Langsam wird es zur Gewohnheit, am Derbysonntag ist immer wunderschönes Wetter. Die angenehmen 20 Grad zauberten dem Zwei bei der Besammlung schonmal ein lächeln ins Gesicht. Nach der Platz Besichtigung ging es in die Garderobe. Beim Umziehen wie immer Hard Rock Musik von AC/DC und weiteren Künstlern, um die Spieler mal komplett aufzuwecken und in Stimmung zu bringen. Die Voraussetzungen beider Teams waren gleich, beide praktisch ungeschlagen in der Rückrunde und Effretikon wollte dies beibehalten. Bei der Ansprache von Trainer Schneeberger, merkte man ihm die Nervosität an. Die Stimmung in der Kabine war aber so gut, dass er die Jungs nur noch auf den Platz schicken wollte. Konzentriertes Einlaufen an den Platz gewöhnen und dann ging es los…
Das Spiel startete mit einer Angriffswelle des Heimteams, doch die Abschlüsse wurden entweder nicht gefährlich oder von Meier und seiner Abwehr vereitelt. Das Team wusste, dass die ersten 10-20 Minuten, nicht die Stärke sein wird, deshalb lautet die Devise vorerst kein Gegentor zu erhalten. Dies gelang und man begann mutig nach vorne zu spielen. Die erste Grosschance für Effretikon liess nicht lange auf sich warten. Schneller lancierte Lehner in die tiefe, dieser konnte von der Seite mit viel Platz zur Mitte ziehen und versuchte Kramer anzuspielen, doch der Pass wurde von der Verteidigung noch knapp abgefangen. Nun war auch Effretikon im Spiel und spielte mit einem gepflegten Spielaufbau. Die nächste gute Chance folgte sogleich, ähnlich wie bei der ersten. Schneller und Lehner im Zusammenspiel, pass zur Mitte zu Kramer, doch der Pass von Lehner war schlichtweg zu ungenau, dass müsste den Führungstreffer sein. Kurze Zeit später, der nachvorne preschende Giger wurde unsanft gefoult. Schärz trat den Freistoss zur Mitte wo Schneller ein bisschen überraschend an den Ball kam und ihn leider über die Latte spitzte. Wieder eine sehr gute Chance auf der Seite von Effretikon. Kempttal agierte ausschliesslich mit langen Bällen, diese wurden aber von Kläy und Siegenthaler mit viel Erfahrung und Können vereitelt. In der 38 Minute, erneuter Angriff über die rechte Seite mit Lehner, erneut sucht er den Pass und diesmal kam er an, Kramer schob ein zur Führung für den Gast. Verdienter Führungstreffer für Effretikon, dieser musste hart erkämpft werden. Danach passierte nicht mehr viel und nach 45 Minuten war Pause.
In der Pause wurde die erste Hälfte analysiert und man wollte ruhigen und kontrollierten Fussball spielen und so schnell wie möglich den zweiten Treffer suchen.
Der zweite Treffer lies auch nicht lange auf sich warten, in der 50 Minute kam einer der langen Bälle von Kempttal an den Mann und dieser Vollstreckte sogleich zum Ausgleich. Effretikon nun geschockt, von der Rolle? Nein!…eine Zeigerumdrehung später, langer Ball auf Kramer, dieser lies im Halbfeld mit dem Kopf auf Lehner prallen und dieser konnte, dank der perfekte Vorlage alleine auf den Torhüter losziehen und versenkte den Ball zur erneuten Führung. Tolle Reaktion der Gäste. Das Spiel war nun lanciert. Effretikon, konnte immer wieder mit sehenswerten Kombinationen agieren. Das Mittelfeld um Schärz und Y. Meier harmonierte sensationell. Die Verteidigung verteidigte im Einklang. 10 Minuten später, konnte Kramer losziehen, dieser verstolperte zwar den Ball allein vor dem Torwart, doch mit der Hilfe von Schneller, brachte Kramer den Ball im Tor unter zur erstmaligen zwei Tore Führung für Effretikon. Kempttal hatte daraufhin keine Antwort. Am gefährlichsten wurden Sie bei Eckbällen, genau so einer wurde in der 80 Minute S. Meier zum Verhängnis. Nachdem er den Ball schon sicher in den Händen hatte, knickte er unglücklich um und verletzte sich am Fuss. Der heutige Ersatztorwart Tisler, welcher eigentlich für die letzten Minuten geplant war als Sprinter für Konter, kam nun unverhofft zu einem Einsatz im Tor. An dieser Stelle gute Besserung! Effretikon agierte nur noch mit Konter und war vorerst mit Verteidigen beschäftigt. Dies funktionierte aber tadellos und das Heimteam kam zu keiner nennenswerten Möglichkeit mehr. Das Spiel endete mit dem Endresultat 1:3 für den Gast aus Effretikon.
Als Fazit muss ich nicht viel sagen, es war das perfekte Spiel. Genauso stellen sich Siegenthaler und Schneeberger den Fussball des Zwei vor.

