Juniorentrainingswoche 2018

Vom Montag 30.4. bis Freitag, 4.5.2018 - Sportplatz Eselriet.
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FC Effretikon Saison 2017/18

Konstantere Leistungen und mehr Stabilität erwünscht – kann Effretikon im Startrundenspiel Luca Dimita neutralisieren?
-> Sonntags steigt Effretikon mit dem Heimspiel gegen Glattfelden in die Saison 2017/18 (Spielbeginn Eselriet: 11.15 Uhr/Vorab Supporter-Brunch).
Der FC Effretikon muss sein viertes Jahr in der Drittliga in der Gruppe 4 bestreiten. Zur grossen Verwunderung vieler wurden die Zürcher Oberländer um geteilt und zudem noch in eine Gruppe, in der es heuer keine Aufsteiger gibt. Undurchsichtig somit das Handeln des Verbandes, der in der Gruppe 1 mit Buttikon und Oberrieden zwei-, den Gruppen 2 (Centro Lusitano Zürich 1, Republika Srpska und Tetova), 3 (Barcelona, Glattbrugg und Herrliberg 2) sowie in der Gruppe 5 (Centro Gallego, Dinamo Schaffhausen 2 und Tössfeld) gleich je drei Neulinge eingeteilt hat.

Damit hat man von Verbandsseite zumindst zwei Drittliga-Aufsteigern den Freipass des vorzeitigen, garantieren Ligaerhaltes erteilt. In den Gruppe 4 und 6 gibt es hingegen keinen einzigen Aufsteiger (??). Warum beispielsweise Drittliga-Rückkehrer Glattbrugg nicht der «logischen Gruppe 4» zugeordnet wurde, bleibt wohl das dunkle Geheimnis des FVRZ. Mauscheleien hinter den Kulissen des Verbandes – der Hauch von Grümpelturnier bleibt mit dem unsäglichen Regelwerk des freien Auswechselns der Drittliga behaftet – die Schere zwischen Zweit- und Drittliga wird von Jahr zu Jahr grösser.

Am Sonntag, 13. August begann für die Regionalfussballer die neue Saison 2017/18. An diesem Wochenende wurde die erste Runde im Zürcher «Rumox» Regional-Cup gestartet. Effretikon hätte auswärts antreten müssen und wäre um 10 Uhr auf den ehemaligen Drittligisten Turbenthal getroffen. Hätte, wenn und Aber, doch die Partie wurde kurzfristig «verschoben».

Sind die Effretiker diesmal gerüstet für die neue Saison?
Das erste Meisterschaftsspiel folgt nun am kommenden Sonntag, mit dem Heimspiel gegen Glattfelden. Noch bevor der Kick-Off erfolgt ist steht bereits fest, dass es in der Gruppe 4 eine knüppelharte Saison geben wird, denn Absteiger Bülach, Embrach, Seuzach 2, Kloten und Wallisellen hegen Ambitionen auf einen Spitzenrang. Da kann man sich schwerlich nur an einer einzigen Hand ausrechnen, was für die restlichen Vereine übrigbleibt. Urs Rhyner sprach schon im Vorfeld der neuen Saison von «einer happigen Meisterschaft die auf uns wartet» und spekulierte darüber, dass «diese vermutlich noch um einiges schwerer wird als unsere letzte Saison».

Vor Supporter-Kulisse
Traditionell erfolgt der Saisonauftakt im heimischen Eselriet jeweils vor der geladenen Supporter-Kulisse. So auch heuer. Der Vorstand der Supporter-Vereinigung des FC Effretikon hat seine Mitglieder zum beliebten Sonntags-Brunch geladen. Dieser findet vor der diesjährigen Heimspiel-Premiere gegen Glattfelden statt. Für Effretikon wird die Premiere zu einer besonderen Premiere. Noch nie in der Meisterschaft sind sie auf jenes Glattfelden gestossen, das Ende Saison 2014/15 aus der Drittliga-Absteigen musste und am 17. Mai 2015 in seinem Heimspiel gegen Töss 2 weit über die Dorfgrenzen hinaus von sich reden machte, als das Drittliga-Meisterschaftsspiel nach Tumulten auf dem Platz vorzeitig abgebrochen – und am Ende vom Verband sanktioniert mit einer Nullwertung belegt wurde. Glattfelden schaffte den sofortigen Wiederaufstieg. Die letzte Meisterschaft beendete Effretikons erster kommender Gegner auf dem vierten Schlussrang.

