwortlichen vom FC Effretikon für ihre tolle Unterstützung bedanken. Es ist wirklich fantastisch was sie leisten. Vielen Dank». Aufgrund des jungen Kaders und dessen Qualität mit der positiven geleisteten Leistung der Spieler «sehen wir Potenzial in ferner Zukunft. Es gibt nichts Schöneres, um am Geschehen an vorderster Front dabei sein zu dürfen. Unser Ziel ist hier sicher nicht fertig. Wir fühlen uns sehr wohl hier. Die Rückrunde wollen wir nutzen um Stabilität für 'später' zu erlangen». 

In Rückrunde mehr Punkte holen als in Vorrunde
Effretikon überwintert auf dem vierten Zwischenrang – so gut wie Selten – was ist in der Rückrunde noch möglich – kann der einst angesprochene dritte Schlussrang erreicht werden und ist dieser «das momentan Höchste der Gefühle? «Wir freuen uns natürlich über den Rang Vier. Trotzdem versuchen wir, in der Rückrunde mehr Punkte zu holen als in der Vorrunde. Es wird sich zeigen, ob wir das richtige Rädchen erwischt haben. Wir wollen in sämtlichen Spielen unsere Leistungen abrufen und alles für den Sieg machen. Wir werden für dieses Ziel in der Vorbereitung an uns arbeiten». 

An Tradition anknüpfen
Der FC Effretikon nimmt die Rückrunde am Sonntag, 25. März 2018 mit dem Spiel in Glattfelden in Angriff (Spielbeginn: 15 Uhr). Das erste FCE-Heimspiel im Frühling ist dann eine Woche später, am Samstag, 7. April um 18 Uhr gegen jenes Niederweningen, gegen das die Effretiker noch eine Rechnung offen haben (0:2 Vorrunden-Niederlage). Und besonders gespannt ist man darauf, ob die Effretiker der Tradition der letzten Jahre wieder gerecht werden und wieder eine starke, zweite Saisonhälfte auf den Rasen zaubern können (letzte Saison – elf Rückrundenspiele = 18 Punkte). 

Halimi/Rhyner – 'in eigener Sache'

Abschliessend noch die Bemerkung von Flakon Halimi/Urs Rhyner – in ungekürzter/nicht zensierten Form -

«Wir wollen uns, für die immer mehr an zahlreichen erschienenen Zuschauern bedanken, die uns in der Saison so toll unterstützt haben. Ein riesiges Dankeschön geht vor allem an unseren Fanclub, der bei jedem Sturm dem Wetter strotzte und uns tatkräftig nach vorne trommelte. In guten wie auch in schlechten Zeiten, bei Sonne und Sturm, immer wenn es ihnen zeitlich möglich war. Auf unsere Fans wäre sogar Real Madrid neidisch. 

Auch unser Sportchef Oliver Ziegler war im Hintergrund stark beteiligt und musste immer wieder in die Socken. Hiermit möchten wir uns für die immer laufenden Störungen im 5-H Takt entschuldigen, dass wir ihn so rücksichtlos miteinbezogen. Er hat das ganz Toll gemeistert. Es gibt keinen Besseren. 

Wir wollen uns auch bei Heinz Minder bedanken. Heinz findet immer Zeit, an unseren Spielen dabei zu sein, auch wenn seine Matchberichte manchmal sehr kritischJ  sind. Das hat Vor- und Nachteile. Wir versuchen die Message anzunehmen und ins positive umzusetzen. Teils kann es sogar anspornen, auf dem Feld mehr abzurufen, wenn der Körper es zulässt. An Motivation soll es nicht fehlen. 

Aber für die jenen Schlagzeilen, wie auch immer, sind wir selber verantwortlich. Wir werden alles Unternehmen um möglichst vieles ins positive drehen zu können». 

Heinz Minder, Illnau