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FCE Chlausturnier 2018

17. November bis
16. Dezember 2018
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3. Liga, Gruppe 4: Effretikon – Niederweningen

Geschrieben von Heinz Minder am .

Spitzenkampf der Verfolger im Eselriet – Rehabilitation erwünscht
Im ersten Heimspiel des Jahres 2018 empfängt der FC Effretikon am kommenden Samstag Niederweningen (Spielbeginn im Eselriet – 18:00 Uhr). Damit kommt es gleich im ersten Heimspiel des FCE in diesem Frühling und nach erfolgter kurzer Ostern-Pause – zum Spitzenkampf der Verfolger von Leader Wallisellen: Dritter gegen Zweiten.

Klar. Der Blick auf die momentane Tabellensituation in der Drittliga-Gruppe 4 täuscht etwas. Erfreulich ist sicher, dass Effretikon momentan auf einem vorderen Rang figuriert. Ungefährdet ist die Lage des bislang weiterhin ungeschlagenen Tabellenführers Wallisellen (12 Spiele/32 Punkte – nach dem 4:1 Auswärtssieg vor Ostern bei Zweitliga-Absteiger Bülach). Und nun messen sich am Samstag in Effretikon die Verfolger von Wallisellen – allerdings gilt zu bemerken, dass Effretikon zur Zeit auf Kosten von Embrach auf dem dritten Platz liegt – Embrach ist aber noch mit einer Partie in Rückstand (das bereits in der Vorrunde verschobene Treffen in Glattfelden, welches in diesem Frühling erneut verschoben werden musste. Das Spiel Niederweningen – Embrach, das am Sonntag, 25. März 2018 auch nicht ausgetragen werden konnte, wurde gestern Dienstag 3. April nachgeholt und endete 1:1).

Schlecht vorbereitet….
Es war das zweite Meisterschaftsspiel der Saison 2017/18. Niederweningen, das zum Auftakt bei Embrach knapp 1:2 verlor, schlug Effretikon an jenem Sonntagmorgen, der für die Zürcher Oberländer mit einer «schlimmen Niederlage» enden sollte. Schlimm war nicht die Höhe der Niederlage (0:2), schlimm war die Art und Weise, wie diese in Niederweningen zu Stande kam. Schlimm war die Matchvorbereitung der Spieler, die teils verspätet im fernen Niederweningen eintrafen, schlimm war die Vorstellung dann auf dem Platz, schlimm war die Reaktion auf den 0:1 Rückstand, schlimm war die Tatsache, dass auf den späteren 0:2 Rückstand praktisch absolut keine Reaktion mehr erfolgte und die Spieler nicht mehr fähig waren, ihre Einstellung auf dem Feld der Situation an zu passen. So erfolgte unmittelbar nach Spielschluss noch auf dem Platz die erste Gardinenpredigt durch Trainer Flakon Halimi und Urs Rhyner. Beide, schwer enttäuscht und sehr konsterniert über die 0:2 Niederlage, kritisierten wohl zu Recht viele Punkte.

Niederwenigen einst mit «Longo» Schönenberger…
Dabei hatte sich Effretikon gerade von diesem Spiel einiges Erwartet. Vielleicht aber hatte man Niederwenigen auf Grund der Schlussrangierung der letzten Saison schlicht unterschätzt. 1990 kehrte Niederweningen von der 4. Liga in die 3. Liga zurück und stieg ein Jahr später gleich in die Zweitliga auf. 1993 erfolgte bei Niederweningen dann der «Durchfall» bis in die 5. Liga. 2003 die sportliche Auferstehung – zurück in der 4. Liga – 2008 Rückkehr in die 2. Liga. 2015/16 standen sich Niederweningen und Effretikon dann bereits in der Drittliga-Meisterschaft wieder gegenüber. Die Effretiker beschlossen die damalige Saison auf dem fünften Schlussrang (22 Spiele/33 Punkte). Meister und Aufsteiger wurde Veltheim – Niederweningen erreichte punktegleich mit Kloten den neunten Schlussrang. Und in der letzten Saison – da waren beide Vereine in unterschiedlichen Gruppen unterwegs – vermochte Niederweningen mit dem enttäuschenden zehnten Schlussrang – seinen Kopf nur noch mit viel Glück vor den beiden Absteigern Dielsdorf und Wülflingen aus der Relegationsschlinge zu ziehen. Doch ein Blick in die Geschichte des FC Niederweningen zeigt eben, dass sich sportlicher Miss- und Erfolg scheinbar in schneller Folge ablösen. 1981/82 Aufstieg in die 2. Liga – dann 1986 Abstieg bis in die 4. Liga – und später, anfangs 2000 eben erwähnter Wiederaufstieg bis in die 2. Liga. 2010 sorgte Niederweningen in den Medien für Rummel. Der Vereine engagierte einen neuen Interims-Trainer. Urs «Longo» Schönenberger, einst Aktivspieler beim FC Zürich (1980/1986), Bellinzona, Luzern, Solothurn und Kriens (1995/96), dann Trainer beim FC Zürich (Co-Trainer 1996/2001), Juventus Zürich, Winterthur, Kriens, Luzern und Thun, wo er mit dem Verein aus dem Berner Oberland gar in der Champions League für Furore sorgte, trainierte Niederweningen. Und nun, im Jahr 2017/18 hat sich Niederweningen, wohl für viele die grosse Überraschung dieser Saison, wieder auf einen Spitzenrang in der Drittliga vorgeschoben.

