Hagel, Wind und Regen bringen uns einen Segen…Gelungener Start in die Rückrunde
Nach intensiver Wintervorbereitung und erfolgreichem Trainingslager stand die Rückrunde vor der Türe. Ziel der Rückrunde: Vorne mitspielen, Passqualität, Laufbereitschaft und Individualität auf hohem Niveau behalten und Konstanz auf 90 Minuten auslegen.
Inklusive Sommerzeitverschiebung im Nacken ging es zu unserem ersten Meisterschafts- und Auswärtsspiel gegen den FC Zürich Südost nach Witikon. Mit lediglich 3 Auswechselspielerinnen traten wir der heutigen Herausforderung entgegen. Nach standardgemässer Ansprache des Trainers vor Spielbeginn ist wohl auch jede Spielerin wachgerüttelt und dem Ernst und Wichtigkeit des heutigen Spieles bewusst. Mit einem Sieg starten wir selbstbewusster, optimistischer und gut gelaunt in die Rückrunde, mit einer Niederlage fängt man gleich zu grübeln und analysieren an. Sprich, ein Sieg muss her!
Aufgrund der miesen Wetterverhältnisse wurde kurzfristig von Rasen auf Kunstrasen umgestellt – uns, welche diese Saison kaum auf dem Rasen trainieren konnten, kam das gelegen. Bereits während des Warm-Ups machte uns der Hagel und die Windverhältnisse zu schaffen und wir mussten die Dehnübungen in der Garderobe beenden. Pünktlich wurde das Spiel angepfiffen und wir versuchten, uns bereits in die Hälfte der Gegnerinnen einzunisten. Mit Passkombinationen und Platzpräsenz probierten wir die Oberhand zu gewinnen und unser Takt vorzugeben. Bereits in der 10. Minute konnten wir die Führung durch unsere Sturmspitze und Torschützenkönigin, Natascha Frieden, erlangen. Hungrig auf mehr, erhöhten wir unser Pressing und zwangen FC Zürich Südost sich in ihre Platzhälfte zurückzuziehen, während wir uns breit machten und den Ball durch die Reihen kugeln liessen. Keine 17 Minuten später gelang uns der Ausbautreffer. Unsere spritzige, flinke «Juniorin», Sol Bufalini, übernahm das Zuspiel von Natascha Frieden gekonnt, flackerte nicht lange rum und beförderte das Runde ins Eckige. 2:0 und bereits 30 Minuten gespielt. Die erste gewisse Anspannung verflog und die FCE Frauen fingen an, das Spiel zu geniessen. Verschiedene Passstafetten wurden ausprobiert, der Ball zirkulierte und man versuchte immer wieder, die Flügelspielerinnen zu lancieren. 15 Minuten vor Halbzeitpfiff fand der Ball den Fuss von Natascha Frieden und unser Punktestand erhöhte sich zugunsten von uns. Freude, Leichtigkeit und Kampfgeist symbolisierten die erste Halbzeit und machte Lust auf mehr! Mit 3:0 Vorsprung in die Pause zu gehen, ist sowohl Fluch als auch Segen. Die Gefahr sich auf den Lorbeeren auszuruhen und das süsse Nichtstun zu geniessen, ist gross. Ebenso wie die Gefahr, dass die gegnerische Mannschaft beim Anschlusstreffer Blut leckten und stärker als zuvor zurückkommen könnten. Fakt ist: wir mussten auf der Hut sein und mit viel Elan zurück ins Spiel gehen.
Nach Beginn der zweiten Halbzeit hatten wir Mühe, den Ball in unseren eigenen Reihen zu halten. Das Spiel erinnerte eher an «Kick and Rush». Nicht unsere bevorzugte Spielstrategie. Jeder dritte Pass war entweder ein Fehlpass oder wurde aufgrund eines verzottelten Zweikampfs verloren. Wir hatten Mühe, Ruhe in das Spiel einzubringen und verloren uns in den hektischen langen Bällen der Gegenspielerinnen. Kaum überraschend befand sich in der 70. Spielminute eine Gegnerin vor unserem Tor und schoss den Anschlusstreffer zum 3:1. Die nächsten paar Minuten waren entscheidend für das Endergebnis: Sieg oder Niederlage. Gelingt es uns, trotz kassiertem Anschlusstreffer das Zepter in die Hand zu nehmen und den Vorsprung nach Hause zu tragen? Die Antwort: Ja, zum Glück. In der 70. Minute dribbelte sich Ladina Poltronieri durch die gegnerische Abwehr hindurch und spitzelte den Ball in den 16er. Gesucht, gefunden hielt Sarah Yousofzai gekonnt ihren Fuss bereit und beförderte den Ball mirakulös ins Tor. Wir konnten eine Reaktion auf den kleinen Dämpfer zeigen und das Endresultat noch ein wenig ausbauen. Denn in der 80. Minute schoss uns Fabienne Siegenthaler mit einem perfekt platzierten Freistoss zum endgültigen Sieg. Hurra, Start geglückt, die ersten drei Punkte in der Rückrunde eingesackt und hungrig auf mehr!
Trotz des miserablen Wetters – Wind, Hagel und heftigen Regengüssen – konnten wir uns durchsetzen. Dennoch ist man mit der gezeigten Leistung nicht vollumfänglich zufrieden. Erneut brach man in der Halbzeit ein und gab sich zu leger. Gegen andere Mannschaften würde dies uns definitiv zum Verhängnis werden…Die Devise für den nächsten Match kommenden Sonntag, 02. April 2023 gegen den SC Veltheim lautet: Konstanz über 90 Minuten zeigen, stets konzentriert und fokussiert bleiben und eine deutliche Verbesserung in der Passqualität aufzeigen. Wir möchten schlussendlich nächste Woche bereits unsere nächsten 3 Punkte einsacken, also Vollgas voraus!

