Am Sonntagmorgen um 09:00 Uhr versammelte sich das Team für das Meisterschaftsspiel gegen den FC Albania 1. Heute war wieder einmal Kunstrasen angesagt, das bedeutet einen schnellen Ball und eine saubere Unterlage. Das Kader ist wieder voll bestückt, 17 Spieler sind dabei, um die Abwärtsspirale abzuwenden. Für das Zweite sollen nach drei punktlosen Spielen endlich wieder Zähler her. Die Mission war klar: kein Gegentor, Emotionen und ganz viel Kampf. Der FC Albania 1 gewann ihr letztes Meisterschaftsspiel mit sage und schreibe 14:2. Das Team wusste, da kommt ein Feuerwerk.
Das Spiel startete aber gelassen. Effi verteidigte gut und liess hinten praktisch keine Chancen zu. In der 10. Minute war ein Ballverlust im Mittelfeld ausschlaggebend. Die Gäste schalteten schnell um und kamen in der Mitte zu einem Abschluss aus 5 Metern, welcher aber über das Tor flog. Das hätte die Führung sein müssen. So konnte Effretikon weiter verteidigen und tat das mit viel Leidenschaft. Das merkte auch die Offensive der Gäste und wurde immer unruhiger. Chancen waren zu diesem Zeitpunkt auf beiden Seiten Seltenheit. Effretikon brachte nicht mal einen Schuss aufs Tor. Ansätze von Tormöglichkeiten waren nur auf der Seite der Gäste zu sehen, aber auch da musste Tisler nur teilweise eingreifen. Nach 30 Minuten war es so weit, der Ball lag im Tor von Tisler. Doch der Treffer wurde vom Schiedsrichter aufgrund einer Torhüterbehinderung aberkannt. Wieder Glück für Effretikon! Das Spiel wurde hitziger und emotionaler. Kurz vor der Pause war es dem Schiedsrichter zu bunt, und er verteilte die ersten gelben Karten aufgrund von Reklamieren. Effretikon nahm diese Motivation an und startete einen Angriff über die rechte Seite. Lopes, Schneller und Lehner konnten schon fast allein durchlaufen, da wurde Lopes gelegt. Gelb für den Verteidiger, welcher vorhin wegen Reklamierens schon Gelb gesehen hatte. Dies bedeutete, wie wir alle wissen, Platzverweis! So war Effretikon nun 45 Minuten lang in Überzahl, doch zuerst war Pause.
In der Pause lobte Schneeberger das defensive Verhalten der ganzen Mannschaft. Vom Sturm bis zum Torhüter wurde verteidigt. Der Zug aufs Tor fehlte aber enorm. Keinen einzigen Schuss konnte man bis zur Pause zählen. Die Mission für die zweite Hälfte war ganz klar die Führung.
Die zweite Halbzeit begann im Mittelfeld. Effretikon hatte mittlerweile mehr Ballbesitzphasen. Der FC Albania, welche sehr schnelle Flügelspieler hatte, lauerte auf Konter. Nach einem dieser Konter kam es zu einem Eckball, und die Gäste erzielten das 0:1 per Kopf (54. Minute). Ein Schock für Effretikon, so wollte man doch selbst den Führungstreffer erzielen. Nun wusste das Team auch, nur verteidigen geht nicht mehr. Das Spiel ging weiter, Effi blieb weiterhin offensiv ungefährlich, hatte aber mehr Ballbesitz. Die Offensivabteilung konnte damit aber nichts anfangen. In der 68. Minute gab es erneut einen Konter der Gäste. Der Stürmer konnte sich nicht ganz durchsetzen und traf beim Versuch, den Ball trotzdem noch zu erreichen, Torhüter Tisler voll am Kopf. Der Schiedsrichter zeigte Gelb. Der Spieler hatte in der ersten Hälfte bereits Gelb gesehen und musste so den Platzverweis entgegennehmen. Nun war Effretikon 22 Minuten in doppelter Überzahl, im Eishockey ein fast sicheres Tor, im Spiel von Effretikon nicht mal gefährlich! Die Offensive brachte keine Torchance zustande. Der FC Albania verteidigte gut und köpfelte alle Bälle weg. Die Zeit lief, aber Effretikon blieb ungefährlich. Auch die Wechsel brachten nicht viel. Wir sind bereits in der Nachspielzeit, Torhüter Filip Tisler rückte im Sechzehner auf. Eine Flanke kam, Tisler (der Torhüter) nahm den Ball per Kopf und traf ins untere rechte Eck. Bei Effretikon brachen nun alle Dämme. Der Torhüter machte das, was die Offensive 90 Minuten lang nicht geschafft hatte. Ein grossartiges Tor, ein wichtiges Tor! Danke, Filip! Zum Schluss muss ich leider noch eine unschöne Szene erwähnen. Effretikon schnupperte den Sieg und drückte nochmals. Da wurde Y. Meier von hinten mit einer wüsten Grätsche gelegt, und der Schiedsrichter hatte keine andere Wahl, als die direkte rote Karte zu zeigen. Leider entwickelte sich dabei eine Rudelbildung, die sogar die Fans auf den Platz lockte. Zum Glück konnte die Szene in angemessener Zeit geschlichtet werden, und das Spiel wurde beendet.
Mit dem 1:1 konnte Effretikon aber nicht zufrieden sein. Da muss mehr kommen. Kein Schuss aufs Tor in diesem Spiel und trotzdem 1:1. Das muss für die letzten Spiele der Vorrunde besser werden. Offensive Durchsetzungskraft und defensive Stabilität sind der Schlüssel zum Sieg! Das nächste Spiel findet am Sonntag, den 29.10.2023, um 11:00 Uhr in Greifensee statt.

