Mit grossen Ambitionen, personellen Herausforderungen und einem Comeback zwischen den Pfosten ging Effi am vergangenen Sonntag ins Derby gegen den Tabellennachbarn FC Seuzach 3. Am Ende gab es statt der erhofften Punkte eine 0:5-Packung. Gegen den direkten Platznachbarn FC Seuzach 3 wollte Effi am vergangenen Sonntag unbedingt punkten. Doch bereits vor dem Anpfiff standen die Vorzeichen ungefähr so günstig wie ein Elfmeter in der letzten Minute. Stammtorhüter Tisler hatte sich nämlich entschieden, am selben Wochenende einen Marathon zu absolvieren. Während andere also 90 Minuten Fussball spielten, gönnte er sich lieber die doppelte Distanz. Immerhin sprang Robby «Pepe» Pfeffer ein und feierte sein Comeback zwischen den Pfosten. Ein herzliches Dankeschön an Pepe, der sich dieser Herausforderung stellte – auch wenn er sich den Wiedereinstieg vermutlich etwas gemütlicher vorgestellt hatte. Doch damit nicht genug: Weil sich die erste Mannschaft mitten im Aufstiegskampf befindet, wurde Topscorer G. Kramer kurzerhand in deren Startelf beordert. Effi musste also improvisieren und aus den verbliebenen Möglichkeiten das Beste machen. Frei nach dem Motto: Andere haben einen Plan B, Effi hatte einen Plan «Mal schauen».

Die Partie begann ausgeglichen, wobei die besseren Chancen zunächst klar aufseiten des Heimteams lagen. Schneller verpasste mit dem Kopf nur knapp die Führung, und auch A. Lehner konnte den Ball aus schwierigem Winkel nicht im gegnerischen Gehäuse unterbringen. Effi war gut im Spiel und durfte durchaus auf einen erfolgreichen Nachmittag hoffen.

Doch wie so oft im Fussball gilt: Wer vorne die Chancen nicht nutzt, bekommt hinten manchmal die Quittung. In der neunten Minute schlugen die Gäste eiskalt zu und gingen mit einem Konter mit 0:1 in Führung. Effi versuchte weiter mitzuspielen, kam danach aber kaum mehr zu zwingenden Möglichkeiten. In der 33. Minute wurde es dann besonders bitter: Ein Gästespieler hob im Strafraum spektakulär ab, und der Schiedsrichter zeigte auf den Punkt. Der Elfmeter sass jedenfalls, und plötzlich stand es 0:2. Mit diesem Resultat ging es in die Pause. Effi hatte sich gut verkauft, lag aber trotzdem mit zwei Toren zurück. Fussball kann manchmal ein ziemlich ungerechter Sport sein.

In der Kabine war die Motivation gross. Der Anschlusstreffer sollte her, damit die Partie nochmals spannend werden konnte. Die Mannschaft wollte kämpfen, sich zurückmelden und den Gästen zeigen, dass der Nachmittag noch lange nicht gelaufen war.

Doch kaum waren die zweiten 45 Minuten richtig lanciert, folgte der nächste Dämpfer: In der 52. Minute traf Seuzach zum 0:3. Der erhoffte Effi-Sturm wurde damit vorerst auf später verschoben. Trotzdem gab sich das Heimteam nicht geschlagen. Effi hielt dagegen, kämpfte um jeden Ball und versuchte mit einer Umstellung auf eine Dreierkette nochmals frischen Wind ins Spiel zu bringen. Der Mut war da, die Bemühungen ebenfalls – einzig das Runde wollte partout nicht ins Eckige. Die offensivere Ausrichtung öffnete den Gästen allerdings auch Räume für Konter. Und als wäre der Nachmittag nicht schon kompliziert genug gewesen, zeigte der Schiedsrichter in der 81. Minute erneut auf den Elfmeterpunkt. Der Ball sprang aus kürzester Distanz, aus ungefähr einem Meter, an die Hand eines Effi-Spielers. Handspiel ist Handspiel, so die Auslegung. Dass man sich die Arme nicht einfach abschneiden kann, half in dieser Situation leider auch nicht weiter. Der zweite Strafstoss sass ebenfalls. 0:4. Nur drei Minuten später setzte Seuzach mit dem Treffer zum 0:5 den Schlusspunkt. Damit war der Nachmittag endgültig gelaufen – und die Hoffnung auf Punkte gleich mit.

Nachdem Effi zu Saisonbeginn mehrfach nur knapp verloren hatte, häufen sich inzwischen die Gegentore. Die deutliche Niederlage gegen Seuzach tut weh, keine Frage. Gerade in solchen Momenten ist es jedoch wichtig, den Kopf nicht hängen zu lassen. Die Mannschaft muss weiterhin zusammenarbeiten, an den eigenen Stärken festhalten und die Fehler gemeinsam analysieren. Denn auch wenn es momentan nicht nach Wunsch läuft: Eine Saison ist kein Sprint, sondern bekanntlich ein Marathon. Das weiss Stammtorhüter Tisler inzwischen besser als alle anderen. Für Effi gilt es nun, die Niederlage abzuhaken, im Training weiter Gas zu geben und als Team wieder näher zusammenzurücken. Die Punkte werden nicht von allein kommen – aber mit Einsatz, Zusammenhalt und etwas mehr Glück im richtigen Moment ist noch einiges möglich.

Categories: HerrenabteilungPublished On: Oktober 21st, 2026