Wieder einmal führte der Weg der zweiten Mannschaft nach Winterthur, diesmal zum FC Oberwinterthur 2. Mit einem Sieg hätte man sich elegant in die Spitzengruppe geschoben, nur drei Punkte hinter dem Tabellenführer. Die Motivation war gross, die Wetterlage eher weniger. Doch wie viele treue FCE-Anhänger ahnen: Der ersehnte Sieg blieb aus.

Aber der Reihe nach.

Das Team reiste topmotiviert an, leicht verunsichert vom nassen Winterthurer Wetter, aber mit einem klaren Ziel: drei Punkte. Man wollte den Schwung aus den letzten beiden Spielen mitnehmen und den direkten Tabellenkonkurrenten ärgern. Nur wusste man nicht so recht, was auf einen zukam, die erste Mannschaft des FCO hatte spielfrei, und plötzlich standen dort einige Hochkaräter auf dem Matchblatt. Ein Luxusproblem für die einen, ein Alptraum für die anderen.

Das Spiel begann zerfahren, Fehler hüben wie drüben, aber Effretikon erwischte den besseren Start. Das Pressing sass, die Pässe fanden ihre Ziele. Bis zur 22. Minute lief alles nach Plan, dann die Szene, über die man in Effretikon wohl noch ein paar Tage sprechen wird. A. Lehner wird lanciert, zieht alleine auf den Torhüter zu, kreuzt clever den letzten Verteidiger und zwingt diesen zur Entscheidung: Foul oder ziehen lassen. Der Verteidiger entschied sich für ersteres, Foul kurz vor dem Strafraum. Klare Sache, rote Karte! Doch der Schiedsrichter (laut bösen Zungen ein ehemaliges FCO-Mitglied) zückt nur Gelb. Unfassbar! Effretikon versteht die Welt nicht mehr, der Freistoss geht daneben … und im Gegenzug trifft der FCO eiskalt zum 1:0 (25’). Keine zwei Minuten später steht es gar 2:0 (28’). Der Schock sitzt tief. Doch der FCE2 wäre nicht der FCE2, wenn er nicht zurückkämpfen würde. In der 32. Minute trifft Schärz zum 2:1, nur sechs Minuten später gleicht A. Lehner (der vor kurzem noch Innenverteidiger war) eiskalt zum 2:2 aus. Effretikon ist zurück im Spiel! Kramer trifft kurz darauf sogar die Latte, die Führung lag in der Luft. Aber das Pech blieb blau: Ein geblockter Ball wird kurz vor der Pause zur perfekten Vorlage für den FCO, der zum 3:2 trifft (44’). Halbzeit. Durchatmen. Wut, Frust, aber auch Kampfgeist in der Kabine, ein Wechselbad der Gefühle, ganz wie das Wetter draussen.

In der zweiten Hälfte versuchte Effretikon alles. Doch der Ball wollte einfach nicht so, wie man selbst wollte. Torchancen blieben Mangelware, die Energie verpuffte, und in der 70. Minute konterte der FCO eiskalt zum 4:2. Sechs Minuten später folgte mit dem 5:2 der endgültige Knockout. Danach war Schluss.

Ein bitterer Nachmittag, an dem vieles gegen Blau lief, der Schiedsrichter, das Glück und am Ende auch die eigene Konsequenz. Doch eines stimmte: der Teamgeist. Trotz widriger Umstände stand man füreinander ein.

Jetzt geht’s erst mal ans Oktoberfest – Teambuilding mit Mass und Musik. Danach wartet das Heimspiel gegen den FC Embrach (Sonntag, 12.10.2025, 11:00 Uhr). Vielleicht springt der Ball dann wieder für Blau.

Categories: HerrenabteilungPublished On: Oktober 6th, 2025