E Juniorinnen: SC Wipkingen - FC Effretikon 4:1

Geschrieben von Michael Schädler am .

Gefühlte 56 Minuten auf der Siegerstrasse
Schon nach wenigen Ballberührungen war offensichtlich, dass wie im Hinspiel zwei praktisch gleich starke Teams aufeinandertreffen würden. Auf dem noch feuchten, schnellen Untergrund bot sich den Zuschauern vom Anpfiff an eine muntere Partie mit relativ wenig Torchancen auf beiden Seiten. Der 0:1 Pausenrückstand war unglücklich, resultierte er doch aus einer falschen Deutung der zahlreichen bunten Linien auf dem Wipkinger Kunstrasen. 
Unbeeindruckt vom Gegentreffer schaltete unser Team in Drittel 2 noch einen Gang höher. Amina setzte vorbildlich nach und vollendete zum umjubelten Ausgleich. Neben weiteren Torgelegenheiten hatte Elina ein Déja Vu als sie leider wie im Vorspiel in Effi nur Aluminium traf. Eine Führung für die Blau-Weissen wäre nach 40 Minuten absolut verdient gewesen. Obwohl wir unsere Qualität nicht über Tore und Punkte definieren, müssen wir uns der (berechtigten) Frage stellen: „Wie konnte Effi trotz bislang positivem Spielverlauf im letzten Drittel mit 0:3 unter die Räder kommen“?

Ursache 1 war—hervorgerufen durch eine Mischung aus Unkonzentriertheit und Ungeduld—ein etwa vierminütiges, indisponiertes Mittelfeldknäuel aus zu defensiven Stürmern und zu offensiven Verteidigerinnen, das das schuss-starke Heim-team zu Abschlussversuchen einlud. Ursache 2 ist der unterschiedlichen Spielphilophie der Trainer-Teams geschuldet: Auf der einen Seite Effi, das bemüht ist, allen Spielerinnen, unabhängig von ihren Stärken und Schwächen, auf unterschiedlichen Positionen ähnlich viel Spielzeit zuzugestehen, auf der anderen Seite Wipkingen, das jedem Mädchen eine feste Position zuwies und dabei seine beiden besten Akteurinnen praktisch über die gesamten 60 Minuten nicht auswechselte. Trauern wir nicht der Niederlage nach, sondern freuen uns über 56 gute Minuten und lernen aus den Fehlern. Der Einsatz hat auch heute wieder gestimmt, an der Chancenverwertung und Verteilung auf dem Spielfeld werden wir weiterhin arbeiten (müssen). Fortschritte, wie z.B. das Einschalten der Verteidigerinnen in die Offensivaktionen sind jetzt schon erkennbar, und es werden hoffentlich noch viele folgen. Hopp, Effi!

 

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