Junioren Da - Elite: Effretikon - Phönix-Seen 2:9 (1:1, 0:3, 1:5)

Bis zur Spielhälfte dabei, aber dann…
Das war Elite-Niveau, was Phönix-Seen auf dem Effretiker Eselriet demonstriert hat. Der geradelinig agierende Gastclub zeigte den lange beeindruckend mithaltenden Da-Junioren des FC Effretikon zunehmend die Grenzen auf und verabschiedete sich mit einem diskussionslosen Sieg. Acht Goals erzielten die Winterthurer in den letzten 35 Minuten. 

Es sei neidlos anerkannt: Phönix-Seen entpuppte sich als cleveres und geduldiges Team ohne krasse Schwachpunkte, das aufgrund seiner Spielstärke nicht auf Mätzchen angewiesen war. 

Effretikon spielte nicht so schlecht, wie es das brutale Schlussresultat vermuten liesse. Im Gegenteil. Der Partiebeginn war vielsprechend: Die von Chantal und Gregory Morf trainierte FCE-Mannschaft ging in der 9. Minute in Führung, kassierte zwölf Minuten später den Ausgleich und erwies sich bis etwa zur 40. Minute als ebenbürtiger Gegner. Bei mehr Entschlossenheit und Kaltblütigkeit im Abschluss hätten noch manches Gastgeber-Tor mehr fallen können.

Nachlassende Kondition

Nun, es tönt banal: Ein Junioren-D-Match dauert 3x25 Minuten. Als bei den Effretikern die Kondition (damit auch Konzentration, Passgenauigkeit oder Spurtstärke) nachliess, wurden sie von den effizienten Winterthurern überrannt. Eklatante FCE-Eigenfehler paarten sich mit überhastet vorgetragenen Spielzügen hinten wie vorne – augenfällig war etwa die Anfälligkeit bei Eckbällen. Der Heimclub fiel auseinander, vieles blieb Stückwerk, dagegen steigerten sich die erfahrenen, geschickt die Feldbreite nutzenden Gäste im letzten Drittel in einen Torrausch. Der FCE-Stolz liess es allerdings nicht zu, ein «Stängeli» zu kassieren.

Wer den Phönix-Match verfolgte, hat die einzelnen FCE-Lichtpunkte am Horizont (gute offensive Ansätze bis knapp vor dem gegnerischen Strafraum) nicht übersehen. Wenn das mutige Morf-Ensemble im Training an der Ausdauer arbeitet, sich weniger kompliziert und bedächtig im Abschluss verhält, den Teamgeist nicht verliert sowie an sich glaubt, liegen weitere Verbesserungen und Erfolgserlebnisse drin. Und: Gegen gute Elite-Teams erwartet niemand gleich einen Sieg.

Mitte Mai geht es weiter

Nach einer dreiwöchigen Spielpause treten Effretikons Da-Junioren, in der Neuner-Gruppe an vorletzter Stelle, Mitte Mai bei den sechsplatzierten Embrachern an. 

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Bildlegenden (Fotos: Roberto Venere)
Phönix-Seen war eine Nummer zu gross für den FCE.    

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