Kann Luca Dimita gebremst werden
Hauptanteil zum starken Abschluss des Liga-Neulings (Drittliga-Rückkehrer) leistete dabei Luca Dimita. Der ehemalige Challenge-League Spieler (Dimita spielte für Red Star/Wil/Locarno/Gossau/YF Juventus und Dietikon) ist als Topskorer ein Garant. In der Schlusspartie der letztjährigen Meisterschaft – Glattfeldens letztes Heimspiel gegen Oberglatt – steuerte Glattfeldens Knipser beim 5:4 Erfolg des Heimklubs gleich alle fünf Treffer bei.

Effretikons erster Meisterschaftsgegner war am vergangenen Wochenende im Cupwettbewerb engagiert und setzte sich beim Drittliga-Absteiger und einstigen Erstligist Wülflingen mit 4:3 durch. Von diesen vier Toren erzielte Dimita deren drei Treffer und präsentierte sich bereits wieder in absoluter Torlaune. Auf Effretikons Hintermannschaft wartet zum Auftakt eine besondere Knacknuss die heisst: Wer kann Dimita bremsen.

Potenzial selten ausgespielt
Effretikon beendete seine dritte Drittliga-Saison nach dem Abstieg 2013/14 auf dem enttäuschenden siebten Schlussrang. So schlecht waren die Zürcher Oberländer die erneut ihr Potenzial nicht ausspielen konnten noch nie rangiert.

Das erste Jahr nach der Relegation beschlossen die Effretiker mit Trainer Fred Zbinden im gesicherten Mittelfeld (22 Spiele/38 Punkte/fünfter Schlussrang). Doch der Trainer, den der Verein nach dem Ende des Engagements von Marcel Erismann aufs Eselriet holte, war unzufrieden, weil Abmachungen punkto Integration der eigenen jungen (B- und A-Junioren) in die erste Mannschaft nicht eingehalten wurden. Der Ehemann von FVRZ-Vizepräsidentin Rita Zbinden verlängerte bei Effretikon nicht mehr.

Positiver Auftakt wünschenswert
Ein guter und erfolgreicher Start in eine neue Saison ist psychologisch wichtig. Das wissen die Spieler – das predigen die Trainer. Nun. Effretikon hatte in seiner jüngsten Drittliga-Geschichte weniger Erfolg mit den ersten Punktepartien. In der ersten Saison nach dem Abstieg, mit Trainer Fred Zbinden, glückte den Effretikern der Einstieg in das Drittliga-Abenteuer. Effretikon siegte bei Küsnacht 2 5:1. Zwei Startrunden-Niederlagen gab es zuletzt in der Ära von Paolo Fatati. 2015/16 verlor Effretikon das erste Punktespiel gegen Dielsdorf mit 2:3 und im letzten Jahr resultierte bei den Reservisten des FC Uster eine 1:2 Auswärts-Niederlage.

Copy – Paste
Effretikon lieferte nun fast identische zwei Jahre ab. Zwei Mal vergeigten die Oberländer ihre Vorrunde. Inkonstante Leistungen und Resultate brachten sie sowohl 2015/16, wie nun auch wieder 2016/17 vor der Winterpause in arge Bedrängnis. So kritisch und ungemütlich, dass gar die direkte Involvierung in den Abstiegskampf aktuell wurde.

Entzog sich Effretikon 2016 mit starkem Rückrundenstart und fünf Siegen in Folge zwischen dem 24. April bis 29. Mai aller Abstiegsängste, vermochten die Effretiker dann im Spätherbst 2016 vor Winterpause mit zwei Siegen über Brüttisellen (2:0) und dem knappen 1:0 Heimsieg über Schlusslicht Weisslingen noch wichtige Punkte einzufahren. So stand der ehemalige 2. Liga-Interregio-Teilnehmer (fünf Jahre ab Saison 2002/03) nach der elf Partien umfassenden Vorrunde 2016/17 wenigstens mit drei Siegen, zwei Remis und sechs Niederlagen noch mit elf Punkten da. Doch im Frühling 2017 ging der Rückrundenstart gegen Uster 2 in die Hose. Das Team vermochte aber dem Erfolgsdruck nicht stand zu halten und verlor sein erstes Heimspiel knapp und absolut nicht zwingend 0:1. Fast logisch dann die 1:3 (Heim)-Niederlage gegen Pfäffikon. Unmittelbar nach Ostern stellte Trainer Paolo Fatati sein Amt im Eselriet zur Verfügung. Er wolle dem Verein und der Mannschaft noch im richtigen Augenblick die Chance zu einem Neubeginn unter neuer Führung geben, so Fatati (trainiert ab dieser Saison 2017/18 die Reservisten des FC Pfäffikon/3. Liga, Gruppe 6).

