Zwei Siege in Folge und eine Niederlage – das war die Bilanz der zweiten Mannschaft in der noch jungen Saison. Im Vergleich zum Vorjahr ein hervorragender Start! Doch am Sonntag wartete der FC Dübendorf 2, eine Mannschaft, die man bereits aus den Vorjahren kannte. Körperlich und spielerisch stark, gespickt mit talentierten Spielern aus der ersten Mannschaft (2. Liga Inter). Der Gameplan lautete jedoch klar: Das Spielgeschehen kontrollieren, möglichst früh ein Tor erzielen und keines zulassen (Fussballregel Nr. 1). Das Wetter war sonnig, und der Platz glich für die 4. Liga fast schon dem Wembley. Auch an diesem Wochenende war das Trainertrio wieder im Einsatz: Lehner und Setz in der technischen Zone und Siegenthaler als Anführer auf dem Platz.
Das Spiel begann flott. Dübendorf übernahm gleich die Kontrolle und setzte unser Tor gehörig unter Druck. Doch unsere Defensive stand hervorragend und konnte Angriff um Angriff ohne grössere Probleme oder Torchancen abwehren. Das hatte jedoch zur Folge, dass es sehr laufintensiv war. Als unsere Offensive schliesslich die gegnerische Zone betreten konnte, fehlte bereits die Luft. Einzig Marc Schneller und Gabriel Kramer, unsere beiden Flügelspieler, dribbelten mehrmals an ihren Gegnern vorbei. In der 15. Minute hatte Schneller die erste gefährliche Schusschance auf das Tor von Dübendorf, leider etwas zu hoch. Ein paar Augenblicke später, ein kleiner Schock! Beim Spielaufbau geriet ein Rückpass zu Tisler zu kurz, der Stürmer schnappte sich den Ball, doch Tisler warf sich wie im Kamikaze-Stil in den Gegner und klärte zur Ecke. Glück für Effretikon. In der 31. Minute spielte Effretikon einen ordentlichen Spielaufbau. Doch in der gegnerischen Zone verloren wir den Ball, und dann ging es schnell: Dübendorf konterte wie aus dem Lehrbuch und erzielte das 1:0. Genau das wollten wir vermeiden, und es kam noch schlimmer: Nach einer Unachtsamkeit ging es 7 Minuten später erneut schnell, und Dübendorf erzielte sofort das 2:0 (37. Minute). Zu schnell für Effretikon, die bereits am Ende ihrer Kräfte waren. Zum Glück kam die Pause! In der ersten Halbzeit waren wir definitiv nicht die schwächere Mannschaft, konnten jedoch noch keine Akzente in der Offensive setzen. Das wollten wir in der zweiten Halbzeit ändern, und das gelang uns… Dübendorf war wahrscheinlich noch im Pausentee, als es in der 47. Minute 2:1 hiess. Nach einem Eckball von Suwanna wurde der Ball vom Gegner abgefälscht und ging direkt ins Tor. Effretikon war zurück. Kurz darauf eroberte Kramer den Ball und konnte sich an der Seite vorbeischleichen und in die Mitte ziehen, aber der Ball wurde hervorragend vom Torhüter pariert. Effretikon war am Drücker und spielte wieder mit. Grosschancen konnten wir jedoch nicht herausspielen. In der Defensive mussten wir immer mehr Raum geben, da wir offensiv mehr Druck ausüben wollten. Dies führte dazu, dass Dübendorf viele Räume hatte. Tisler konnte das eine oder andere Mal jedoch hervorragend reagieren und hielt uns im Spiel. In der 70. Minute konnte Tisler jedoch nichts mehr ausrichten, wieder ein schöner Konter und ein Tor. Darauf konnte Effretikon nicht mehr reagieren, und Dübendorf erzielte in der 84. Minute ohne grosse Gegenwehr das 4:1. Kurz vor Schluss gab es jedoch noch zwei erwähnenswerte Szenen. Der eingewechselte Kläy schickte Lopes mit einem genialen Pass in die Tiefe (leider Abseits), das hätte Frenkie de Jong in Barcelona nicht besser gemacht. Die zweite Szene hatte erneut diese beiden Protagonisten. Kläy kam im Strafraum an den Ball, legte ihn für Lopes auf, der jedoch leider am Torhüter scheiterte. Es hätte das 4:2 sein können, war aber gleichgültig, da es ohnehin nur eine Ergebniskorrektur gewesen wäre.
Das Fazit des Spiels lautet, dass Dübendorf uns unsere Fehler aufgezeigt hat, die wir beheben können, und wir am Sonntag, dem 08.10.2023, gegen den FC Kempttal unsere bisher beste Leistung der Saison abrufen können. Es ist Derbyzeit!

