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3. Liga, Gruppe 4: Bülach – Effretikon

Geschrieben von Heinz Minder am .

Samstag, 14. April 2018, Sportplatz Erachfeld (Bülach) – Spielbeginn: 16 Uhr
Mit Bodenhaftung nach Bülach - Vor der englischen Woche, die dem FC Effretikon zwei Heimspiele in Folge präsentiert (Donnerstag, 19. April um 20:15 Uhr gegen Oberglatt und Sonntag, 22. April um 11:15 Uhr gegen die Reservisten des FC Seuzach), steht für die Mannschaft von Flakon Halimi/Urs Rhyner die Ausgangspartie in Bülach an (Spielbeginn am Samstag auf dem Erachfeld: 16 Uhr).

Es ist eigentlich ein Klassiker, wenn auch nicht mehr wie früher in der Zweitliga (2010/11). Momentan backen Bülach und Effretikon in der Drittliga kleinere Brötchen. Und gerade für die einst erfolgsverwöhnten Zürcher Unterländer ist die Realität in der «Anonymität der Drittliga» besonders hart. Bülach war früher der Zürcher Vorzeigeklub schlechthin. Im Stil von Bayern München dominierte Bülach unter Trainer Dietmar Morchner (kam 1988/89 von Stäfa zu Bülach) die Zweitliga-Meisterschaft und schaffte Ende 1993/94 den Erstliga-Aufstieg.

Gastgeber einst Erstligist…
Dort spielte Bülach dann während vier Jahren, so wie erstmals 1962 (damals nur für eine Saison). Ende 1997/98 erfolgte der Abstieg in die 2. Liga – 1999/2000 die Relegation in die neu geschaffene Zweitliga-Interregio (Amateurliga), in welcher Effretikon bekanntlich auch fünf Jahre mitspielen konnte.

…und 2010/11 der erste Abstieg in die Drittliga…
2001/02 verfielen die Unterländer dem erneuten Abstieg, schafften aber die sofortige Rückkehr (2002/03). Im «verflixten siebten Jahr» erwischte es Bülach – so wie einst Effretikon. Doppelabstieg in die 3. Liga (Ende 2010/11) und in jener Saison kämpften Bülach und Effretikon in der gleichen Zweitliga-Gruppe um den Ligaerhalt. Effretikon konnte sich damals mit 21 Punkten (aus 26 Spielen) gerade noch den Kopf aus der Relegationsschlinge ziehen – und gewann in der Rückrunde in Bülach 2:0. Zusammen mit Herrliberg musste Bülach in die 3. Liga absteigen. Effretikon landete genau über dem Strich in der Tabelle auf dem 12. Schlussrang.

…mit sofortiger Rückkehr in die Zweitliga…
Nach vier Jahren Drittliga-Zugehörigkeit kehrte Bülach Ende 2014/15 vor Neftenbach in die 2. Liga zurück. Auf einen 7. Schlussrang erwischte es Bülach aber im zweiten Jahr erneut. Zusammen mit Töss mussten die Unterländer (Gründungsdatum: 20. März 1917), folglich im letzten Jahr ihr 100-Jahr-Jubiläum feiern konnten, stieg Bülach wieder in die Drittliga ab.

…und Trainerwechsel zur Winterpause
Zur Winterpause gab es beim FC Bülach einen Trainerwechsel. Neu wird die Mannschaft vom bisherigen Assistenz-Trainer Gian-Luca Appasito trainiert. Der 34jährige löste auf dem Erachfeld interimsmässig bis Saisonende den bisherigen Teamchef Marco Nicolo ab.

Bülach verlor das Rückrunden-Startspiel gegen Leader Wallisellen auf eigenem Platz mit 1:4 (1:2) und überraschte am vergangenen Sonntag. Bülach schlug auswärts im Unterland-Derby Embrach mit 3:0 (0:0) und rangiert zurzeit auf dem fünften Tabellenplatz (13 Spiele/18 Punkte).

