Junioren Da, Elite: Saisonrückblick des FC Effretikon

Kämpferische Königsmacher
Der siebte Schlussrang unter neun Mannschaften. Die von Chantal Morf und ihrem Sohn Gregory trainierten Effretiker Da-Junioren haben als Neulinge in der Elite-Frühjahrsmeisterschaft positive Akzente gezeigt. Ein Saisonrückblick, angereichert mit den Gedanken der Trainerin.
Im Herbst 2020 in der ersten Stärkeklasse (wegen Covid im Oktober abrupt unterbrochen) auf einem vorderen Mittelfeld klassiert, wurden die Da-Junioren danach mutig für die Elite-Liga angemeldet. Der Mut hat sich gelohnt.
In acht Partien gewann der FCE zweimal klar (gegen die beiden Schlusslichter) und verpasste einen dritten Sieg eher unglücklich, als Wiesendangen das Tor zum 2:2 fünf Minuten vor dem Schlusspfiff erzielte. An einem zweiten Unentschieden schnupperte Effretikon in Oberwinterthur, denn die Gastgeber schossen das Tor zum 4:3 erst in der letzten Minute. So entpuppte sich der FCE quasi als Königsmacher: Oberwinterthur wurde Meister mit einem Punkt Vorsprung auf Wiesendangen…  

Zahlenkarussell, Geduld, Eleganz

Die FCE-Verteidigung hielt sich ansprechend: 33 Gegentore, davon mehr als ein Viertel in der Partie gegen Phönix-Seen, als die Gastgeber auf dem Eselriet bis zur 45. Minute ein 1:1 hielten, ehe sie zuletzt übermüdet mit 2:9 untergingen. Bezüglich Angriff bleibt genügend Luft nach oben: Acht der 26 Goals erzielten die Effretiker gegen Bassersdorf, in den restlichen acht Matches mindestens eines, aber nicht mehr als vier.

Abgesehen von den nackten Zahlen, haben die FCE-Junioren dank dem leidenschaftlichen und kompetenten Engagement des geduldigen Trainer*innen-Duos Morf & Morf grosse Fortschritte gezeigt. Die kämpferischen Effretiker legten sich mächtig ins Zeug und kickten auch in den brenzligsten Momenten den Ball nicht stereotyp weg, sondern strebten regelmässig das elegante Passspiel an – egal, bei welchem Gegner oder Zwischenstand. Und dies mit einem knappen 13er-Kader, das ab dem dritten Match aufgrund einer Verletzung gar auf ein Dutzend schrumpfte, was bei den intensiven 3x25-Minuten Partien manche Kräfte kostete.

Fragen an die Trainerin

Doch lassen wir Haupttrainerin Chantal Morf zu Wort kommen.
Frage: Chantal, haben die Da-Junioren des FC Effretikon eure Ziele erreicht?
Antwort: Absolut! Wir sind sehr zufrieden. So planten wir, offensiven und guten Fussball spielen zu lassen – geschafft! Letzte sind wir auch nicht geworden.
F: Erfreuliches, Verbesserungswürdiges?
A: Die Mannschafft mit ihrem tollen Teamgeist hat in diversen Bereichen wesentliche spielerische Fortschritte gemacht. Sehr stolz sind wir darauf, dass einige Junioren richtig aufblühten. Potenzial für eine bessere Klassierung (der sechste, vielleicht gar der fünfte Rang) wäre vorhanden gewesen: Da mangelte es jedoch an Glück und Toreffizienz, ja, die war unser Schwachpunkt.

Mutter – Sohn: geht doch

F: Hat sich das Mutter-Sohn-Trainer*innengespann bewährt?
A: Auf jeden Fall! Ich habe gerne mit Gregory gecoacht. Die Entscheide fällten wir gemeinsam. Beim Essen wurden oft Aufstellungen, Taktik und Stärken unserer Junioren diskutiert. Die Trainings erstellte ich, mein Sohn gab wertvolle Tipps zu den Übungen. Gregorys Fähigkeit, die Taktik unseres Teams auf den Gegner abzustimmen, diesen zu analysieren und kurzfristige Änderungen vorzunehmen, war von unschätzbarem Wert.
F: Die Mehrheit eurer Equipe steigt für die Saison 2021/22 altersbedingt zu den C-Junioren auf – allerdings ohne euch…
A: Gerne hätten wir sie begleitet, doch standen dort die Trainer schon fest. Gregory wird nun eine Pause einlegen, da er selbst zweimal wöchentlich trainiert und sich zudem auf seine Lehrabschlussprüfung konzentriert. Ich wechsle zu den Ba-Junioren und freue mich darauf. Und nicht vergessen: Es wechseln unglaubliche 2008er-Fussballer nach «oben» und wir sind überzeugt, dass sie auch gutes C-Juniorenniveau zeigen werden - dran bleiben, Jungs! 

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Bildlegenden

Foto 1:      Die Da-Junioren schreckten auch vor grossen Herausforderungen nicht zurück (Bild Chantal Morf).
Fotos 2-3:  Demian – ein sicherer Wert in der FCE-Verteidigung (Bilder Roberto Venere).

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