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17. November bis
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3. Liga, Gruppe 4: Wallisellen – Effretikon 2:2 (2:0)

Geschrieben von Heinz Minder am .

Effretikon moralischer Sieger bei Aufsteiger Wallisellen
Im Vorfeld des zweitletzten Meisterschaftsspieles des FC Effretikon auswärts in Wallisellen setzte Flakon Halimi hohe Ziele. Effretikons Trainer meinte nämlich: «Wir wollen die erste Mannschaft sein, die Wallisellen in dieser Saison besiegen kann. Dann wird man auf Seiten des Gruppensiegers und Zweitliga-Aufsteigers noch lange von uns reden». Nach zwei Wochen Wettkampfpause verbesserte sich allerdings Effretikons prekäre Personalproblematik nicht. Im Gegenteil. Mit Adrian Fahrni, Dario Schanz und Adrian Aregger beklagten Effretikons Teamverantwortliche Halimi/Rhyner noch verschärften Kaderengpass, fehlten letztlich den Gästen in Wallisellen nicht weniger als elf Spieler (beim Heimklub waren fünf Spieler abwesend). Trotz eines 0:2 Pausenrückstandes holten die Effretiker mit starker zweiter Hälfte und Tore von Dejan Stankovic (57.) und Orhan Emrulahri (87.) wie in der Vorrunde beim 1:1 noch einen Punktegewinn.

Wallisellens Topskorer Memeti schaffte im ersten Durchgang dank seines Doppelpacks (9. verwandelter Foulpenalty und 28. Minute) eine etwas schmeichelhaft anmutende 2:0 Pausenführung. Nach dem Seitenwechsel schaffte erst Dejan Stankovic den 1:2 Anschlusstreffer (56.). Den 2:2 Ausgleich und Endstand realisierte Orhan Emrulahi, der einen von Romario aus 24 Meter getretenen Freistoss, den Wallisellens Keeper Mario Corbo abklatschen liess, resolut vollstrecken konnte.

Lockerer Effretiker Auftritt
Wallisellen überzeugte aus dem Spiel heraus wenig. «Wir haben noch nie zuvor ein Spiel so locker in Angriff genommen», so Effretikons Trainer Halimi, der sich vor Beginn der Partie mit Wallisellens-Trainer Maurizio Fede unterhielt. Die Effretiker gratulierten dem Heimklub zum Aufstieg und überreichten Fede als Anerkennung einige Flaschen Wein, bekamen dafür aber die Bestätigung, dass Wallisellen keinesfalls gewillt sei, den Effretikern dafür die Punkte zu überlassen.

Gesuchter Penalty?
Einer dieser Fehler war, als sich Florian Bannwart in der Startphase gegen Dani Dinis Fernandes im eigenen Strafraum zu einem Zweikampf einliess. Dinis Fernandes bestätigte seine Spielweise im Verlauf der Partie mehrfach. In der neunten Minute, im Duell mit Bannwart fiel dann Wallisellens linker Aussenläufer jedenfalls geschickt. Der Schiedsrichter zeigte auf den Penaltypunkt, wo sich Bujar Memeti dieses Geschenk nicht zwei Mal bitten liess und per Elfer resolut zum 1:0 verwandelte. Effetikon liess sich durch diesen frühen Rückstand nicht aus dem Konzept bringen. Mit Adrian Aregger und Dario Schanz (beide verletzt), dazu dem gesperrten Captain Avni Shahinaj fehlten den Gästen in der Defensive gleich drei wichtige Leute. Kam noch hinzu, dass sich jetzt auch noch Routinier und Schlüsselspieler Adrian Fahrni verletzte und die laufende Saison ebenfalls vorzeitig beenden muss.