Effretikon zwei Mal gespielt – zwei Mal gewonnen…
Effretikon kann auf einen erfolgreichen Rückrundenstart zurückblicken. Zwei Spiele – zwei Siege – sechs Punkte. Dazu 7:1 Tore (4:1 und 3:0). Optimaler hätte der Auftakt zur zweiten Saisonhälfte für die Zürcher Oberländer nicht sein können. Ein Auswärtssieg bei Schlusslicht Glattfelden war schon eher Pflicht. Mit einer Leistungssteigerung nach der Pause verdiente sich Effretikon am Ende den Auswärtssieg in Glattfelden. Dass Effretikon sein Heimspiel-Debüt im Frühling 2018 gegen Niederweningen ebenfalls erfolgreich gestalten würde, war hingegen so nicht absehbar, denn mit dem Gast spielte kein geringerer als der aktuelle Tabellenzweite der Gruppe 4 im Eselriet auf. Niederwenigen, im letzten Jahr noch potentieller Abstiegskandidat, überraschte bislang in der laufenden Saison 2017/18 und schlug Effretikon bekanntlich in der Vorrunde 2:0 und verlor in der ersten Saisonhälfte nur zwei Mal.

…mit starkem Kollektiv gegen Tabellenzweiten
Doch Effretikon zeigte im Spitzenkampf der Verfolger des souveränen und noch immer ungeschlagenen Tabellenführers Wallisellen erstmals seit langem wieder eine starke Kollektivleistung über beide Halbzeiten. Effretikons Wunschziel, gegenüber der Vorrunde «konstanter» zu werden, erfüllte sich in Glattfelden noch nicht ganz. Flakon Halimi war beim ersten Ernstkampf nach der Winterpause zur Halbzeit etwas enttäuscht und meinte: «Als Zuschauer hätte ich mein Eintrittsgeld zurückgefordert». Seine Mannschaft aber steigerte sich nach dem Seitenwechsel und zeigte nach Ostern nun eine wirklich starke Leistung im ersten Heimspiel. Und der Effretiker Teamchef war diesmal zufrieden, dass «uns die Revanche für die 0:2 Vorrunden-Niederlage glückte und wir gegen den Tabellen-Zweiten gar zu Null spielen konnten».

Kein Grund zur Überheblichkeit
Mit aktuell 23 Punkten hat Effretikon längst nichts mehr mit dem Abstieg zu tun und kann sich nun eigentlich bereits auf die nächste Saison 2018/19 vorbereiten. Wie mit dem Abstieg, hat Effretikon aber wie alle Gruppengegner, mit dem ersten Tabellenplatz und dem automatischen Aufstieg in die Zweitliga nichts mehr zu tun. Hunter dem ungeschlagenen Wallisellen tragen die Gruppengegner nun noch die Vergabe der goldenen Ananas aus.

Zulfikari schwerer verletzt als vermutet
Auf die Effretiker wartet samstags in Bülach eine hohe Hürde. Die Einheimischen befinden sich nach ihrem 3:0 Auswärtserfolg im Derby bei Embrach im Hoch. Die Mannschaft von Flakon Halimi/Urs Rhyner tut gut daran, trotz zwei Siegen die Bodenhaftung nicht zu verlieren. Dank zwei Siegen in Folge haben die Effretiker aber eine mächtige Portion Selbstvertrauen getankt und reisen hoch motiviert ins Zürcher Unterland. Bei Effretikon ist der Einsatz von Florian Bannwart (Augenoperation) ebenso fraglich, wie sicher, dass die FCE-Neuverpflichtung Gürkan Sentuerk (kam in der Winterpause von Rot-Weiss Winikon aufs Eselriet) wegen einer Lungenentzündung länger ausfallen wird. Ebenfalls länger ausfallen wird Jahjo Zulfikari. Dessen Armverletzung aus dem Rückrundenstart in Glattfelden erlitten, erwies sich nun weit schwerwiegender als anfangs angenommen. Zulfikari wird Effretikon über einen längeren Zeitraum nicht mehr zur Verfügung stehen. Ebenfalls nicht zum Einsatz kommen wird sicher Kim Schärz nach seiner Bänderverletzung. An dieser Stelle «Gute Besserung» an das Quartett Zulfikari/Bannwart/Sentuerk/Schärz.

Heinz Minder, Illnau