An diesem goldenen Herbsttag, als die Bäume im milden Sonnenlicht leuchteten, traf der FC Effretikon Frauen 1 auf den FC Uster Frauen 1 – ein Duell, das an Spannung kaum zu überbieten war. Mit sieben Siegen in Serie standen wir auf einer beeindruckenden Erfolgswelle, die auch heute nicht brechen sollte. Doch Uster war alles andere als ein leichter Gegner. Nachdem wir sie beim letzten Aufeinandertreffen klar mit 6:1 besiegt hatten, war uns klar, dass sie heute auf Wiedergutmachung aus waren. Uster war bekannt für ihre läuferische Stärke und aggressive Zweikampfführung – ein Team, das bis zum Schluss alles gibt.
Bevor jedoch der erste Ball gespielt wurde, ehrten wir im Rahmen der „Woche der Schiedsrichter“ die Unparteiischen, indem wir ein Spalier bildeten und ihre wichtige Rolle im Fußball würdigten. Eine Geste, die Respekt und Anerkennung zeigte, wie essenziell die Schiedsrichter für das Spiel sind.
Anpfiff: Der FC Uster drängt uns zurück
Mit dem Anpfiff begann eine nervenaufreibende Partie. Uster kam besser ins Spiel und setzte uns früh unter Druck. Ihre Spielerinnen waren läuferisch stark, gingen in jeden Zweikampf mit voller Intensität und brachten uns mehr als einmal in Bedrängnis. Es war ein schnelles und hektisches Spiel, in dem beide Mannschaften keinen Zentimeter freiwillig abgaben. Immer wieder mussten wir in die Defensive zurückweichen, um Usters Angriffe abzuwehren.
Doch allmählich kämpften wir uns zurück ins Spiel. Die Partie entwickelte sich zu einem packenden Hin und Her, in dem jeder Ball hart umkämpft war. Und dann kam die 33. Minute.
Fabienne Siegenthaler bricht den Bann
Nach einem schnellen Angriff setzte sich Fabienne Siegenthaler im Strafraum gegen mehrere Gegenspielerinnen durch. Ihr Wille und ihre Hartnäckigkeit zahlten sich aus, als sie den Ball mit einem gezielten Schuss ins lange Eck beförderte. 1:0 für uns, und die Jubelrufe der Zuschauer waren ohrenbetäubend! Es schien, als hätten wir nun die Oberhand gewonnen, doch Uster gab sich keineswegs geschlagen.
Uster bleibt gefährlich – Pause mit knapper Führung
Trotz unserer Führung blieb Uster weiter aggressiv und zwang uns immer wieder in die Defensive. Bis zur Halbzeit gelang es keinem Team, einen weiteren Treffer zu erzielen. Wir gingen mit einer knappen, aber hart erkämpften 1:0-Führung in die Kabine.
In der Halbzeit war die Ansage klar: Wir durften jetzt nicht nachlassen. „Weiter nach vorne spielen, weiter pressen, auf den zweiten Treffer aus sein“, lautete die Devise des Trainerteams. Und wir sollten nicht lange auf die Umsetzung dieser Taktik warten.
Blitzstart in die zweite Halbzeit: Spörri erhöht auf 2:0
Kaum war die zweite Halbzeit angepfiffen, zeigte Andrea Spörri ihre Klasse. Nach einem eleganten Dribbling zog sie aus gut 18 Metern ab – der Ball landete unhaltbar im Netz. 2:0, und die Erleichterung war spürbar! Doch wer dachte, das Spiel sei damit entschieden, hatte die Rechnung ohne Uster gemacht.
Uster kämpft zurück – das Spiel bleibt offen
Nur fünf Minuten nach unserem zweiten Treffer erzielte Uster nach einem Fehler in unserer Abwehr den Anschlusstreffer. Das neue Resultat lautete 2:1, und plötzlich war das Spiel wieder offen. Die Intensität nahm weiter zu, jeder Zweikampf wurde härter geführt, und beide Teams kämpften mit vollem Einsatz.
Spörri schnappt sich den Ball erneut – 3:1
Andrea Spörri hatte offensichtlich Gefallen am Toreschießen gefunden. In der 70. Minute schnappte sie sich erneut den Ball, ließ zwei Gegenspielerinnen mit einer geschickten Finte stehen und traf souverän zum 3:1. Die Erleichterung war groß, doch Uster gab immer noch nicht auf.
Schlussphase: Baumgartner sorgt für die Entscheidung
Die letzten 20 Minuten wurden zur nervenaufreibenden Geduldsprobe. Uster drängte weiter auf den erneuten Anschlusstreffer, während wir versuchten, das Ergebnis über die Zeit zu bringen. Doch fünf Minuten vor dem Abpfiff setzte Nayelli Baumgartner den Schlusspunkt. Mit einem wunderschönen Sonntagsschuss erhöhte sie auf 4:1 – das Spiel war entschieden.
Fazit: 8 Spiele, 8 Siege – die Erfolgsserie hält
Am Ende war es ein verdienter 4:1-Sieg, der uns den achten Erfolg in Serie bescherte. Trotz aller Widrigkeiten und des unermüdlichen Einsatzes von Uster haben wir erneut gezeigt, dass wir auf einem guten Weg sind. Doch es bleibt keine Zeit, sich auszuruhen – die nächsten Herausforderungen warten bereits auf uns.