Sich wieder mit fünf Siegen aller Sorgen entledigt
Der erste Test nach dem Trainerwechsel zu Flakon Hamiti und Urs Rhyner (letzterer führte bereits früher den FCE-Nachwuchs und zusammen war das Duo auch in Oetwil am See tätig), ging in Wetzikon 0:3 verloren. Dann aber folgte wiederum eine Siegesserie von fünf Erfolgen en Suite. Diese endete auswärts beim letztjährigen Absteiger Brüttisellen. Flakon Hamiti, rückblickend auf den Zeitpunkt, als er zusammen mit Urs Ryhner Effretikon übernahm: «Die Spieler wirkten sehr ängstlich und hatten überhaupt kein Selbstvertrauen mehr». Obwohl Potenzial vorhanden, «konnten die Spieler ihre Rollen auf dem Platz nicht mehr erfüllen». Mit vielen «Einzelgesprächen, nachdem wir die Ursachenforschung abgeschlossen hatten und dem mentalen Training», sei es ihnen (Famiti und Rhyner) «dann gelungen, dem Team die nötige Sicherheit, die Lust und den Willen am Fussball wieder ein zu verleiben». Effretikon fand mit wieder erlangten «Stabilität» zum Erfolg zurück.

So schlecht wie nie zuvor
Effretikon setzte sich erneut aus der Abstiegszone ab, verabschiedete sich mit beeindruckender Leistungssteigerung ins Mittelfeld ab. Hamitis Wunsch, noch den vierten Schlussrang erobern zu können, erfüllte sich aber am Ende nicht. In den drei Jahren seit dem Abstieg konnte Effretikon somit sein Potenzial abermals nicht ausspielen. Die Effretiker beendeten die Saison 2016/17 auf dem enttäuschenden 7. Schlussrang. So schlecht war Effretikon in der Drittliga noch nie platziert. 2014/15 im ersten Drittliga-Jahr nach der Relegation sah die Bilanz wie folgt aus: 22 Spiel/12 Siege, zwei Remis, acht Niederlagen, ein Torverhältnis von 63:49 und 38 Punkte. Ein Jahr später: 22 Spiele/10 Siege, drei Remis, neun Niederlagen, 45:43 und 33 Punkte – und nun 2016/17: 22 Spiel: 9 Siege, 2 Remis, elf Niederlagen, nur noch 41:39 und lediglich 29 Punkte – gesteigert haben sich die Effretiker in den drei Jahren nur bei den Strafpunkten.

Beweisen – wozu man(n) fähig wäre
Nun steht das Team unter Erfolgsdruck und muss endlich beweisen, wozu die Spieler fähig wären. «Wir stehen im engsten Kontakt mit den B- und A-Junioren», verriet Hamiti weiter. «Wir tauschen uns im Trainerkollektiv intern intensiv aus». Stiessen mit Uche Anioke (Jahrgang 2000) und Dylan Ngari (99) im Verlaufe der letztjährigen Rückrunde (ab Ostern regelmässige Einsätze) zwei weitere eigene A-Junioren ins Fanionteam, haben jetzt mit den beiden Torhütern Marvin Rutz (1999) und Tim Zgraggen (2000), sowie Jason Amoako Baah (98), weitere drei Spieler aus Effretikons Nachwuchs in die erste Mannschaft gewechselt. Seiner Tradition der wenigen Mutationen ist Effretikon ein weiteres Jahr treu geblieben. Routinier Claudio Spiegel (Jahrgang 1990) hat aus beruflich/familiären Gründen «in seinem besten Alter», wie sein Vater Otto bemerkte, seinen Rücktritt erklärt, will aber seine Karriere als Nachwuchstrainer forcieren. «Wir haben den Kader gegenüber der letzten Rückrunde nochmals markant verjüngt», so Urs Rhyner. Mit Dario Bader, Alexander Serbinis, Nick Lehner, Patrick Kofler, Severik Meier und Adrian Lemm hat Effretikon noch sechs weitere Akteure der letzten Saison «im erweiterten Kader». Die sechs Spieler sind momentan «im Aufbau». Kofler sucht nach seinem Beinbruch ende Vorrunde in Witikon den Wiederanschluss. Captain Adrian Lemm muss sich einer Hüftoperation unterziehen und wird einige Monate ausfallen. Effretikons vierter Torhüter Severik Meier wird vor seinem Einrücken in die Rekrutenschule mehrheitlich in der kommenden Vorrunde in der zweiten Mannschaft (4. Liga) zum Einsatz kommen.

