Am 27. Oktober 2024 trafen sich im Sportzentrum Eselriet zwei starke Teams der Frauen 2. Liga zum Meisterschaftsduell: Der FC Effretikon empfing den FFC Südost Zürich. Volle Tribüne und mit engagierten Fans am Spielfeldrand, sollte es ein heiss umkämpftes Spiel werden, das an Spannung kaum zu überbieten war. Für den FC Effretikon stand viel auf dem Spiel, denn die Mannschaft war seit acht Spielen ungeschlagen und wollte diese beeindruckende Serie fortsetzen. Doch nach einem schwierigen Start sah es zunächst so aus, als würde diese Erfolgssträhne ein abruptes Ende finden.

Die erste Halbzeit – Ein schwacher Start und ein Schockmoment

Die ersten Minuten verliefen alles andere als optimal für den FC Effretikon. Schon in der 4. Spielminute mussten die Gastgeberinnen den ersten Rückschlag hinnehmen: Milou Theunissen vom FFC Südost Zürich schoss aus der Ferne ein sogenanntes „Briefkastentor“ – ein überraschender, platzierter Weitschuss, der präzise im Netz landete. Torhüterin und Abwehr konnten gegen diesen Traumtreffer nichts ausrichten.

Dieser frühe Gegentreffer zeigte Wirkung. Der FC Effretikon fand nicht richtig ins Spiel, die Pässe erreichten selten den Mitspieler, und das Team wirkte insgesamt träge. Viele Fehlpässe und Ungenauigkeiten prägten die erste Halbzeit. Es schien fast, als sei der Schwung aus den letzten Spielen verloren gegangen. Die Fans am Spielfeldrand wurden zunehmend nervöser, da es so wirkte, als sei der FC Effretikon nach seiner beeindruckenden Siegesserie nun an seine Grenzen gestoßen. Einige Zuschauer spekulierten bereits, dass die Puste aus sei und die Serie zu Ende gehen würde.

Der FFC Südost Zürich dominierte das Spiel, ohne jedoch weitere Grosschancen herauszuspielen. Effretikon hatte zwar einige wenige Angriffe, aber keiner davon war wirklich gefährlich. Es war eine erste Halbzeit zum Vergessen, in der man fast den Eindruck bekam, dass Effretikon den Gegner nicht in Bedrängnis bringen könnte. Mit einem verdienten 0:1 Rückstand ging es in die Pause.

Die zweite Halbzeit – Eine minimal bessere Leistung mit packendem Ende

Nach der Halbzeitansprache der Trainerin schien der FC Effretikon immerhin mit etwas mehr Energie auf den Platz zurückzukehren. Zwar war das Spiel weiterhin von Ungenauigkeiten geprägt, doch im Vergleich zur ersten Halbzeit gab es eine leichte Steigerung. Die Pässe wurden präziser, und das Team traute sich mehr zu.

In der 53. Minute kam dann der lang ersehnte Ausgleich, der Hoffnung machte: Natascha Frieden nutzte eine der wenigen Unsicherheiten des gegnerischen Torwarts des FFC Südost Zürich und erzielte mit einem wuchtigen Schuss das 1:1. Dieser Treffer war wie ein Weckruf für die Mannschaft und die Fans. Man spürte, dass Effretikon nun mehr wollte – der Wille, das Spiel zu drehen, war auf einmal spürbar.

Die zweite Halbzeit entwickelte sich nun zu einem echten Kampf. Beide Teams schenkten sich nichts, das Spiel wurde schneller und intensiver. Effretikon versuchte, mit druckvollem Offensivspiel die Führung zu erzwingen, während Südost Zürich stets mit gefährlichen Kontern lauerte. Das Spiel wogte hin und her, und die Zuschauer wurden Zeugen eines offenen Schlagabtauschs.

Das entscheidende Tor – Poltronieri bringt die Entscheidung

In der 80. Minute schliesslich war es Ladina Poltronieri, die den entscheidenden Treffer erzielte. Nach einer schönen Kombination im Mittelfeld kam der Ball zu Poltronieri, die mit einem entschlossenen Antritt die gegnerische Verteidigung hinter sich liess und den Ball mit einem flachen Schuss unhaltbar im Tor versenkte. Der Jubel war riesig, denn damit hatte Effretikon das Spiel gedreht und lag mit 2:1 in Führung.

Die letzten zehn Minuten wurden zur Zitterpartie. FFC Südost Zürich warf alles nach vorne, um doch noch den Ausgleich zu erzielen, doch die Defensive von Effretikon hielt stand.

Fazit – Der 9. Sieg in Serie: Spannung bis zum Schlusspfiff

Mit dem Schlusspfiff fiel die Anspannung von den Spielerinnen und Fans des FC Effretikon ab. Ein hart umkämpfter 2:1-Sieg, der insbesondere in der zweiten Halbzeit durch Kampfgeist und Einsatz erzwungen wurde. Es war nicht das schönste Spiel des FC Effretikon in dieser Saison, doch am Ende zählen die drei Punkte und der neunte Sieg in Folge. Die Serie lebt weiter – und mit jedem weiteren Erfolg scheint sie unheimlicher zu werden.

Trotz eines schwachen Starts und einer durchwachsenen ersten Halbzeit zeigte das Team Moral und bewies, dass es auch in schwierigen Situationen zurückschlagen kann. Der FFC Südost Zürich lieferte einen starken Kampf und verlangte Effretikon alles ab, doch am Ende fehlte ihnen die letzte Durchschlagskraft, um den Punkt mit nach Hause zu nehmen.

Mit diesem Sieg bleibt der FC Effretikon in der Erfolgsspur und festigt seine Position in der Tabelle. Die Fans dürfen weiterträumen – von einer unaufhaltsamen Siegesserie, die noch lange nicht zu Ende sein soll.

Categories: FrauenabteilungPublished On: Oktober 28th, 2024