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FCE Chlausturnier 2018

17. November bis
16. Dezember 2018
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3. Liga, Gruppe 4: Bülach – Effretikon 2:1 (2:1)

Geschrieben von Heinz Minder am .

Herber Rückschlag für Effretikon: Sich selbst geschlagen
Nach den zwei Siegen über Schlusslicht Glattfelden (4:1), den Tabellenzweiten Niederweningen (3:0) und vor den beiden anstehenden Heimspielen gegen Oberglatt (Donnerstag, 19. April um 20:15 Uhr) und gegen die Reservisten des FC Seuzach (Sonntag, 22. April um 11:15 Uhr), musste Effretikon zum letztjährigen Zweitliga-Absteiger Bülach und schlug sich auf dem Erachfeld nach zwei Vollerfolgen selbst mit 1:2 (1:2).

Nach 40 Sekunden rannten die Gäste bereits dem frühen Rückstand nach. Später (25.) dem 0:2, welchem Adrian Fahrni den 1:2 Anschlusstreffer folgen liess (31.). Ab diesem Zeitpunkt verzeichneten die Effretiker mehr Ballbesitz, kamen aber gegen das sich nur noch passiv verhaltende Bülach nicht mehr zum Ausgleich. Zu vieles passte an diesem Samstag im Unterland für den Gast nicht zusammen. Hinzu kam dann auch noch das fehlende Wettkampfglück, denn für Effretikon hatte Adrian Fahrni zwei Minuten nach seinem 1:2 Anschlusstreffer noch einen Kopfball an die Latte zu vermelden.

Am Anfang nicht da…
Wäre, hätte, wenn und Aber. Das Verdikt nach 90 Minuten war pure Enttäuschung für Effretikon. «Ich will nicht sagen, dass wir am Anfang nicht da waren, aber irgendwie haben wir uns wohl die heutige Aufgabe etwas zu leicht vorgestellt», gestand Flakon Halimi. Bülach, das die Effretiker bereits in der Vorrunde mit 4:2 zu schlagen vermochte, verstand es einzig in den ersten zwanzig Minuten etwelchen Druck auf zu setzten, baute nach dem 2:0 Vorsprung aber markant ab und rettete sich letztlich mit viel Glück über die Zeit.

…und nach 40 Sekunden 0:1 in Rückstand
Die Gäste aus dem Oberland erwischten einen rabenschwarzen Start. Schon mit der ungewohnten Anspielzeit, samstags um 16 Uhr, taten sich viele der Effretiker Spieler höchst schwer und schienen mental nicht anwesend, als das Treffen angepfiffen wurde. Trainer Flakon Halimi bestätigte, dass «wir die ersten zehn Minuten verschlafen haben. Wieso? Das ist für mich einfach ein Rätsel». Schade. Nach der tollen Leistung vom vergangenen Samstag im Heimspiel gegen das zeitrangierte Niederweningen war es für Effretiker eher ein herber Rückschlag, zumal diese Niederlage völlig vermeidbar gewesen wäre.

Im Stau stecken geblieben
Man hätte meinen können, die Effretiker hätten die Lehren aus dem unsäglichen Auswärtsspiel der Vorrunde in Niederweningen gezogen. Scheinbar aber nicht. Erneut mangelnde Matchvorbereitung? Jedenfalls blieben einige der Effretiker im Brüttiseller-Kreuz in der Autobahn-Baustelle (Unfall) stecken und kamen zu spät in Bülach an, was Urs Rhyner (berechtigterweise) bereits auf die Palme trieb. Man müsse eben gerade zu einer solchen Tageszeit immer wieder mit Verspätungen rechnen, so der Effretiker Assistenz-Trainer. «Dann fährt man eben einfach etwas früher von zu Hause weg».

Gegenüber dem letzten Heimspiel gegen Niederweningen gab es bei Effretikon eine wichtige Teamänderung. Dejan Stankovic fehlte familiär. An seiner Stelle übernahm Deyan Ngari den Posten als «vorderer Verteidiger» vor der vier Mann-Abwehr Aregger/Schanz/Shahinaj/Emrulahri. Und ganz vorne starteten die Effretiker mit Uchenna Anioke als einzige Sturmspitze. Christoph Panzer, der vor zwei Tagen seinen 32. Geburtstag feiern konnte und im letzten Heimspiel nach zwei Minuten den Ball an den Pfosten hämmerte, kam erst eine halbe Stunde vor Spielschluss zum Einsatz.

Zwei Eigenfehler brechen Effretikon das Genick…
Noch bevor die erste Minute verstrichen war, lag Effretikon bereits 0:1 in Rückstand. Mit einem katastrophalen Eigenfehler, einem Querpass in die eigene Mitte lancierte Effretikon den Gastgeber, wo das resolut startende Bülach sich bedankte. Nach 40 Sekunden markierte Denis Videcnik das 1:0. «Wir haben aus unerklärbaren Gründen den Start total verschlafen», so der nach Spielschluss konsterniert wirkende Effretiker Teamchef. Und Flakon Halimis Nackenhaare sträubten sich später gleich nochmals. Ungenügend die Abwehrleistung seiner zuletzt sicheren Defensive, die gegen den Tabellenzweiten Niederweningen zu Null spielen konnte, was Effretikons Teamchef vor Wochenfrist noch mit grossem Stolz erfüllte. Statt den Ball rigoros aus dem Gefahrenbereich zu spedierten, vertendelte Effretikon nach knappen zwanzig Minuten das Leder vor dem eigenen Strafraum. Die Unterländer kamen über links mit Giancarlo Pizzolotto, wo dann dessen Anspielstation Videcnik nicht wunschgemäss zum Abschluss kam, doch Valon Rami markierte aus 18 Meter Distanz gegen die zögerlich agierenden Effretiker. «Wir waren am Anfang einfach irgendwie blockiert» so Halimis Erklärungsversuch über den missglückten Auftritt seiner Truppe in der Startphase.