…spielte eine ausgezeichnete Vorrunde
Auf die ausgezeichnete Vorrunde (11 Spiele/8 Siege, 1 Remis, 2 Niederlange) – muss jetzt in der zweiten Saisonhälfte die Bestätigung erfolgen. So lastet denn samstags auf beiden Mannschaften ein grosser Erfolgsdruck. Die heimischen Spieler müssen alles unternehmen, um sich für die 0:2 Vorrunden-Niederlage und Darbietung beim eigenen Publikum rehabilitieren zu können.

Rückrundenstart gelang Effretikon mit 4:1 in Glattfelden…
Effretikon hat sich beim offiziellen Rückrundenstart am Sonntag, 25. März 2018 in Glattfelden schon mal erfolgreich zurückgemeldet, wenn auch wieder mit seinem bekannten zweiseitigen Gesicht. Eine (erste) Halbzeit – grottenschwach – eine (zweite) Halbzeit ansprechend stark und erfolgreich. «Fürchterlich, unsere erste Hälfte heute hier in Glattfelden. Als Zuschauer hätte ich mein Eintritts-Geld umgehend zurückgefordert», so die Ansicht von FCE-Trainer Flakon Halimi.

…und verlor kurzfristig angesetztes Testspiel vor Ostern…
Weil auf den Rückrundenstart vom 25. März gleich wieder ein spielfreies Wochenende erfolgte (Ostern), entschied sich das FCE-Trainerduo Halimi/Rhyner zu einem kurzfristigen Test-/Freundschaftsspiel. Am Abend vor dem Gründonnerstag testeten die Effretiker die Reservisten des FC United Zürich. Die Zürcher Oberländer, ohne die verletzten Jahjo Zulfikari und Adrian Aregger verloren gegen den Stadtzürcher Drittligist mit 1:3. 

…Nachtragspartie brachte weiteres Spitzenspiel für Niederweningen
Am Gründonnerstag standen sich mit Wallisellen gegen Embrach zwei Spitzenteams der Gruppe 4 im Rahmen des Achtelfinal im Zürcher Regional-Cup gegenüber. Das in der Meisterschaft ungeschlagene Wallisellen unterlag dabei Embrach mit 2:3. Und Embrach musste am vergangenen Dienstag zur ersten seiner beiden Nachtragspartien auswärts in Niederweningen antreten. Damit standen für Niederweningen innerhalb weniger Tage gleich zwei Spitzenspiele auf dem Programm.

1:1 Punkteteilung zwischen Niederwenigen und Embrach
Dienstags gegen Embrach, samstags nun im Eselriet gegen Effretikon. Und am Dienstag holte sich Niederweningen im ersten Heimspiel des Jahres dank eines 1:1 Remis einen weiteren Punkt. Eschler brachte den Tabellenzweiten nach der Pause in Führung (65.). Nach einem Foulspiel an De Filippo konnten die Gäste aus Embrach in der 75. Minute durch Simijonovic noch zum 1:1 ausgleichen. Niederwenigen verteidigte seinen zweiten Tabellenrang (12 Spiele/26 Punkte) und liegt nun vor der Samstagspartie in Effretikon mit sechs Punkten Vorsprung vor dem gastgebenden Effretikon. Mit einer Partie weniger liegt Embrach momentan mit 19 Punkten aus elf Spielen auf dem vierten Platz.

Heinz Minder, Illnau