Diesmal von Anfang an wach sein
Verspielte Effretikon in den letzten zwei Jahren mit einer schlechten Vorrunde die Chancen auf eine bessere Schlussklassierung, wollen Halimi/Rhyner, dass «wir unsere Spieler nach der kurzen Sommerpause frühzeitig aus dem Tiefschlaf holen können». Urs Rhyner spricht von «einer happigen Meisterschaft in der Gruppe 4, die meiner Meinung nach noch stärker sein wird als die Gruppe 3 in welcher wir zuletzt waren». Für Rhyner, der früher bereits im FCE-Nachwuchs tätig war, «zählen Bülach und Wallisellen und nicht zu vergessen Embrach sowie die Reservisten des FC Seuzach zu den Favoriten». Rhyner glaubt, dass seine stark verjüngte Mannschaft «grundsätzlich jeden Gegner schlagen kann», spricht zudem von einer «sehr interessanten Meisterschaft», findet es aber «sehr schade, dass wir nicht mehr so vieles Derbys haben». Obwohl es keine leichte und einfache Aufgabe werde, spricht Rhyner davon, dass «wir so hoch wie möglich abschliessen wollen». Er wünscht sich beim Bewältigen der Mahmut-Aufgabe, einen Rang unter den ersten drei Mannschaften. «Jetzt müssen wir in Effretikon endlich wieder Nägel mit Köpfen machen». Mit Testspielen gegen die Zweitligisten Männedorf (2:2) und Aufsteiger Rümlang (1:3 Niederlage), sowie Spielen gegen Ellikon-Marthalen (2:3 Niederlage), Affoltern und Töss bereiteten sich die Effretiker.

Heinz Minder, Illnau

3. Liga/Gruppe 4, Saison 2017/18:
Bassersdorf 2, Bülach (Absteiger), Effretikon, Elgg, Embrach, Glattfelden, Kloten, Neftenbach, Niederweningen, Oberglatt, Seuzach 2, Wallisellen.

FC EFFRETIKON
TOR - Marvin Rutz (99), Mathijs Kläy (94), Tim Zgraggen (2000)
VERTEIDIGUNG - Avni Shahinaj (90), Dario Schanz (94), Adrian Aregger (93), Marc Schneller (96)
MITTELFELD - Kim Schärz (98), Adrian Fahrni (93), Yanik Meier (96), Florian Bannwart (90), Christian Bärtschi (98), Romario Giger (98), Orlin Ulrich (90), Fabian Danko (93), Jason Amoako Baah (98), Jahjo Zulfikari (95)
STURM - Christoph Panzer (86), Dylan Ngari (99), Sebi Santoro (2000), Uche Anioke (2000)
ERWEITERTES KADER/ALLE IM AUFBAU - Dario Bader (96), Alexander Serbinis (94), Nick Lehner (97), Severik Meier (97), Patrick Kofler (92), Adrian Lemm (88)

ABGÄNGE - Claudio Spiegel (Pause/Familie), Giorgi Tchoniashvili (Serbia)
ZUZÜGE - Tim Zgraggen (B-Junior), Marvin Rutz (A-Junior)

TRAINER - Flakon Halimi (82/neu/seit Ostern 2017)
ASSISTENT - Urs Rhyner (66(neu/seit Ostern 2017)

WARMUP TRAINER - Rainer Bierbrodt (neu)
MASSEURIN/PHISIO - Isabelle Enzler (neu/seit Ostern 2017)
TORHÜTERTRAINER - Adrian Zimmermann (neu)