Meisterschaft Frauen 1. Liga, Gruppe 2 – 07.09.2025, Tessin

Der Sonntag im sonnigen Tessin versprach nicht nur warme Temperaturen, sondern auch ein intensives und hart umkämpftes Duell zwischen dem ambitionierten AS Gambarogno und dem Aufsteiger aus Effretikon. Für die Zürcherinnen begann der Tag bereits früh – die Carfahrt in den Süden war lang, aber dank einem top Chauffeur der Firma EUROBUS, einer Pasta-Pause und guter Stimmung verging die Zeit wie im Flug. Als die Spielerinnen im Tessin aus dem Car stiegen, wehte ihnen ein Hauch von Ferienstimmung entgegen.
Doch es war klar: Heute ging es nicht um Entspannung, sondern um wichtige Punkte in der 1. Liga.

Hitziger Start – Gambarogno eiskalt

Von Beginn an übernahm die Heimelf das Spieldiktat. Angetrieben von ihrem lautstarken Publikum und mit viel Selbstvertrauen nach den deutlichen Siegen in der Meisterschaft, legte Gambarogno aggressiv los. Bereits in der 12. Minute nutzte Scilla Grossi die erste Unsicherheit in der Effretiker Defensive und brachte ihr Team mit einem wuchtigen Abschluss in Führung – 1:0.

Effretikon versuchte, Ruhe ins Spiel zu bringen, doch Gambarogno blieb dran, setzte nach und erhöhte in der 34. Minute erneut durch Grossi auf 2:0. Die Tessinerinnen spielten in dieser Phase fast wie entfesselt, während die Gäste sich vor allem in der Defensive aufreiben mussten. Mit diesem Zwischenstand ging es in die Pause – ein klarer Rückstand, der aber keineswegs die Moral der Effretikerinnen brach.

Aufbäumen nach der Pause

Nach dem Seitenwechsel zeigte Effretikon ein ganz anderes Gesicht. Das Team trat aggressiver auf, störte früher und begann, die Gastgeberinnen aus dem Rhythmus zu bringen. Immer wieder gelang es, Nadelstiche in der Offensive zu setzen. Die entscheidende Szene folgte in der 82. Minute: Natascha Frieden schlug eine punktgenaue Flanke in den Strafraum, wo Ladina Poltronieri hochstieg und mit einem wuchtigen Kopfball den verdienten Anschlusstreffer zum 2:1 erzielte.

Das Tor zeigte Wirkung – Gambarogno wirkte plötzlich nervös und hektisch. Effretikon witterte die Chance, das Spiel noch einmal komplett zu drehen. Mit viel Einsatz und Kampfgeist drückten die Zürcherinnen auf den Ausgleich, doch im entscheidenden Moment fehlte die letzte Konsequenz.

Entscheidung kurz vor Schluss

Als alles nach einer spannenden Schlussoffensive aussah, schlug Gambarogno eiskalt zurück. In der 88. Minute nutzte Giada Amato einen Moment der Unordnung in der Effretiker Hintermannschaft und stellte auf 3:1. Damit war die Partie entschieden. Trotz mutiger Aufholjagd blieb Effretikon am Ende ohne Punkte und musste die Heimreise mit einer Niederlage antreten.

Fazit und Ausblick

Wir zeigte über weite Strecken, dass er in der 1. Liga mithalten kann – mit giftigen Zweikämpfen, kämpferischen Phasen und einem sehenswerten Treffer. Doch die Partie offenbarte auch klar, woran noch gearbeitet werden muss:

  • Laufbereitschaft: Mehr Wege gehen, auch über die Schmerzgrenze hinaus.
  • Körperlichkeit: Früh Zeichen setzen, um nicht unter die Räder zu geraten.
  • Standards: Klare Zuordnung und Organisation sind Pflicht.
  • Einstellung: 1. Liga bedeutet auch, mental immer bereit zu sein.

Nächsten Sonntag steht bereits die nächste wichtige Aufgabe an: Um 16:00 Uhr empfängt Effretikon zuhause den FC Erlinsbach. Nach starken Ansätzen gegen Gambarogno ist die Devise klar: Jetzt müssen endlich Punkte her.

Ein grosses Danke geht an die FCE Supporter, welche uns grosszügig unterstützen unter anderem mit dem Carsponsoring für unsere Reise ins Tessin. Herzlichen Dank!

 

 

Categories: FrauenabteilungPublished On: September 10th, 2025