…doch Fahrnis 1:2 Anschluss weckt Hoffnungen
Nach halbstündigem Verlauf traf Adrian Fahrni mit einem herrlichen Flachschuss ins linke, entfernte Eck. Allerdings gab es zu bemerken, dass viele Effretiker nur zögerlich in die Zweikämpfe steigen. Ganz anders diesbezüglich Bülach, das beispielsweise kompromisslos und besonders hart auf Fabian Danko spielte. Effretikons linker Aussen-Mittelfeldspieler konnte nur noch und noch mit Foulspiel am Durchbruch über die Flanken gehindert werden.

FCE mit nur drei Ergänzungsspieler…
Das FCE-Trainerduo Halimi/Rhyner nahm schon früh einen Wechsel vor. Yanik Meier gab nach längerer Absenz anstelle von Romario ein erfolgsversprechendes Comeback. Ansonsten haben die Effretiker scheinbar bereits wieder ein personelles Problem. Während Bülachs Interims-Trainer Gian Luca Appassito gleich sieben Ergänzungsspieler, darunter die beiden A-Junioren Erdim Sutas uns Birkan Cicenoglu nominierte, traten die Effretiker «nur» mit drei Ergänzungsspieler an, wovon Alvin Kqiku dann gar nicht zum Einsatz kam.

…dominieret Bülach eine Stunde lang
Effretikon dominierte ab diesem Anschlusstreffer. Bülach das nach dem 2:0 sehr passiv wurde, kam letztlich zu einem höchst schmeichelhaften Sieg. «Uns fehlte heute die Cleverness», so Halimi. Effretikons Trainer meinte aber auch, dass «dieses Spiel heute eigentlich keinen Sieger verdiente. Wir jedenfalls haben uns heute selbst geschlagen».

Fehlende Cleverness
Zumindst nach dem 1:2 Anschlusstor von Adrian Fahrni schienen die Effretiker etwas aus ihrer Lethargie zu erwachen. Sie wurden nun aktiver, allerdings auch mit weiterhin vielen Fehlern und Ballverlusten auf dem Feld. «Wir wollten und wollten», so Flakon Halimi, «das gewisse Etwas wollte uns heute aber einfach nicht gelingen». Und Effretikons Teamchef attestierte seinen Spielern, dass «punkto Laufbereitschaft, Willen und Kampf alles vorhanden war». Etwa differenzierter sah es hingegen nach Spielschluss sein Assistent Urs Rhyner und konnte sich über das gesehene beider Mannschaften absolut nicht erfreuen. Für wahr. Das Niveau war wirklich nicht berauschend und erschreckend war eigentlich, dass Bülach, einmal unter Druck geraten, absolut nicht über alle Zweifel in der Defensive erhaben war. Torhüter Felix Angstmann zeigte ebenfalls einige Unsicherheiten. Hätten die Effretiker nicht die von Halimi erwähnte Cleverness vermissen lassen, wäre es auf dem Erachfeld wohl ganz anders ausgegangen.

Halimi will klare Reaktion am Donnerstag
Vom aktuellen dritten, respektive vielleicht vierten Tabellenrang aus könnte Effretikon nun die noch verbleibenden Punktespiele bereits als General-Hauptprobe für die nächste Saison 2018/19 nehmen. Nach dem Seitenwechsel jedenfalls drückten die Effretiker auf den Ausgleich, rannten aber etwas kopf- und erfolglos an. Bülach erzitterte sich den zweiten Dreier in Folge, während für die Oberländer verbunden mit dem Schlusspfiff die grosse Ernüchterung erfolgte. Zuletzt, als Effretikon noch zum dritten Eckball kam, stürmte selbst FCE-Keeper Mathijs Kläy zuvorderst. Halimi erhofft sich nun am Donnerstag «keine klare Reaktion meiner Mannschaft».

Heinz Minder, Bülach

Matchtelegramm
Bülach – Effretikon 2:1 (2:1).- Sportplatz Erachfeld (Bülach).- SR: Milenko Filipovic.- 85 Zuschauer.- Tore: 1. Videcnik 1:0. 25. Rami 2:0. 31. Fahrni 2:1.-Bülach: Amgstmann; Meier, Porgali, Vanz, Winkler; Giancarlo Pizzolotto, Stavropoulos, Schiavi; Gomes Neves, Videcnik.- Ergänzungsspieler: Moresi; Tran Thai, Riccardo Pizzolotto, Pascarella, Sulejmani, Birkan Cicenoglu, Sutas.- Effretikon: Kläy; Aregger, Schanz, Shahinaj, Emrulahri; Ngari; Danko, Romario, Fahrni, Bärtschi; Anioke.- Ergänzungsspieler: Panzer, Yanik Meier, Kqiku.- Bemerkungen: Bülach ohne Tieri (privat), Verderosa (Beruf), Petovello (Ferien), Ömer Cicenoglu (Aufbau).- Effretikon ohne Kim Schärz, Jahjo Zulfikari und Jason Amoako (alle verletzt), Florian Bannwart (Augen-OP), sowie Gürkan Sentuerk (krank/Lungenentzündung), Adrian Lemm (im Aufbau), Dejan Stankovic (Familie), Marc Schneller (Militär) und Torhüter Tim Zgraggen (kein Aufgebot).- Eckballverhältnis: 3:3 (0:2).- Nächstes Spiel des FC Effretikon: Effretikon – Oberglatt (Donnerstag, 19. April, Sportplatz Eselriet, Effretikon: Spielbeginn 20:15 Uhr).