Ende Januar startete die Saisonvorbereitung für die zweite Mannschaft. Dienstag hiess es jeweils Kondition und Kraft, am Donnerstag wurde mit dem Ball gearbeitet – also der Teil, auf den sich alle gefreut haben. Bereits zu Beginn merkte man: Der Dienstag war nicht gerade der Publikumsliebling. Überraschend. Aber die Methode von Ziege, Blu und Setz war für die magistralen Körper der Jungs dann doch irgendwie erträglich.

Das Joggen wurde von Training zu Training leicht erhöht – ganz sanft, fast unmerklich… bis es dann plötzlich doch weh tat. Auch der Kraftparcours wurde jedes Mal ein bisschen gesteigert, sehr zur Freude aller Beteiligten. Am Donnerstag wurde am Abschluss gefeilt, wobei „gefeilt“ manchmal auch bedeutete, dass man zumindest ungefähr in Richtung Tor schoss. Gleichzeitig wurde aber auch das Zusammenspiel gefördert, was tatsächlich Hoffnung machte.

Am 15.02.2026 stand dann das erste Testspiel an – gegen den Lieblingstestgegner FC Greifensee 2. Und man merkte sofort: Beide Teams hatten schon länger keinen Fussball mehr gespielt. Spielaufbau war Mangelware. Effretikon kam zu keinem einzigen Abschluss, was zumindest für Konstanz sorgte. Greifensee nutzte einen Freistoss und verwertete einen Abstauber à la Sunday League – effizient und schmerzhaft zugleich. In der zweiten Halbzeit wurde viel gewechselt und man versuchte, den Ausgleich zu erzwingen. Greifensee hatte weniger Ball, Effretikon mehr – man liess ihn schön zirkulieren, fast schon ästhetisch. Nur Abschlüsse? Weiterhin Fehlanzeige. Einzig Kramer konnte einmal losziehen, doch sein Lupfer landete neben dem Tor. So endete das Spiel 0:1. Ein guter, fairer Test – und man weiss jetzt ziemlich genau, wo man noch arbeiten muss. Das nächste Testspiel gegen den FC Mönchaltorf musste leider abgesagt werden – zu wenig Spieler. Woran das wohl lag? Sonntag, 18:00 Uhr… schwierig. Diese Körper brauchen schliesslich ihren Schönheitsschlaf.

Apropos Schönheitsschlaf… das jährliche Skiweekend stand ebenfalls auf dem Programm. 19 Teilnehmer! So viele wie noch nie. Lag das wohl an der Programmänderung? Dieses Jahr wurde nämlich auf die Jatzhütte, die ExBar sowie das Pöstli verzichtet. Die gute Ausgangslage in der Meisterschaft wollte man nicht riskieren. Stattdessen entschied sich das Staff für ein ruhiges Wellnessweekend inklusive Höhentraining. Die verschiedenen Saunagänge förderten die Regeneration und entspannten die Muskeln der Spieler. Die Longruns im Schnee verbesserten die Kondition, während man abends bei Kräutertee die taktischen Feinheiten der Rückrunde besprach. Fokus, Disziplin, Professionalität – genau das, was man von dieser Mannschaft erwartet.

Sooooooo… und wer hat das jetzt wirklich geglaubt?

In Davos lief das Ganze dann doch leicht anders ab. Das Team traf sich im Heidiland zum Frühshoppen – Bier und Zmorge, ein Klassiker. Anschliessend hiess es: Jatzhüüüüüüüüteeeeee. Dort wurde bereits früh der Rosébestand halbiert und die ersten Spieler formatierten bei traumhaftem Wetter ihre Festplatten neu.
Weiter ging es in der ExBar mit einem Burger und der einen oder anderen Erfrischung, bevor man sich ordentlich einen hinter die Rüstung ritterte. Am Abend landeten die letzten im Pöstli, während andere bereits früher das Licht löschten – freiwillig oder gezwungenermassen.
Am zweiten Tag begann man mit einem fantastischen Frühstück… also zumindest theoretisch. Rührei, verschiedene Brote, Rösti – alles nicht vorhanden. Aber das war man sich ja gewohnt. Also machte man sich erneut auf den Weg in die Jatz. Dieses Mal bei weniger perfektem Wetter: Schnee, Nebel und etwas Wind sorgten für frische Bedingungen. Doch das Team hielt zusammen, lag sich bei den Top Tracks in den Armen und performte die Lyrics wie die Backstreet Boys. Gutaussehend, magistral – sie performten genau so, wie sie Fussball spielen. Also… auf ihre eigene Art auf höchstem Niveau.

Auch diesmal wurde die Leber auf Standby gesetzt und der Rosébestand endgültig geleert. Wobei man solche Wörter ja eigentlich vermeiden musste, denn beim jährlichen Skiweekend-Spiel (Danke an Yanik und Marc für die Organisation) galt es, genau solche Begriffe nicht zu verwenden – ebenso wenig wie Spitznamen.

Ganz ehrlich: Weiss eigentlich jemand den richtigen Namen von Blu?!

Der Gewinner war der Spieler mit den meisten Leben, die Verlierer dürfen das Spiel fürs nächste Jahr organisieren – man darf gespannt sein.

Am Abend ging man Nachtessen – Dönerladen des Vertrauens. Die Reservierung im Restaurant hatte leider nicht geklappt, was viele insgeheim nicht allzu schlimm fanden, da sich der eine oder andere bereits in einer anderen Galaxie befand. So endete der Tag erneut im Pöstli, wo Laufleiter gegen Tanzfläche eingetauscht wurde, oder eben in der Unterkunft – je nach Zustand.

Am Sonntagmorgen herrschte dann Katerstimmung und man machte sich auf den Heimweg. An dieser Stelle nochmals vielen Dank an alle Sponsoren und an den Verein, welche diesen Ausflug jährlich unterstützen. Man merkt jedes Jahr, wie solche Events das Team zusammenschweissen. Man lernt sich besser kennen, wächst zusammen und wird zu einer grossen Familie, die auf und neben dem Platz füreinander einsteht. Eine Einheit, die nicht nur trinken kann, sondern – trotz gewisser fussballerischer Einschränkungen – auch gute Resultate erzielt. Zum Schluss noch ein riesengrosses Dankeschön an unser Trainerteam Blu, Ziege und Setz – die Köpfe der Bande. Ihr steht in jedem Training da und formt aus uns ein Team, das nicht mehr gegen den Abstieg spielt, sondern befreit aufspielen kann und sich plötzlich mitten im Spitzenkampf wiederfindet. Eine Leistung, die für eine zweite Mannschaft alles andere als alltäglich ist!

Und wenn dieser Text bei dem einen oder anderen für ein bisschen Gänsehaut gesorgt hat, nutzen wir das doch gleich: Am 28.03.2026 startet das Zwei in die Saison gegen den FC Seuzach. Samstag! Ruedi vom Clubhaus stellt das Bier kalt!
Vielen Dank fürs Lesen – und meldet euch an für den EFFI 2 CUP!!!!!

Categories: NewsletterPublished On: April 7th, 2026