Eigentlich sprach alles für einen erfolgreichen Fussballvormittag. Das Wetter passte, die vergangenen Spiele machten Mut, die Trainings waren gut und die Stimmung ebenfalls. Das einzige Fragezeichen? Wieder einmal die Personaldecke – und natürlich der Kunstrasen!

Beim Thema Kunstrasen gehen die Meinungen bekanntlich auseinander. 🧐 Für die einen hat das mit Fussball ungefähr so viel zu tun wie Tennis mit Eishockey. Die anderen sehen darin die einzig wahre Spielfläche. Ja nun… also…

Jedenfalls war alles angerichtet für ein Spiel mit einem klaren Ziel: 3 Punkte.

Achtung, fertig, los!

Bereits nach wenigen Minuten deutete alles darauf hin, dass es an diesem Tag nur einen Sieger geben konnte: Effretikon. Chance um Chance wurde herausgespielt, das Spiel geschehen klar kontrolliert. Doch dann kam es, wie es im Fussball manchmal eben kommt: falsche Einschätzungen, falsche Positionen, das falsche Tor – und der Ball lag im Netz.

Nach gefühlten zwanzig Chancen lag Effi plötzlich durch einen Sonntagsschuss völlig entgegen dem Spielverlauf mit 0:1 zurück.

Zollikon machte dabei kein grosses Geheimnis daraus, dass man auch mit überschaubarem Aufwand zum Erfolg kommen könnte. Doch damit wollte sich Effi nicht zufriedengeben. Kaum wurde das Tempo wieder verschärft, fiel folgerichtig das 1:1. Torschütze war Adi, der die Bemühungen endlich belohnte.

Langsam aber sicher machte sich nun die Wärme bemerkbar. Die Füsse begannen zu brennen, die Ideen wurden weniger und die Laufwege etwas kürzer. Trotz spielerischer Überlegenheit ging es deshalb mit einem eher enttäuschenden 1:1 in die Pause.

Also: Kräfte sammeln, Vorgaben platzieren und vielleicht sogar einen kleinen Systemwechsel vorbereiten.

Die zweite Halbzeit begann – und erneut sah es danach aus, als könne der Sieger am Ende eigentlich nur Effretikon heissen. Den Zollikern schien das allerdings herzlich egal zu sein. Und wenn man schon freundlich zum Toreschiessen eingeladen wird, verzichtet man aus Höflichkeit natürlich nicht. Prompt war es soweit: Sprint in die Tiefe, Abschluss durch die Beine des Torhüters und plötzlich stand es 1:2.

Nun wurde die Aufgabe richtig schwierig.

Die Temperaturen blieben hoch, die Kräfte schwanden und man lag erneut im Rückstand. Also begann das grosse Wechselspiel. Rauskommen, erholen, wieder rein und angreifen lautete die Devise.

An dieser Stelle muss noch erwähnt werden, dass sich unser oberster Mann im Verein am liebsten selbst unter die Spieler gemischt hätte. Zum Glück waren keine Leibchen mehr verfügbar. Ansonsten… wer weiss, was noch passiert wäre. 😱

Doch die Massnahmen zeigten Wirkung. Auf einmal waren die Chancen wieder da. Effi drückte, kämpfte und glaubte weiter an sich.

Und dann kam die 85. Minute.

Noel stieg nach einer Flanke am höchsten und köpfte zum verdienten 2:2-Ausgleich ein.💪🏻🔥

Jetzt wollte Effi mehr. Der Sieg sollte her. Die Chancen waren da, die Moral ebenfalls. Leider war die Zeit bald abgelaufen. Nach exakt 90 Minuten war Schluss – trotz zwei Trinkpausen, einem regelrechten Wechselkonzert und kleineren Verletzungsunterbrüchen. Der Unparteiische schien eine sehr interessante Uhr dabeizuhaben.

So blieb es am Ende beim 2:2.

Schade um die zwei verlorenen Punkte.

Fazit: Wäre Effi noch mitten im Aufstiegsrennen, hätte man sich über diese verlorenen Punkte gewaltig ärgern müssen. So bleibt die Erkenntnis, dass Einsatz, Wille und Moral gestimmt haben, die Effizienz vor dem Tor aber noch Luft nach oben hatte.

Also Effi: Kopf hoch, Come on – und weiter geht’s!🔵⚪💪🏻

Categories: HerrenabteilungPublished On: Juni 5th, 2026