Von Beginn an zirkulierte der Ball mehrheitlich in den Reihen von Effi. Obwohl der Platz offenbar schon seit längerer Zeit keinen Rasenmäher mehr gesehen hatte, versuchte Effi, das Spiel zu kontrollieren. Der enge Platz gab aber auch dem Gegner immer wieder die Möglichkeit, die Räume eng zu machen. Chancen waren deshalb eher Mangelware – und diejenigen, die sich ergaben, wurden entweder nicht resolut ausgespielt oder es ertönten immer wieder Pfiffe, die etwas anderes sagten. Ja nu…
Man hatte es ja selbst in der Hand und liess sich davon nicht aus der Ruhe bringen. Nach den frühen Ausfällen von Samet und Chris musste Effi sich zuerst wieder finden. Doch dann kam endlich das erlösende 1:0: Ein guter Pass von Speedy Andonis erreichte Duracell Robin, und die Tormaschine Fahrni musste nur noch den Fuss hinhalten. 36 Minuten waren gespielt.
Nun dachte man sich offenbar: Wenn es schon gut funktioniert, in den Strafraum zu kommen, dann machen wir das doch gleich nochmals. Das Duracell-Männchen tauchte vor dem Torhüter auf, kam an den Ball und die Konsequenz daraus war ein Elfmeter. Bomber Sven liess sich nicht zweimal bitten und versenkte den Ball trocken zum 2:0. 40. Minute.
Und dann kam sie wieder – die obligatorische kurze „Nochelange“-Phase. Prompt fiel vor der Pause noch das 2:1. Niemand fühlte sich so richtig verantwortlich und man gab dem Offside die Schuld. Aber wir wissen ja: Es ist Offside, wenn der Unparteiische pfeift. Ja nu…
In der Pause wurde nochmals ganz klar der Grund mitgeteilt, weshalb man überhaupt nach Bauma gefahren war. Die Ansage schien angekommen zu sein.
Nach der Pause legte Effi nämlich gleich nach. Eine super Flanke fand die Tormaschine Fahrni, der seinen Schädel hinhielt und zum 3:1 traf. Kurz darauf war erneut Duracell Robin zur Stelle und schob nach Vorarbeit von Speedy zum 4:1 ein. 47. und 51. Minute.
Danach überliess man das Spieldiktat allerdings wieder etwas zu sehr dem Gegner und machte nur noch das Nötigste. Natürlich führte das prompt zum nächsten Gegentreffer: 4:2 nach 60 Minuten.
Nach den ersten Wechseln – unter anderem kam Laufwunder Döme ins Spiel – und klaren Ansagen von der Bank nahm Effi das Spiel wieder in die Hand. Man erspielte sich erneut mehrere Chancen, die allerdings teilweise etwas gar fahrlässig nicht verwertet wurden.
Einen kleinen Schönheitsfehler hatte der Auftritt allerdings noch: Ein Elfmeter wurde verschossen. Und da muss man sich schon die Frage stellen: Warum zum Teufel schiesst eigentlich Duracell Robin mit seinen bekannten „Füssen“ einen Elfmeter?! 😂
Zum Glück hatte dieser Fehlschuss am Ende keine Konsequenzen.
Denn dann kam die 85. Minute und unser eigener „Rudi Völler“ Romario sah den Torhüter weit vor seinem Tor stehen. Er dachte sich offenbar: Man kann es ja versuchen.
Gesagt, getan.
50 Meter. Der Ball fliegt und fliegt und fliegt… und landet ganz nice im Netz.
Wie locker sah das bitte aus?! Für dieses Tor müsste man eigentlich noch ein Video finden und direkt ans SRF schicken, damit es in die Kategorie „Tor des Monats“ aufgenommen wird. Romario wird sicher noch lange darüber sprechen. Und das völlig zu Recht…. 😉
Ach ja, da war ja noch etwas: Irgendwo gut versteckt zwischen den Wechseln kam unser B-Junior Levin zu seinem Debüt. Und der spielte, als wäre er schon ewig dabei. Eine starke Leistung, die er kurz vor Schluss sogar noch mit dem 6:2 krönte. Stark!
Auch Eros, Stevie und der erst 15-jährige Nicola trugen mit ihrem Einsatz dazu bei, dass auf dem Platz nichts mehr anbrannte und Effi den Sieg souverän über die Zeit brachte.
Fazit
Gewonnen – aber auch schnell gemerkt, dass uns wieder einmal nichts geschenkt wird.
Man muss den Willen, die Leidenschaft und den Spass immer mit auf den Platz bringen. Wenn wir das machen, dann könnte es eine richtig gute Sache werden.
Hopp Effi! 💙🤍⚽

