37. GV der Supportervereinigung 2015

FCE RAIFFEISEN NEWS - 37. Ordentliche Generalversammlung der Supportervereinigung FC Effretikon, 8. Mai im Clubhaus des FCE, 19:30 Uhr
Strässlers präsidialer freudscher Versprecher
Er meinte sinnvoll und sagte sinnlos. Die 30 anwesenden Mitglieder quittierten den präsidialen freudscher Versprecher mit Gelächter. Die 37. Ordentliche Generalversammlung der Supportervereinigung des FC Effretikon wurde in knapp 60 Minuten durch Präsident Martin Strässler locker, speditiv und sachlich abgehandelt. Alle Traktanden passierten einstimmig die Versammlung. Der komplette Vorstand wurde glanzvoll für ein weiteres Jahr bestätigt. Die Supportervereinigung  weist einen leichten Mitgliederrückgang aus, steht aber wie der FCE-Hauptverein auf gesunder finanzieller Basis.

Freitags hielten die FCE-Supporter ihre GV im Klubhaus Eselriet ab. Die Jahresversammlung verlief in gewohnt familiärer Atmosphäre. Trotz leichtem Mitgliederrückgang von 109 auf 104  (minus 6, da inzwischen auch wieder ein Neueintritt zu vermelden war), waren doch immerhin 30 Personen (Vorjahr 24) anwesend. Unter ihnen der ex-FCE-Präsident und designierte Präsident des  Fussballverband der Region Zürich (FVRZ) – Sandro Stroppa, sowie der ehemalige langjährige Supporter Präsident Emil Buchmann (10 Jahre und Vorgänge von Martin Strässler).

Höhepunkte des Abends waren die Informationen von André Sahli (aktueller Präsident des Hauptvereines), dazu später Fred Zbinden (Trainer der ersten Mannschat), sowie natürlich das kulinarisch vorzügliche gemeinsame Nachtessen. Weil er am gleichen Abend noch zur GV des DIES (Dachverband der Illnau-Effretiker Sportvereine) gehen musste, wurde FCE-Präsident Sahli das Wort vorgängig gegeben. Sahli informierte kurz darüber, was im letzten Jahr alles gelaufen und was die neueste Aktualität ist. So beispielsweise, dass die jahrelang eingespielte Klubhausverwaltung ihr Amt auf Ende Saison abgelegt hat. Der Verein sucht nun nach einer neuen Lösung. „Ob das wieder eine Kommission mit verschiedenen Mitgliedern, oder die Suche nach einem Pächter ist, wissen wir im Moment vom Vorstand aus noch nicht“. Sahli bestätige, dass „wir uns gegenwärtig sportliche auf einem Auf- und Ab befinden und die Arbeit ihm und seinen „Vorstandskollegen nie ausgehen. Kaum haben wir ein Problem gelöst, kommt schon die nächste Herausforderung an uns heran“. André Sahli riss nochmals kurz das Projekt der engeren Zusammenarbeit mit dem FC Kempttal an.

So haben die Effretiker und Kempttaler beschlossen,ab der kommenden Saison 2015/2016 die Teams der Kategorien Junioren A+, Junioren B und Junioren C konsequent zusammen zu legen und als Juniorengruppierung zu führen. „Die sehr positiven Erfahrungen mit einem gemeinsamen Junioren A+ Team in der laufenden Saison haben die beiden Vereine dazu bewegt die Zusammenarbeit auf die   Junioren B und C auszuweiten. Hauptsächlich geht es darum, ausgeglichenere Kader zusammenstellen zu können - sowohl betreffend Stärke als auch betreffend Kadergrösser. Das Projekt „ist nicht aus der Not heraus entstanden, sondern darum, weil wir einerseits die ambitionierteren Fussballer stärker fördern wollen, andererseits aber den reinen Hobbyfussballern doch die Möglichkeit einer sinnvollen Freizeitgestaltung bieten wollen“.

Am kommenden Montag findet im Eselriet ein Sichtungstraining für über 150 Spieler statt. Anhand dessen sollen dann die Einteilungen für die gemeinsamen Teams vollzogen werden. Sahli weiter: „Die Vorbereitungen auf unser 50jähriges Jubiläum im kommenden Jahr 2016 sind angelaufen. Wir haben eine Arbeitsgruppe gebildet“. Der FCE-Präsident betonte mit Nachdruck, dass „wir absolut keine pompöse Galafeier wollen und klar zu einem familiären Fussballfest im Eselriet tendieren. Wir wollen nicht, dass uns das Jubiläum wichtige finanzielle Ressourcen wegfrisst“. Geplant sei eine Jubiläumszeitschrift – an allen Fronten seinen nun die ersten Arbeiten angelaufen. Des Weiteren freute Sahli sich, dass „wir in Effretikon Ende Mai wieder ein Stadtfäscht durchführen, bei dem der FC Effretikon im OK stark vertreten sein wird“. Entsprechend gross haben die Fussballer sich für die Festlichkeiten vorbereitet und verfügen an idealer zentraler Lage vor der Bäckerei Fust über eines der grössten Festzelte. „Das diesjährige Fest wird für uns eine wichtige Quelle, unsere Finanzen weiter verbessern zu können, denn wir wollen schnellstmöglich auch das von der Stadt Illnau-Effetikon erhaltene Darlehen zurückzahlen“. Sportlich sieht André Sahli „einen Umbruch in der ersten Mannschaft auf uns zu kommen“.