Effretikon wieder mit vielen Absenzen und Umstellungen
Effretikons Teamverantwortliche Flakon Halimi/Urs Rhyner waren jedenfalls auch vor dem zweitletzten Saisonspiel nicht zu beneiden und mussten abermals, wohl wie von Spiel zu Spiel, wieder mit einer neuen, kaum auf sich abgestimmten Mannschaft antreten. «Dejan Stankovic hat heute erstmals Innenverteidiger gespielt», verriet Halimi (war offiziell mangels Spieler selbst noch auf der Mannschaftsliste vertreten) und Effretikons Trainer zeigte sich abermals begeistert über «die ausgezeichnete und wirklich starke Leistung von unserem Teambenjamin, dem 17jährigen Daniele Steiner, der abermals selbstbewusst aufgetreten ist». Und Halimi lüftete nach dem Abpfiff noch ein Geheimnis: «Wir sind heute wohl eher mit nur 60 Prozent Potenzial aufgetreten. Die wichtigsten Spieler fehlten uns heute und viele der anderen haben praktisch gar nicht mehr trainiert». Effretikon hat eine zweiwöchige Wettkampfpause hinter sich, denn auf Pfingsten folgte des spielfreien Wochenendes wegen des Effi-Fäscht. «Dass wir heute trotzdem eine so starke Leistung gegen Wallisellen zu zeigen vermochten, erfreut mich natürlich mit viel Stolz».

Memeti mit Doppelpack zum Zweitore-Vorsprung des Tabellenführers
Wallisellens Topskorer Memeti schaffte dann nach einem Lauf über die halblinke Seite und mit seinem Doppelpack knapp vor Ablauf der ersten halben Stunde den Zweitore-Vorsprung für den Gruppensieger. Kurz nach dem 0:2 kam dann Effretikon zu seiner ersten gefährlichen Aktion vor Corbo. Ausgangspunkt war Fabian Danko, welcher von der linken Seite aus mit einer Flanke in den Strafraum Christoph Panzer suchte. Effretikons Sturmspitze setzte den Kopfballversuch am Ziel vorbei (31.). Im direkten Gegenzug und schnellen Konter verhinderte Effretikons Torhüter Mathijs Kläy verhinderte dann das 0:3. Und dann brannte es nochmals vor Corbo. Erster Eckball für die Zürcher Oberländer. Hereingabe durch Gürkan Sentürk. Corbo faustete den Ball weg in das Mittelfeld, von wo aus Marc Schneller einen gefährlichen Distanzschuss versuchte. Der Ball strich knapp links am Tor vorbei (33.).

Gäste schaffen nach Pause wichtigen 1:2 Anschlusstreffer durch Stankovic
Effretikon agierte keck, ohne Respekt und war absolut nicht defensiv orientiert. Im Gegenteil. Dass die Gäste frisch von der Leber weg aufspielten, schien den designierten Aufsteiger zu überraschen. «Wir leisteten uns zwei krasse Fehler», bestätigte Halimi. «Ich sagte meinen Spielern, dass wir heute nur ein einziges Tor brauchen – und Wallisellen wird fallen». So sei seine Mannschaft «in der Pause nochmals eng zusammengerückt. Wir haben unseren Kreis nochmals gestellt und uns eingeschworen».

Besagten ersten Treffer, den Halimi forderte, gelang Effretikon kurz nach Wiederbeginn und verdientermassen, denn Wallisellen überzeugte keinesfalls und verhielt sich über weite Strecken ‘überheblich passiv’. Als Stankovic das 1:2 markierte «ging der von mir erwähnte wichtige Ruck durchs Team», bestätigte Halimi. «Wir wussten, dass wir anfangs zweiter Halbzeit die ersten zehn Minuten ohne weiteren Gegentreffer überstehen mussten. Mit dem 1:2 in der 56. Minute waren wir gewillt, das Spiel in die eigene Hand zu nehmen». Er habe zur Pause von seinen Leuten gefordert, dass «wir im Falle des 1:2 Szenarios den Ball verstärkt schneller laufen lassen müssen». Besagter Anschlusstreffer glückte den Gästen im Anschluss an Effretikons zweitem Eckball, welchen die Platzherren nicht weit genug aus dem Gefahrenbereich klären konnten. Verbunden mit dem 1:2 kam Effretikon optisch zum Übergewicht, bekundete aber teils Mühe mit dem letzten und entscheidenden Zuspiel in die Spitze. Zur Halbzeit war Christoph Panzer vom Feld gegangen und Halimi/Rhyner brachten mit Orhan Emrulahi einen frischen Mann auf den Platz.

