FCE Chlausturnier 2018

17. November bis 16. Dezember 2018
Hier geht's zu weitern Infos und zur Online-Anmeldung



3. Liga, Gruppe 4: Effretikon – Embrach

Geschrieben von Heinz Minder am .

Donnerstag, 17. Mai 2018, Sportplatz Eselriet (Effretikon) – Spielbeginn: 20:16 Uhr
Letztes Heimspiel des FC Effretikon gegen Embrach
Mit der Wochentags-Partie vom kommenden Donnerstag (Spielbeginn im Eselriet um 20:15 Uhr) heisst der FC Effretikon im Eselriet den Gast aus Embrach willkommen. Mit dem «Derby gegen die launische Diva Embrach» endet für den FC Effretikon bereits die Saison 2017/18 im heimischen Eselriet. Auf die Mannschaft von Flakon Halimi und Urs Rhyner warten nach dem Effi-Fäscht (25./27. Mai) noch die zwei Auswärtsspiele in Wallisellen (Samstag, 2. Juni/18 Uhr) und bei Bassersdorf 2 (Sonntag, 17. Juni/einheitlicher Spielbeginn der Schlussrunde 10:15 Uhr).

Embrach und Effretikon mit gleicher Philosophie
Die beiden Fussballvereine von Embrach und Effretikon weisen einige Gemeinsamkeiten auf. Beide Vereine wurden 1966 gegründet (Embrach am 24. Mai 1966, Effretikon am 3. Juni gleichen Jahres). Beide Vereine haben sich fast identische Philosophien auf die Flagge geschrieben.

Auf finanzielle Entschädigungen verzichten
„Wir sind ein aktiver Dorfverein, bei welchem alle mit ihren Fronarbeiten einen wesentlichen Beitrag zur Stabilität des Vereines beitragen. Wir verfolgen sportliche Ziele mit unseren 1. Mannschaften und bieten gleichzeitig auch Breitensport an. Wir bieten der 1. Mannschaft ein leistungsförderndes, erstklassiges Umfeld. Auf finanzielle Entschädigungen der Spieler verzichten wir. Wir sind ein Fussballverein mit ambitionierten Zielen, welche alle mit Herzblut und grossem Leistungswillen verfolgen. Wir wollen gemeinsam emotionale Momente erleben“.

Auch punkto aktuellem Profil gleichen sich die beiden Klubs. Embrach führt an, gegenwärtig rund 818 Mitglieder zu haben (131 Aktive/Senioren, 37 Frauen, 311 Junioren, 61 Juniorinnen – Effretikon hat Ende letzter Saison einen Bestand von 616 Mitglieder – und rund 25 angemeldete Teams).

Embrach ein Jahr Erstligist…
Sportliche gesehen hatte Embrach in seiner 50jährigen Geschichte gegenüber dem FC Effretikon leicht die Nase vorn. Ende 1981/82 scheiterte Embrach am erstmaligen Aufstieg in die Erstliga, schaffte diesen dann aber Ende 1986/87 doch noch. Für Embrach wurde es ein kurzes, einjähriges Gastspiel in der Amateurliga, denn bereits Ende 1987/88 stieg Embrach wieder in die 2. Liga ab. Es folgten Jahre in denen der sportliche Erfolg etwas zu wünschen übrig liess und verbunden mit dem Abstieg aus der Amateurliga stürzte Embrach zwischenzeitlich bis in die 3. Liga ab. Ende 1991/92 dann die Rückkehr der Embracher in die 2. Liga. Embrach konnte sich in der Zweitliga nicht halten und musste wieder zurück in die Drittliga, bis 2002/03 die Rückkehr gelang. Nach zwei vierten Schlussrängen (2003/04 und 2004/05) erwischtes Embrach abermals: zusammen mit Brüttisellen, Wiesendangen und Wülflingen musste Embrach Ende 2005/06 abermals zurück in die 3. Liga. Es folgte 2010/11 die Rückkehr – aber wie damals in die 1. Liga – wurde es nur zum einmaligen Gastspiel. Es war jene Saison, in der Effretikon zusammen mit Liga-Neuling Embrach in der Gruppe 1 der Zweitliga um den Klassenerhalt kämpften. Effretikon schaffte damals den Liga-Erhalt direkt am Strich (22 Spiele/27 Punkte). Niederweningen (26/26) und das Tabellen-Schlusslicht Embrach (26/23 Punkte) stiegen ab.

Effretiker fünf Jahre lang in der Interregionalen Zweitliga
Effretikon schaffte 2001/02 seinen bisherigen sportlichen Höhepunkt – verbunden mit dem Aufstieg vor Blue Stars in die Interregionale Zweitliga. Dort kämpften die Zürcher Oberländer fünf Jahre lang um das Überleben in der neu geschaffenen Amateurliga, welche Effretikon Ende 2006/07 verlassen musste. Effretikon stieg ein Jahr bereits in die Drittliga ab. Ende 2008/09 gelang den Effretiker der sofortige Wiederaufstieg. Ende 2013/14 erwischte es bekanntlich Effretikon abermals – Abstieg in die Drittliga. Seither „konsolidiert“ sich der Verein und ist damit beschäftigt, einen Wiederaufbau mit eigenen jungen Leuten zu vollziehen, damit vielleicht in absehbarer Zeit einmal wieder eine Rückkehr in die Zweitliga ins Auge gefasst werden kann.

