Juniorentrainingswoche 2018

Vom Montag 30.4. bis Freitag, 4.5.2018 - Sportplatz Eselriet.
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Präsi's Corner Dezember 2017

Ein weiteres Jahr neigt sich dem Ende entgegen. Während die Zeit bei den jüngsten Mitgliedern wohl nicht schnell genug vorbeigehen kann, wirkt das Tempo mit welchem wir durch unser Leben schreiten für manch älteres Semester wohl eher beängstigend. Während meine Kinder schon am dritten Tag nach den Schulferien fragen, wie lange es denn noch bis zu den nächsten dauert, komme ich kaum dazu regelmässige Aufgaben abzuschliessen bevor die nächsten schon wieder anstehen.

Unser Verein hat sich im 2017 einmal mehr weiterentwickelt. Bei unserer ersten Mannschaft versuchen wir Neues und ich empfehle das Newsletter-Interview mit unserem neuen Fitness- und Mentalcoach Rainer Bierbrodt in diesem Newsletter als Lektüre. Als Verein, der nicht einfach das grosse Portemonnaie aufmachen kann, müssen wir uns immer wieder neu erfinden, um konkurrenzfähig zu bleiben, respektive konkurrenzfähiger zu werden. Auch Im Frauenfussball machen wir unglaubliche Fortschritte und führen derzeit sehr ernsthaft eine Gleichstellungsdiskussion. Wir sind auf gutem Weg im Herren- und Frauenfussball vereinsintern für gleichlange Spiesse zu sorgen. Nicht dass wir alles von heute auf morgen auf den Kopf stellen könnten, manche Entwicklungen brauchen ihre Zeit. Aber wir sind auf gutem Weg die richtigen Massnahmen einzuleiten.
Auch im Nachwuchsbereich erleben wir gute Entwicklungen. Die leistungsorientierteren Teams stehen mittlerweile alle in Stärkeklassen, welche wir vor einiger Zeit als erstes Wunschziel definiert haben. Und auch die anderen Teams machen sehr grosse Entwicklungsschritte, welche es erlauben künftig darauf aufzubauen. 

Wir haben kürzlich unsere letzte Vorstandssitzung für dieses Jahr abgehalten. Wenn ich die Entwicklung unseres Vereines in den mittlerweile über 25 Jahren im FCE-Vorstand betrachte stelle ich fest, dass wir viele ausgeprägte Charakteren im Vorstand vereinen. Was auf der einen Seite für Diversität und ab und an auch gewünschte unkonventionelle Herangehensweisen fördert, sorgt auf der anderen Seite auch dafür, dass wir heute mehr Strukturen brauchen, um auch effizient zu bleiben. Dazu haben wir anlässlich der letzten GV Oliver Christen mit ins Boot geholt. Mit den von ihm eingeführten professionellen Sitzungsstrukturen erlaubt er mir wieder vermehrt die ‚Vogelperspektive‘ einzunehmen und mich vermehrt zurückzuhalten, was dem Vorstand definitiv guttut. Trotzdem machen wir uns derzeit Gedanken über zukünftige Strukturen des FCE- Führungsgremiums.

Wo eine Türe sich schliesst, geht normalerweise eine andere auf
Auch auf die kommende Generalversammlung hin werden wir gewisse Abgänge kompensieren müssen. Freiwillige zu finden, welche in einem Verein Verantwortung übernehmen und ihre Zeit zur Verfügung stellen ist definitiv nicht die einfachste Aufgabe. Aber auch wenn die Suche oft aussichtslos erscheint ergeben sich in Gesprächen und bei intensiverer Suche Chancen und Möglichkeiten. Trotzdem rufe ich auch an dieser Stelle erneut dazu auf sich im FCE einzubringen. Es gibt verschiedenste Aufgaben und Verantwortlichkeiten. Einige sind zeitintensiver als andere. In der Regel finden wir aber für jeden Interessierten eine passende Aufgabe. Eine Vorstands-, Funktionärs- oder Trainertätigkeit hilft bei der persönlichen Entwicklung, welche auch im Berufsalltag oft von Nutzen sein kann. Helft uns also dabei den FCE weiter zu bringen, seid offen für Neues und kontaktiert ein Vorstandsmitglied im Fall, dass ihr interessiert seid.

