Nach dem Last-Minute-Sieg gegen den SC Veltheim 3 weht beim Effretiker „Zwei“ ein Hauch von Premier League durch die Luft – Englische Woche steht auf dem Programm! Am Donnerstagabend wartete der FC Kollbrunn-Rikon, am Sonntag folgt das Derby gegen den FC Kempttal. Da darf man schon mal froh sein, wenn aus der ersten Mannschaft ein paar zusätzliche Spieler helfen. Jason war zur Stelle – er erschien pünktlich zur Besammlung!
Während die Mannschaft sich aufwärmte, gönnte sich der Verfasser des Berichts – ganz der Profi, versteht sich – um 19:30 Uhr Onsen-Ei mit Trüffel, gefolgt von einem Zweierlei Cordon Bleu mit Rösti Fries. Ja, man muss die englische Woche schliesslich mit Stil begehen. Leider führte dieses Gourmetprogramm dazu, dass die erste Halbzeit verpasst wurde. (Man munkelt, es sei ein „geschäftlicher“ Termin gewesen – wir sagen: Taktisch klug geplantes Carboloading.)
Doch was für ein Zwischenstand nach 45 Minuten! Das Zwei führte dank eines frühen Penaltys in Minute 2 und einem weiteren Treffer kurz vor der Pause mit 0:2. Solide Hausmannskost auf dem Platz, während anderswo Trüffelduft in der Luft lag.
Ab der zweiten Halbzeit war ich vor Ort. Effretikon spielte wie aus einem Guss – Pfosten, Latte, Torwartheldentaten, der Ball wollte einfach nicht ins Netz. Bis Y. Meier in der 55. Minute die Geduld verlor und das Leder kurzerhand «unhaltbar» in die Maschen «drosch». 0:3. Dann ging’s Schlag auf Schlag: Kramer (65.), Lehner (70.) – 0:5! Ein Spiel wie gemalt, eine Vorführung. Der Gegner angezählt, der Reporter schon beim Dessert. Doch wer zu früh anstösst, wird bestraft: Kollbrunn meldete sich zurück. Erst das 1:5 (73.), dann das 2:5 (77.) – und plötzlich schnupperten die Gastgeber an der Sensation. In der 87. Minute wurde es nach Abstimmungsproblemen hinten nochmal brenzlig: 3:5. Da rieb sich mancher Effretiker die Augen „War das jetzt noch spannend oder schon unnötig?“ Egal – am Ende zählt: Drei Punkte im Sack, Mission erfüllt.
Nun richtet sich der Blick nach vorn: Der FC Effretikon 2 steht auf Platz 4, nur vier Punkte hinter Leader Neftenbach. Am Sonntag wartet das Derby gegen Kempttal (2. Platz), eine Woche später das Gipfeltreffen gegen den Leader. Zwei Siege und das Zwei könnte als Tabellenführer in die Winterpause.
Oder, wie man im «Zwei» sagt:
„Als Leader ins Skiweekend – klingt fast zu schön, um kein Ziel zu sein!