Effretiker sind heuer reifer geworden
Zum Heim-Saisonabschluss der Meisterschaft 2017/18 konnte Effretikon bereits eine positive Bilanz ziehen. «Unsere Spieler sind reifer geworden», so Flakon Halimi. Der FCE-Trainer, der zusammen mit seinem Assistent Urs Rhyner den FC Effretikon auch in der neuen Saison 2018/19 führen wird, gesteht aber, dass «wir uns alle nach wie vor in einem Lernprozess befinden». Verschiedentlich bemerkte Flakon Halimi, dass «die geforderte und gesuchte Konstanz», sowohl bei den Leistungen wie auch bei den Resultaten «teils noch fehlt». Flakon Halimi und Urs Rhyner konnten aber gemeinsam bestätigen, dass «unsere Spieler ihr teils sehr gutes Trainings-Pensum anschliessend in den Ernstkämpfen (noch) nicht wunschgemäss umsetzten können». Diesbezüglich wartet auf die Teamverantwortlichen noch einiges an Arbeit für die nächste Saison.

Bislang hat Effretikon in einer sehr starken Gruppe (4) neun Mal gewonnen (5 Mal Vorrunde), zwei Mal Unentschieden gespielt (2 Mal Vorrunde) und acht Mal verloren (4 Vorrunde). Zurzeit stagnieren die Zürcher Oberländer auf ihren 29 Punkten – gleich viele, wie sie Ende letzter Saison auf ihrem Konto hatten – und jetzt stehen für die Effretiker noch drei Partien gegen Embrach (Heimspiel) und dann die beiden Auswärtspartien gegen Gruppensieger und Aufsteiger Wallisellen und die Reservisten des FC Bassersdorf an.

Von Anfang an auf Sieg spielen
«Ich will am Donnerstag im letzten Heimspiel gegen Embrach den Sieg um jeden Preis», so Flakon Halimi. Effretikons Trainer gestand, dass «mir die 0:6 Vorrundenniederlage immer noch weh tut – ich habe sie bis heute noch nicht verdaut». Er ärgert sich noch immer über die damalige ‘Leistung’ seiner Truppe. «Wir haben uns in Embrach richtig vorführen lassen» und meinte weiter: «Man sieht sich bekanntlich im Leben immer zwei Mal. Wir haben noch eine Rechnung offen». Er wisse aber, dass «wir eine Topleistung erbringen müssen» und er wollte «mit der bestmöglichen Mannschaft auf den Platz und alles versuchen, mit den besten Leuten den Sieg zu holen». Flakon Halimi und Urs Rhyner hatten sonntags grösste Sorgenfalten, eine schlagkräftige Truppe in Neftenbach ins Rennen schicken zu können. «Jeder Trainer beklagt immer verletzte Spieler. Aber so bekommen auch immer andere eine Chance». Die Frage, welche Kandidaten er denn bei einer Absenzen-Liste von elf Spielern (in Neftenbach) denn überhaupt noch im Köcher habe, konnte Halimi aber stirnrunzelnd nicht beantworten. Er meinte nur: «Donnerstags müssen meine Spieler Charakter zeigen. Es geht für alle darum, ihr Gesicht zu bewahren und nochmals. Wir werden von Anfang an auf Sieg spielen, alles andere akzeptiere ich nicht». Effretikons Trainer zum letzten Heimgegner Embrach und möglichen Spielausgang. «Embrach hat sich in den letzten zwei Spielen richtig gehen lassen, was ich eigentlich schade finde. Für uns ist ein Sieg die Pflicht». Schon ein Unentschieden «werte ich als Niederlage für uns. Wir haben unsere Pflicht in Neftenbach sonntags nicht erfüllt und dürfen uns derartige Fehler nicht mehr leisten». Er erwarte eine «klare Reaktion meiner Mannschaft».

Embrach lässt Meisterschaft für Cup-Wettbewerb ‘schleifen’
Unter Jürg Stücheli schaffte Embrach im letzten Jahr den dritten Schlussrang hinter Aufsteiger Rümlang und Wallisellen und wollte eigentlich diesen Rang heuer bestätigen. Einen weiteren Schritt nach vorne ist Embrach in dieser Saison nicht gelungen. Die Mannschaft zeigte, wie unsere Truppe, zu wenig Konstanz und hat sich nun, nachdem die Meisterschaft mit der vorzeitigen Vergabe des Gruppensieges und automatischen Aufstieges entschieden wurde, voll und ganz auf den Cup-Wettbewerb konzentriert. Nach fünf Siegen über Volketswil (3:1), Ellikon/Marthalen (2:1), den Zweitligist Diessenhofen (5:4) und Meisterschaftsgegner Wallisellen (3:2), sowie im Viertelfinal mit einem 5:3 über Zweiliga-Aufsteiger Rafzerfeld, steht Embrach nun im Halbfinal und trifft am 22. Mai auf Zweitligist Wädenswil. 

Heinz Minder, Illnau