Es war ein Spiel, das an Spannung kaum zu überbieten war: kämpferisch, zäh, mit unzähligen Zweikämpfen und nur wenigen klaren Torchancen — aber genau deshalb steckte jede Aktion voller Bedeutung. Am Sonntagabend zeigte unsere Frauen 1 zu Hause grossen Willen und Herzblut, musste am Ende jedoch einen bitteren Schlag hinnehmen: kurz vor dem erlösenden Schlusspfiff sorgte FC Mels noch für den 1:1-Ausgleich durch Laura Gliott (90.+3) — ein Treffer, der den Atem stocken liess und aus einem eigentlich glücklichen Nachmittag einen Punktgewinn machte.
Von Beginn weg präsentierten wir uns mutig und offensiv. Obwohl wir in dieser Saison noch nicht die ersehnten Heimsiege sammeln konnten oder generell Siege sammeln konnten, wirkten die Spielerinnen selbstbewusst und engagiert — mit dem klaren Ziel vor Augen, die wichtigen Punkte einzufahren, damit unser Konto vor der Winterpause auf mindestens neun Zähler anwächst. FC Mels, in der Tabelle in der Spitzengruppe und als starke Mannschaft bekannt, bot jedoch einen würdigen und stets gefährlichen Gegner.
Die Partie war geprägt von robusten Zweikämpfen und intensiver Laufarbeit. Torchancen waren rar gesät, dafür aber umso wertvoller. Unser Rückhalt zwischen den Pfosten, Shannon Bärtschi, lieferte eine herausragende Vorstellung ab: souverän, aufmerksam und mit reflexstarken Paraden hielt sie den Kasten sauber und verhinderte mehrfach den gegnerischen Vorteil. Ohne sie hätte das Spiel sicherlich anders ausgesehen.
Der erlösende Moment für uns fiel in der 26. Minute: Nach einem wilden Getümmel im Strafraum stand Anna Buff goldrichtig und drückte das Leder über die Linie — 1:0! Jubel, Erleichterung, und die Zuschauer spürten, dass dieser Treffer Türen öffnen könnte. Danach übernahm Mels phasenweise das Kommando; sie investierten mehr Druck, ohne sich jedoch zahlreiche Grosschancen herauszuspielen. Unsere Mannschaft verteidigte diszipliniert, setzte immer wieder Nadelstiche in die Offensive und suchte das Spiel nach vorne.
In der zweiten Halbzeit wurde das Duell noch härter geführt. Die Intensität nahm zu, die Zweikämpfe wurden noch verbissener, und beide Teams kämpften verbissen um jeden Meter Rasen. Trotz zahlreicher Angriffe fehlte uns oft das letzte, kreative Quäntchen — der punktgenaue Pass, der beherzte Abschluss — um die Partie endgültig zu entscheiden. Auch wenn die Chancenübersicht ausgeglichen war, hatten wir das Gefühl, die drei Punkte mit Mühe aber verdient mit nach Hause nehmen zu können.
Kurz vor Schluss stiegen die Emotionen ins Unerträgliche: Nervosität, Hoffen, Drängen. Dann die bittere Wendung in der Nachspielzeit — in der dritten Minute der Extrazeit erzielte Laura Gliott für Mels den Ausgleich und machte damit einen zuvor sicher geglaubten Sieg zunichte. Ein Gegentor in letzter Sekunde — so nah am Triumph und doch so weit davon entfernt. Die Enttäuschung war greifbar, aber auch der Stolz auf die gezeigte Leistung: Wir haben gekämpft, gespielt und nie aufgegeben.
Fazit: Ein intensives, leidenschaftliches Spiel, das viel Leidenschaft und Einsatz zeigte — mit einer starken Torhüterleistung von Shannon Bärtschi, einem wichtigen Führungstor durch Anna Buff und einem traurigen Ende, das uns einen wertvollen Sieg raubte. Der Punkt ist zwar schmeichelhaft, doch nicht ungerechtfertigt; am Ende fehlte uns die letzte Konsequenz bis zum Abpfiff. Jetzt gilt es, die Energie mitzunehmen, aus den Momenten zu lernen und mit noch grösserem Biss die nächsten Partien anzugehen — das Ziel vor Augen: mindestens 9 Punkte vor der Winterpause.