Martin Strässler bedankte sich erst bei André Sahli für die Informationen, dann bei seinen Vorstandskollegen für die aktive Mitarbeit im vergangenen Vereinsjahr. „Hauptthema bei uns im Vorstand ist natürlich die Entwicklung der Mitgliederzahlen, die leider leicht rückläufig sind“. Die am 28. April 1978 im Restaurant Hirschen (Tagelswangen) gegründete Supportervereinigung hatte in der Neuzeit (2007) einen Höchststand von 126 Mitgliedern auszuweisen. Seither stagniert die Zahl nicht nur, sondern ist leicht abnehmen. Strässler appellierte an die anwesenden Mitglieder, „vielleicht den Einen oder Anderen auch noch für unsere Sache überzeugen zu können“. Zu den weiteren Aufgaben seines Vorstandes gehöre es, „jeweils vor dem ersten Heimspiel der ersten Mannschaft anfangs einer neuen Saison unseren traditionellen Brunch zu organisieren“, dazu natürlich die schriftlichen Anträge des Hauptvereines zur Unterstützung verschiedenster Projekte zu behandeln. So haben die Supporter im vergangenen Jahr „die Veteranenmannschaft (40+) bei ihrer Reise nach Deutschland mit einem Betrag unterstützt“. Martin Strässler betonte, es „ist auch mal an der Zeit gewesen, dieser Mannschaft die aus bestandenen, treuen Mitgliedern besteht, die hinter den Kulissen viel für den Gesamtverein leisten, einen finanziellen Zustupf zu geben“. Weiterhin haben die Supporter auch die Juniorinnen des FC Effretikon und den Verein bei einem polysportiven Kletteranlass anlässlich der Junioren-Trainingswoche unterstützt“.

Weil die erste Mannschaft im vergangenen Frühling nicht in das geplante Trainingslager ging, musste der budgetierte Beitrag nicht überweisen werden, womit sich das geplante Minus im Budget von 5450 Franken nur noch auf knappe 180 Franken reduzierte. Und da sagte Martin Strässler eben, „wir werden somit den budgetierten Beitrag für das Trainingslager anderweitig ‚sinnlos‘ – meinte aber in Wirklichkeit ‚sinnvoll‘ ausgeben“. Die 40 anwesenden Mitglieder erkannten wie Strässler selbst den freudschen Versprechen und brachen in schallendes Gelächter aus.

Einstimmig und problemlos verlief die Wahl des gesamten Vorstandes. Aktuar Sebastiano Pennisi fehlte kurzfristig wegen einer Autopanne. Bruno Ott, als dienstältestes Supporter-Vorstandsmitglied (ging in sein 19. Amtsjahr), nahm die Wiederwahl und Bestätigung von Präsident Martin Strässler (ging wie Beisitzer Reto Blatter in 9. Jahr) vor. Auch Marianne Windlin (3. Jahr) und Pennisi (8. Jahr) wurden allesamt mit viel Applaus wieder gewählt.

Abschliessend bekam Fred Zbinden noch zu Wort. Der FCE-Trainer nach dem Freitags-Abschlusstraining, bedankte sich natürlich bei allen Supportern für ihr finanzielles Engagement für den Verein. Zbinden betonte, dass er sich mit seiner Mannschaft „momentan in einer schwierigen Situation befinde, denn wir laufen personell auf dem Zahnfleisch“. Zwar verfüge er auf dem Blatt Papier „über 22 Namen, habe aber gerade für das morgige Meisterschaftsspiel auswärts bei Altstetten gerade mal elf Spieler zur Verfügung“. Das sei eine unbefriedigende Sache. „Wir haben verletzte Spieler, Leute die wegen Ausbildung weniger bis nicht trainieren können, erhalten aber von den A-Junioren zu wenig Unterstützung weil es dem Nachwuchs am sportlichen Ehrgeiz fehlt, in der ersten Mannschaft spielen zu wollen“. Zbinden kam nochmals auf das nicht stattgefundene Trainingslager zu sprechen. „Es meldeten sich zu wenig Spieler für diese Woche an. Zudem verfügen wir nun in Effretikon über einen Kunstrasen und können dort auch gut zu Hause trainieren“. Er tendiere eh, das Team eher zu einem gemeinsamen Weekend oder Teamevent als während einer ganzen Woche zusammen zu ziehen. Der FCE-Trainer weiter: „Ich wollte anfangs dieser Saison mindestens sechs Junioren in die erste Mannschaft einbauen. Die Spieler wollen nicht. Zu meiner Zeit fand ich es noch geil, möglichst schnell zum Eins-Kader zu gehören. Heute ist es scheinbar nicht mehr cool, ein Mitglied der ersten Mannschaft zu sein“. Zbinden betonte, dass „der Sprung von der Junioren- in die Aktivklasse noch immer sehr gross ist, weil bei den Aktiven körperlich intensiver und ganz anders gespielt wird“. Umso wichtiger wäre es für ihn gewesen, „gerade jetzt, wo wir auf dem vierten Zwischenrang sportlich gerettet sind, den gezielten Neuaufbau mit eigenen Junioren vollziehen zu können“. Einiges und vor allem Entscheidendes erwartet der FCE-Trainer vom anstehenden Sichtungstraining vom 11. Mai im Eselriet.

Nach einer knappen Stunde konnte Martin Strässler die 37. Ordentliche Generalversammlung als geschlossen erklären. Die Anwesenden konnten beim vorzüglichen gemeinsamen Nachtessen noch Fachsimpeln.