Mut für Neues
In diesem Newsletter gibt es unter anderen ein Interview mit dem seit diesem Sommer tätigen Fitness- und Mentaltrainer der ersten Mannschaft. Wer Rainer Bierbrodt, welcher dem Trainerduo Flakon Halimi und Urs Rhyner zur Seite steht, bei einem Training schon mal zugeschaut hat, erkennt auf Anhieb ein unglaubliches Engagement. Ich kann mir vorstellen, dass die Spieler in gleichwohl hassen und lieben. Der FCE ist hier einen neuen, in dieser Liga wohl eher seltenen Weg gegangen. Wir sehen uns in diesem Weg aber bereits bestätigt, da wir fast keine Verletzten mehr zu beklagen haben, während wir in der Vergangenheit regelmässig Akteure mit Blessuren und wiederkehrenden Beschwerden zu beklagen hatten. Natürlich müssen sich die Spieler darauf einlassen und wohl auch ab und zu den inneren ‚Schweinehund‘ überwinden. Wir sind gespannt auf die weitere Entwicklung in diesem Bereich.

Gleichstellung der Geschlechter als Herausforderung
Der FCE wurde letztes Jahr 50 und seit gut 25 Jahren – also der Hälfte – gibt es im FCE Frauenfussball. Auch wenn unser Verein schon immer einer der grösseren Frauen- und Juniorinnenabteilung hatte, war der Run noch nie so gross wie heute. 120 weibliche Mitglieder von der 5- bis 25jährigen kicken mittlerweile regelmässig gegen das runde Leder und machen inzwischen schon fast ein Viertel aller aktiven Mitglieder des FCE aus. Für uns Anlass genug, ernsthaft über die Bücher zu gehen und dem Frauenfussball noch mehr Bedeutung beizumessen. Dies geht nur, wenn wir uns von alten Denkmustern lösen und auch lange undenkbare Wege gehen. Wir sind bereit dazu und haben diesen Weg in Angriff genommen. Um nachhaltig für Veränderungen zu sorgen braucht es manchmal Zeit und Geduld. Oft stehen uns auch infrastrukturelle Grenzen im Weg und zwingen uns zu Kreativität und zu unkonventionellen Ansätzen. Mit etwas gutem Willen können aber schon kleine Veränderungen Grosses bewirken. Die Reise hat eben erst begonnen, aber wir marschieren bereits in die richtige Richtung. Mehr Rechte gehen aber in der Regel immer auch mit mehr Pflichten einher. Auch hier besteht noch Luft nach oben. Wir wünschen uns mehr Frauen, welche bereits sind Aufgaben und Verantwortung zu übernehmen. Unsere Türen stehen offen. Erste positive Entwicklungen lassen sich bereits beobachten. Wir freuen uns über mehr weibliche Entscheidungsträger und Freiwillige.

Sportliche Zukunft sichern
Viele Jahre schien es, als ob wir im Nachwuchsbereich auf einzelne starke Spieler und Jahrgänge hoffen müssen, um weiterhin mit Eigengewächsen bestehen zu können. Umso mehr freut es mich, dass wir zusammen mit unserem Nachbarverein inzwischen in allen Juniorenkategorien mit unseren Teams aufgestiegen sind und unsere Spieler vermehrt gefordert werden. Das kommt nicht von ungefähr. Der Aufbau stimmt und beginnt schon ganz unten. Immer öfter steht die Entwicklung der Teams und deren Spieler im Vordergrund. Auch wenn immer noch vieles vom Engagement und der Erfahrung der Trainerinnen und Trainer abhängt (das wird im Breitensport auch so bleiben), erkennt man doch, dass immer mehr Teamverantwortliche am gleichen Strick ziehen und ihre Jungs (und natürlich auch Mädels) weiterentwickeln und irgendwann mit Stolz dem nächsten Team weitergeben möchten. Die nun folgende Message versuche ich immer mal wieder im Präsi’s Corner zu übermitteln. Erfolg haben ist manchmal einen wohlverdienten Aufstieg feiern – glaubt mir es gibt nichts Schöneres. Erfolg haben ist aber manchmal auch, wenn ein Pass über vier Meter auf einmal ankommt oder völlig unverhofft ein Spielzug über die Flügel gelingt. Und manchmal ist Erfolg auch ganz einfach als Gruppe miteinander auszukommen, für den Schwächeren oder die Schwächere dazu sein und als Einheit aufzutreten. Und wenn die neue Saison in einem neuen Team mit neuen ‚Gschpänli‘ beginnt und man bereit ist, die Herausforderung erneut anzunehmen und gemeinsam Erfolge zu feiern. Und nicht zuletzt ist es die Solidarität gegenüber dem Verein, der uns alle zusammenschweisst und uns stark macht.

Im Wissen, dass unser Sport auch auf regionaler Ebene inzwischen ein Ganzjahressport geworden ist, wünsche ich doch allen einen ruhigen Jahresausklang. Es ist definitiv Zeit mal inne zu halten und zur Ruhe zu kommen. Mit frischem Mut und aufgeladenen ‚Batterien‘ wollen wir nach der Festtagspause – zu welcher ich Euch und Euren Familien alles Gute wünsche – wieder Vollgas geben.

Euer Präsi - André Sahli