3. Liga, Gruppe 4: FC Effretikon

Effretikon startet sonntags auswärts in Glattfelden
Ein halbes Jahr ist vergangen seit Effretikon und Glattfelden sich zum Saisonbeginn 2017/18 gegenüberstanden. Am 20. August vergangenen Jahres schlugen die Zürcher Oberländer diesen Gegner im Eselriet knapp mit 2:1. Sonntags um 15 Uhr stehen sich die beiden Mannschaften nun anlässlich des Rückrundenstartes erneut gegenüber. Effretikon nimmt die zweite Saisonhälfte vom vierten Rang (11 Spiele/17 Punkte) in Angriff. Gastgeber Glattfelden liegt momentan auf dem zwölften und letzten Tabellenrang (10 Spiele/6 Punkte).

Glattfelden, in seinem zweiten Jahr nach dem Wiederaufstieg, überwinterte in einer eher ungemütlichen Tabellenlage. Die schlechte Platzierung zog personelle Konsequenzen mit sich. Trainer Goran Petrovic und der Vereinsvorstand beschlossen in der Winterpause «die zweite Saisonhälfte mit einem neuen Trainer in Angriff zu nehmen». Man erhoffe sich so neue Impulse für das Team und übertrug den Trainerposten Davide Blandolino, der in Glattfelden zwischen 2010 bis 2014 bereits die erste- und zuletzt nun die zweite Mannschaft trainierte. 

Abstieg nach Punkteabzug…
Glattfelden stieg Ende 2014/15 aus der Drittliga ab. Allerdings hätte Glattfelden den sportlichen Ligaerhalt geschafft, doch im Duell mit den Reservisten des FC Töss kam es 2015 zu jener «Schande von Glattfelden», wie weit über die Region hinaus für negative Schlagzeilen sorgte. Nach dem Platzverweis für den Glattfelder-Stürmer Bujar Memeti, kam es zu Tumulten auf dem Feld, als dieser beim Stande von 2:2 in der 55. Minute das Spielfeld wegen der Roten Karte verlassen musste. Gegner und Heimklub lieferten sich wüste Handgreiflichkeiten. Der Verband büsste beide Vereine mit massiven Punkteabzügen. Das hatte zur Folge, dass sowohl Schlusslicht Töss 2, wie auch Glattfelden der Relegation in die 4. Liga verfiel.

…und sofortiger Wiederaufstieg
Glattfelden rehabilitierte sich ein Jahr später erfolgreich und nachhaltig. Die «Zwangsrelegierten» dominierten eine Spielklasse tiefer und deklassierten die Gruppenkonkurrenz. Glattfelden sicherte sich mit 50 Punkten aus 18 Spielen souverän den Gruppensieg und automatischen Aufstieg vor Bülach 2 (18/36). Die letztjährige Saison beschloss der 3. Liga-Neuling mit 36 Punkten aus 22 Spielen auf dem ausgezeichneten vierten Schlussrang, hinter Rümlang (22/50), Wallisellen (22/48) und Embrach (22/37 Punkte).

Noch nicht auf Touren gekommen…
Im zweiten Jahr nach dem Aufstieg müht sich nun Glattfelden aber in der Drittliga und ist aus den verschiedensten Gründen in der Vorrunde noch nicht auf Touren gekommen. Das soll sich nun in der zweiten Saisonhälfte mit erfolgtem Trainerwechsel ändern. Glattfelden will das Feld von hinten aufrollen. 

…und Trainerwechsel wie bei Kloten und Bülach
In der Gruppe 4, die FCE-Trainer Flakon Halimi als «Hammergruppe» bezeichnete, scheinen einige Vereine eine höchst unruhige Winterpause gehabt zu haben. Nicht nur in Glattfelden, sondern auch in Kloten und Bülach ist es zu Trainerwechsel gekommen. Kloten ersetzte Andreas Bockaj durch Ciro Alfano und beim FC Bülach übernahm Luca Appassito anstelle von Mario Nicolo das Zepter der ersten Mannschaft. Das momentan auf dem dritten Rang liegende Embrach hat derweil den Vertrag mit Jürg Stücheli um ein weiteres Jahr verlängert.
 

Glattfelden gegen Embrach wieder verschoben
Apropos Embrach und Glattfelden. Die Vorrundenpartie zwischen Glattfelden und Embrach musste vor der Winterpause verschoben werden. Darum weisen diese beiden Vereine momentan in der Zwischenrangliste noch eine Partie weniger aus. Auch am vergangenen Wochenende konnte das Spiel in Glattfelden nicht ausgetragen werden. Das Treffen Glattfelden gegen Embrach ist nun neu auf Mittwoch, 18. April angesetzt (Spielbeginn: 20:15 Uhr).
 

Rückrundenstart bringt Spitzenkampf der Verfolger
Beim offiziellen Rückrundenstart vom kommenden Wochenende kommt es jetzt in der Gruppe 4 vor der Ostern-Pause noch zum Spitzenkampf der Verfolger: Niederweningen gegen Embrach (Zweiter gegen Dritter). Ein pikantes Duell auch aus Sicht des FC Effretikon, denn das zweitrangierte Niederweningen wird in diesem Frühling erster Gegner der Effretiker im Eselriet werden.
 

FCE Trainer Halimi spricht von neun verschenkten Punkten
Was meinte FCE Trainer Halimi unlängst: «Die 17 Punkte sind für unser Staff zu wenig. Uns fehlen die verschenkten 9 Punkte». Anfangs März flogen Halimi/Rhyner mit ihren Spielern zu einem einwöchigen Trainingslager nach Lissabon.

Erstes FCE Heimspiel am Samstag 4. April gegen Niederweningen
Die Effretiker bestritten in der Winterpause einige Testspiele, welche sie gegen Drittligist Töss – 6:2, Urdorf (2. Liga) 3:2 gewannen. Eine 1:2 Niederlage gab es für die Zürcher Oberländer bei Zweitligist Regensdorf und ebenfalls mit 1:2 unterlag Effretikon zuletzt dem FC Pfäffikon. Die geplanten Vorbereitungsspiele gegen Rümlang, Gossau, Stäfa und Mönchaltorf wurden hingegen aus den verschiedensten Gründen nicht ausgetragen. Zum ersten FCE Heimspiel im Eselriet empfängt Effretikon am Samstag, 7. April den überraschend stark/zweitrangierten FC Niederwenigen (Spielbeginn in Effretikon: 18 Uhr). Die beiden Teamverantwortlichen Flakon Halimi und Urs Rhyner können folgende Spieler-Mutationen vermelden:

Kadermutationen – Rückrunde Saison 2017/19
Staff: Flakon Halimi (Trainer/bisher); Urs Rhyner (Assistenz-Trainer/Teambetreuer/bisher); Isabelle Enzler (Massage/Physo/bisher); Adrian Zimmermann (Torhütertrainer/biser); Rainer Bierbrodt (Warmup-Trainer/biser).-
Spieler: Abgänge: Marvin Rutz (1999/Torhüter) – Austritt; Suriya Veomani (1985/Mittelfeld) und Alexander Serbinis (1994/Mittelfeld) – beide 2. Mannschaft.-
Zuzüge: Dejan Stankovic (1994/Abwehr) Neuanmeldung, Guerkan Sentuerk (1986/Mittelfeld) ex Rot Weiss Winikon; Lulzim Shahinaj (1985/Mittelfeld) Neuanmeldung; Orhan Emrulahri (1999/Verteidiger) ex Schlieren; Alvin Kqiku (2000/Verteidiger, Neuanmeldung.-

Heinz Minder, Illnau