Junioren Da - Elite: Oberwinterthur - Effretikon 4:3 (1:0, 2:1, 1:2)

Das macht Lust auf mehr
Der erste kleine Schritt in die anspruchsvolle Elite-Liga ist den Junioren Da des FC Effretikon auf der Winterthurer Sportanlage Hegmatten leistungsmässig und punkto Teamzusammenhalt gelungen. Aufgrund der mangelnden Effizienz gingen die von Chantal und Gregory Morf trainierten Gäste im ebenbürtigen Duell gegen den FC Oberwinterthur jedoch als knappe Verlierer vom Platz.
Die 1. Stärkeklasse ist passé. Nun weht ein kühlerer Wind, und dies nicht nur aufgrund der am letzten Samstag herrschenden Bise. Jeder kleinste Fehler wird in der Elite-Liga bitter bestraft: So verursachten zwei grobe FCE-Eigenfehler das erste und das letzte Goal des Heimclubs.

Zu Beginn der Partie zeigte sich der FC Effretikon eher von der zaghaften Seite. Da schlichen sich Fehler ein (etwa im Aufbau), Pässe kamen nicht an, und die Bewegungsfreudigkeit liess zu wünschen übrig.

Kämpferisch, mutig

Nach und nach bissen sich jedoch die kämpferischen Effretiker ins Spiel fest. Dadurch sorgten sie für einen offeneren Schlagabtausch. Hartnäckiger und mutiger wagten sie jetzt vermehrt Spielstafetten. Die daraus herausgespielten Chancen wurden aber fahrlässig vergeben. Zudem verhinderten der beeindruckende Oberwinterthur-Goalie sowie je einmal der Pfosten und die Latte weitere FCE-Tore. Dank bemerkenswerter Moral holte der Gastclub im letzten Drittel einen 1:3-Rückstand auf, bevor «Oberi» praktisch in der Schlussminute nach einem Corner der entscheidende Treffer glückte.

Abgesehen vom Resultat bot der FC Effretikon, der im Herbst noch in der 1. Stärkeklasse angetreten war, bei der Elite-Premiere grundsätzlich gefällige Kost, die Lust und Hoffnung auf mehr weckt. Es sei jedoch auch festgehalten: Echtes Elite-Niveau war das noch nicht, was der Match in Winterthur bot. Als erstaunlich entpuppte sich das disziplinarische Defizit des Heimclubs, dessen Betreuer die Provokationen der eigenen Spieler nicht unterbanden – der ansonsten aufmerksame Schiedsrichter schaute da ebenfalls grosszügig hinweg.

Morf & Morf zurecht zufrieden

FCE-Trainerin Chantal Morf und Assistenztrainer Gregory Morf zeigten sich nach dem Match zurecht zufrieden mit der Leistung ihres Teams, obgleich die Effizienz und der Aufbau «von hinten heraus» verbesserungsfähig seien. Das Duo hat die Mannschaft vor einem Monat nach dem abrupten Rücktritt der vorherigen Trainer Iwan Joho und Nazmi Mavraj spontan übernommen.

Die erfahrene Trainerin und ihr einsatzbereiter Sohn freuen sich, eine gute Equipe angetroffen zu haben, welche eine hohe Trainingspräsenz aufweist. Die Team-Disziplin bilde eine wichtige Basis für Vorgaben wie «Ball laufen lassen», «Passqualität verbessern» oder «Spielniveau bis zum Schlusspfiff halten». Kondition werde ein weiteres Hauptthema in den Trainings darstellen, um mit dem eher knappen 13er-Kader (bei den Junioren D wird Neuner-Fussball gespielt) die 75 Minuten dauernden Matches auch gegen stärkere Gegner ohne eklatanten Zusammenbruch zu überstehen.

Erlebnis vor Ergebnis

Bewusst setzt Chantal Morf, welche die Betreuungsaufgabe «aus Freude am Fussball» gerne angetreten hat, kein Klassierungsziel, sondern sie gibt die Maxime «Erlebnis vor Ergebnis» heraus. Die motivierten Da-Junioren des FCE werden in dieser Elite-Frühjahrsrunde bereichernde Erfahrungen sammeln und wohl auch Lehrgeld bezahlen. Der Start gegen Oberwinterthur stimmt jedenfalls zuversichtlich für spannende Partien auf höherem Spielniveau mit attraktivem, offensivem Effretiker Fussball.

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Bildlegenden (Fotos: Roberto Venere)

1: Das Da-Juniorenteam des FCE steigt motiviert in die Elite-Liga.
2: Engagiertes Duo: Trainerin Chantal Morf und Assistent Gregory Morf.

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