CleanUp Day 2017

Clean-Up Day – Juniorinnen Db und E räumen auf im Sportzentrum Eselriet
Jedes Jahr Mitte September ist der Nationale Clean-Up Day. Die Gemeinde ruft Freiwillige dazu auf, gemeinsam die Gemeinde von Unrat und achtlos weggeworfenen Gegenständen zu befreien. Da dieser Aktionstag jeweils auf einen Samstag fällt, an welchem unsere Teams in der Regel fussballerisch im Einsatz stehen, hat der FC Effretikon das Patronat über die Umgebung des Sportzentrums übernommen und befreit dieses Gebiet jeweils an einem Wochentag vor dem Training. Waren es in den letzten Jahren meist die Junioren D Teams, welche grossen Einsatz zeigten, mussten dieses Jahr die Juniorinnen Db und E in die Hosen. Während 75 Minuten füllten 24 Girls unter der Anleitung von zwei Trainern ebenso viele Abfallsäcke und zeigten dabei vollen Einsatz und hatten erst noch Spass dabei.

Mittwochnachmittag, 16.45 Uhr – 23 Mädchen trudeln fröhlich lachend im Sportzentrum Eselriet ein. Über eine Stunde früher als normalerweise. Der Auftrag war klar. Es galt das Eselriet vom Müll zu befreien, den die Leute oft achtlos wegwerfen. Wir haben immer mehr Mädchen in unserem Verein. Da sollen natürlich auch die anstehenden Aufgaben und Pflichten fair verteilt werden. Schnell waren die Handschuhe und Abfallsäcke verteilt. Achtung – Fertig – Los. Erklärungen brauchte es nicht gross. Die Girls entwickelten einen regelrechten Wettkampf um jedes ‚Fötzeli‘. Keine Fragen ‚warum müssen wir das tun‘ oder Bemerkungen wie ‚ich habe keine Lust‘. Es war eine einfache und schnell organisierte Übung.

Wissen Sie wie lange Abfall weiterlebt?
Hier ein paar Beispiele – es dauert erschreckend lange, bis die Natur Abfallsünden selber korrigiert. 

Material Abbaudauer
Taschentuch 3 Monate
Zeitung 1-3 Jahre
Zigarette 1-5 Jahre
Kaugummi 5 Jahre
Aludose 10-100 Jahre
Plastikfolie 30-40Jahre
Feuerzeug 100 Jahre
Plastikflasche 100-1000 Jahre
Glasflasche 4000 Jahre

Wälder – Wegränder – rund um Fussballplätze und Clubhaus
Darum ist unser Beitrag umso wertvoller. Der beste Abfall ist übrigens derjenige, welcher gar nie weggeworfen wurde.
Wir haben uns um Weg- und Waldränder rund um die Fussballplätze, aber auch um die Sportplatzstrasse, den Kirchweg und rund um das Sportzentrum mit seinen Parkplätzen selber und den Eingang der Zivilschutzanlage gekümmert. Auch in den anliegenden Wäldern selber sind wir aktiv geworden. Viel Plastikmüll wurde gefunden, aber auch Windeln und jede Menge anderer Unrat. Es wurde keine Ecke ausgelassen. Erfreulich war, dass wir auf keine grösseren Abfallhalden zum Beispiel im Wald gestossen sind. Dem Gefühl nach war es weniger Abfall der gefunden werden musste, als in früheren Jahren.

Einlaufen inklusive
Nach rund 75 Minuten war der Spuk schon vorbei. Das Einlaufen für die anschliessenden Trainings der beiden Teams war dank dem grossen Einsatz schon vor dem eigentlichen Training erledigt. Wichtiger als die Menge der gesammelten Abfallmenge war es, dass die Girls verstanden haben, wie viel Abfall von uns Menschen sorglos weggeworfen wird, obwohl überall Abfalleimer zu finden sind. Dieses Wissen wurde auf sehr spielerische und ehrlich gesagt auch unterhaltsame Weise vermittelt. Erfreulich waren auch zwei Beobachtungen nach dem Training. Ein Mädchen hat noch auf dem Weg zum Auto Abfall aufgehoben und im Abfalleimer entsorgt. Und ein anderes Mädchen ein Fötzeli aus der eigenen Hosentasche ebenfalls korrekt entsorgt. Die Message scheint angekommen zu sein.

Die Trainer - Luca Pescante und André Sahli