Romarios Freistoss nach Kuss von Emrulahi vollsteckt
Ausgangspunkt des 2:2 Ausgleiches war der von Romario getretene Freistoss. Erst küsste der Effretiker den Ball bevor er ihn setzte, schlug dann das Leder von halbrechter Seite hoch aus rund 24 Meter Distanz direkt auf das Tor, wo Mario Corbo den Ball nach vorne abklatschen liess. Der ab Halbzeit neu eingewechselte Orhan Emrulahi verwandelte den Abpraller resolut (87.). Hektisch verlief dann die Schlussphase. «Wenn man auswärts beim bislang in 19 Spielen ungeschlagenen Tabellenführer Wallisellen einen 0:2 Rückstand aufholen kann, stimmt mit der eigenen Mannschaft sehr viel», so Flakon Halimi. Effretikons Trainer trotz akutem personellen Kaderbestand: «Jeder war heute bereit für den anderen zu laufen, auch wenn er mal zwei, drei unnötige Schritte mehr machen musste». Halimi hofft, dass «wir dieses Resultat und positive Ergebnis mit ins nächste Spiel nehmen können». Effretikon, dass bereits in der Vorrunde im Eselriet zu einem 1:1 Remis gegen Wallisellen kam, konnte nun samstags das ‘Spöde’ als moralischer Sieger verlassen.

Heinz Minder, Wallisellen

Matchtelegramm
Wallisellen – Effretikon 2:2 (2:0).- Sportzentrum (Platz 1), Wallisellen.- 55 Zuschauer.- SR: Ugur Kocayildiz.- Tore: 9. Memeti (Foulpenalty) 1:0. 28. Memeti 2:0. 56. Stankovic 2:1. 87. Emrulahi 2 :0.- Wallisellen: Corbo; Schlegel, Aydin, Koide, Hanselmann; Moor, Heiniger, Mataj; Dinis Dani Fernandes, Costa Micasel Fernandes; Memeti.- Ergänzungsspieler: Visar Mehmedi, Epp (kein Einsatz: Suad Mehmedi, Bermeo Vallejo Humberto und Altun.- Effretikon: Kläy; Bannwart, Stankovic, Steiner, Schneller; Yanik Meier, Sentuerk; Anioke, Romario, Danko; Panzer.- Ergänzungsspieler: Emrulahri, Lemm (kein Einsatz: Trainer Flakon Halimi).- Bemerkungen: Wallisellen ohne Eggmann (kein Aufgebot), Megna (familiär), sowie Testa, Caroli und Crusi (alle Ausland).- Effretikon ohne Kim Schärz, Adrian Aregger, Jahjo Zulfikari (definitives vorzeitiges Saisonende), Adrian Fahrni, Alvin Kqiku und Jason Amoako (alle verletzt), Dylan Ngqari (im Aufbau) und Torhüter Tim Zgraggen (kein Aufgebot),  Christian Bärtschi (LAP/Schule), sowie Avni Shahinaj (gesperrt).- Verwarnungen: 42. Romario (Foul), 78. Mehmedi (Foul) und 87. Aydin (Foul).- Offizielle Trinkpausen: 22./73. Minute.- Eckballverhältnis: 3:2 (2:1).- Nächstes und letztes Meisterschaftsspiel des FC Effretikon in der laufenden Saison 2017/18: Bassersdorf 2 – Effretikon, Sonntag, 17. Juni 2018, einheitlicher Spielbeginn der Schlussrunde: 10:15 Uhr.-